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Kubernetes 1.9 mit neuem Apps Workloads API und Windows Support
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Das 14-köpfige Team rund um Anthony Yeh hat mit Kubernetes 1.9 gerade das vierte und letzte Update für dieses Jahr herausgegeben. Wieder sorgten hunderte von Entwicklern für neue Features und Bugfixes, die den Nutzern des Orchestrierungssystems für Container das Leben erleichtern sollen. Mit Version 1.9 gibt es das Apps Workloads API, der Windows Support geht in die Betaphase und das neue Container Storage Interface (CSI) erreicht den Alphastatus.

Wer sich mit Containern und deren Management auseinandersetzt, wird an Kubernetes kaum vorbeikommen. Nicht umsonst gilt das Orchestrierungstool aus dem Hause Google als eines der am stärksten wachsenden Open-Source-Projekte aller Zeiten. Wer bisher noch keine Erfahrungen mit „K8s“ gemacht hat, dem seien die interaktiven Tutorials ans Herz gelegt, die mittlerweile in der Dokumentation verfügbar sind.

Neue Features in Kubernetes 1.9

Auf dem Blog von Kubernetes heißt es: „Today’s release continues the evolution of an increasingly rich feature set, more robust stability, and even greater community contributions.“ In Sachen Features werden dort das App Workloads API hervorgehoben, dass nun das Prädikat „produktionsreif“ erhalten hat. Außerdem betont man die Wichtigkeit des Supports für Windows, der Betastatus erreicht hat.

Apps Workloads API

Das apps/vs Workloads API ist, wie bereits erwähnt, ab sofort produktionsreif und damit ohne Bedenken und Vorbehalte einsetzbar. Das API vereint in sich die DaemonSet, Deployment, ReplicaSet und StatefulSet APIs. Gemeinsam bilden sie das Fundament für zustandslose (stateless) und zustandsbehaftete (stateful) Langzeit-Workloads in Kubernetes.

Das Team hat über ein Jahr Feedback und Daten aus der Nutzung in der realen Welt gesammelt, um das Deployment API und das ReplicaSet API zu stabilisieren, zwei der meistgenutzten Objekte in Kubernetes überhaupt. Dank der Special Interest Group Apps (SIG Apps) konnten so auch die DaemonSet und StatefulSet APIs entsprechend stabilisiert werden.

Die v1 des Apps Workloads API kommt zudem mit dem Versprechen der langfristigen Rückwärtskompatabilität. Übrigens: Das Batch Workloads API (Job und CronJob) wird ein eigenes Release bekommen, sobald es fertig ist, Teil des Apps Workloads APIs ist dieses jedenfalls nicht.

Container Storage Interface (CSI)

Das Container Storage Interace, auch CSI genannt, ist mit dem Hintergedanken entstanden, die Barriere für die Entwicklung Cloud-nativer Speicherlösungen herabzusetzen und eine möglichst hohe Kompatibilität zu ermöglichen. Es soll quasi als zentrale Nutzeroberfläche für das Provisionieren, Anhängen und Mounten von Speicher dienen, der mit Kubernetes kompatibel ist.

Kubernetes 1.9 enthält eine erste Alphaversion des Container Storage Interfaces, mit dem es kinderleicht werden soll, neue Plug-ins für Speichermedien zu installieren. Das Ganze wird wohl nicht schwerer fallen, als neue Pods zu deployen und Anbietern von Speicherlösungen können dadurch ihre Produkte für Kubernetes fit machen, ohne an der Codebasis von Kubernetes selbst mitzuwirken.

Aber Vorsicht! Dieses Feature ist, wie erwähnt, erst im Alphastadium. Keinesfalls sollte es bereits in der Produktion eingesetzt werden.

Windows Support & weitere Feautres

Kubernetes wurde ursprünglich für Linux entwickelt, aber natürlich gibt es auch eine große Nachfrage, Windows Workloads in Kubernetes laufen zu lassen. Vor zwölf Monaten begann die Special Interest Group Windows (SIG Windows) damit, dies zu realisieren – und nun ist der Betastatus endlich erreicht.

Ebenfalls in die Betaphase geht die Custom Resource Definition (CRD) Validierung, die in Kubernetes 1.9 auch standardmäßig aktiviert ist. Die Validierung soll klares und unmittelbares Feedback zu ungültigen Objekten für CRD-Autoren bringen und deren Arbeit somit erleichtern. CoreDNS alpha gibt Nutzern die Möglichkeit an die Hand, CoreDNS mit Standardtools zu installieren und der IPVS-Mdous für kube-proxy (Beta) wartet mit verbesserter Skalierbarkeit und Performanz bei großen Clustern auf.

Weitere Informationen zur aktuellen Version von Kubernetes gibt es auf dem Blog des Teams und in den umfangreichen Release Notes auf GitHub.

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