Ergebnisse der Microservices-Umfrage

Microservices-Trends 2017: Strategien, Tools & Frameworks
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Microservices gehören zu den wichtigsten neuen Architektur-Konzepten. Doch weshalb sind Entwickler von Microservices überzeugt? Wir schauen uns die Gründe an, die die Teilnehmer unserer Rethink-IT-Umfrage angegeben haben. Auch Tools und Frameworks für Microservices kommen dabei nicht zu kurz…

Rethink IT: Microservices!

Wie stark sind moderne IT-Konzepte wie Microservices, Continuous Delivery, Cloud-Plattformen und Container-Technologien in der Praxis angekommen? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich unsere Umfrage Rethink IT .

Die Umfrage läuft noch bis Ende der Woche – machen Sie also mit!

Wir schauen uns derweil spannende Zwischenergebnisse an – und beginnen mit dem Thema Microservices!


Microservices – Wie sieht es bei Euch aus?

In unserer Rethink-IT-Umfrage könnt Ihr klarstellen, ob und wie Microservices, Container, Cloud & Co in Euren Unternehmen angekommen sind.

Macht mit!

Microservices-Trends 2017 – der Zwischenstand

Wir beginnen mit der Frage nach der Praxis-Relevanz von Microservices. Unter den Teilnehmern der Rethink-IT-Umfrage sind Microservices bereits ein wichtiges Thema. Lediglich 23,9% gaben an, mit Microservices nichts zu tun zu haben.

Die meisten Teilnehmer (35,8%) fahren eine Doppelstrategie: Existierende monolithische Anwendungen laufen zwar weiter, werden aber durch neue Komponenten ergänzt, die dann im Microservices-Stil gebaut werden:

Wo sehen die Umfragen-Teilnehmer die größten Vorteile von Microservices?

Microservices sind interessant für mich weil…

Wir haben die Teilnehmer gebeten, die Gründe für ihr Interesse an Microservices genauer zu evaluieren. Dabei galt es, den Grad ihrer Zustimmung für sieben vorgegebene Optionen anzugeben.

Deployment

Die größte Zustimmung erntete dabei der Vorteil von Microservices, beim Deployment eines neuen Features nicht die ganze Anwendung, sondern nur den entsprechenden Service deployen zu müssen.

51% der Teilnehmer stimmen hier voll zu, bei 27,6% ist die Zustimmung immer noch stark:

Microservices are interesting for me because…

Lose Koppelung

Hoch geschätzt werden zudem die Eigenschaften von Microservices-Architekturen, zu lose gekoppelten Systemen mit unabhängigen Modulen zu führen.

Teamwork

Dass Microservices auch positive Auswirkungen auf die Team-Strukturen haben können, ist ein weiterer Grund für das Interesse an diesem Ansatz. Der klar umrissene Scope von kleinen Services erleichtert die effiziente Team-Arbeit, was 39,6% der Umfrageteilnehmer an Microservices spannend finden:

Domain-driven Design

Damit zusammenhängend ist die Möglichkeit, Anwendungen in domänenspezifische Einheiten zu unterteilen. Diese Option erhielt eine ähnlich hohe Zustimmung in der Umfrage:

Resilient, Technologie-agnostisch, wartbar

Die restlichen drei Optionen erhielten weniger hohe Zustimmungswerte: Die Erhöhung der Ausfallsicherheit einer Anwendung, die Möglichkeit, in jedem Service eine andere Technologien zu nutzen, sowie Probleme mit der Wartung einer monolithischen Anwendung.

Domain-driven Design & Microservices

Domain-driven Design ist so etwas wie der große Bruder von Microservices. Die Konzepte, die Anfang der 1990er von Eric Evans und anderen geprägt wurden, feiern im Zuge der Microservices-Debatten ein Comeback.

Auch die Umfrage zeigt, dass ein stärkerer Einbezug der Fachlichkeit in die Architektur-Überlegungen zu den wichtigsten Gründen für Microservices gehört (siehe oben). Wie weit Domain-driven Design bereits bei der Anwendungsentwicklung berücksichtigt wird, zeigt folgendes Schaubild:

Tools & Frameworks für Microservices

Kommen wir zum Schluss zu den konkreten Technologien, mit denen Microservices-Anwendungen gebaut werden. Hier gibt es einen klaren Sieger: 48,1% der Teilnehmer nutzen Spring Boot für ihre Microservices.

Microservices Trends 2017 - Chart

Überraschend dicht folgt Java EE mit 44,3% der Teilnehmer. Dass sich die bewährten Standard-Technologien für Java-Enterprise-Anwendungen auch modernen Architektur-Paradigmen anpassen können, wurde ja bereits mehrfach in Artikeln und Konferenz-Talks bei den Kollegen von JAXenter thematisiert:

„Java EE und Microservices – rein technologisch spricht nichts gegen dieses Duo“

Wenn es der Java EE-Gemeinde in den kommenden Versionen gelingt, die Unterstützung für Microservices weiter zu treiben, könnte sich die Waagschale sogar noch weiter in Richtung Java EE bewegen.

Stark schneiden auch das Monitoring Tool Prometheus (17,9%) sowie die Netflix Library Hystrix (17%) ab. Die extreme Microservices-Variante nach dem Serverless-Prinzip wird noch von einer Minderheit umgesetzt: AWS Lambda (7,5%), Azure Functions (2,8%), Serverless Framework (2,8%), Google Cloud Functions (2,8%).

Mitmachen!

Wie erwähnt ist die Umfrage noch nicht abgeschlossen – machen Sie also mit und teilen Sie uns Ihre Einstellung zu Microservices und anderen Themen wie Continuous Delivery, Cloud und Container-Technologien mit!

Wir sind gespannt!

 

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