Xbox Live auf iOS- und Android-Geräten

Microsoft Game Stack vorgestellt: Ein gebündeltes Ökosystem für Spieleentwickler
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Microsoft bemüht sich um Entwickler für seine Plattformen. Kürzlich wurden höhere Umsatzbeteiligungen im Microsoft Store angekündigt, nun steht ein neues Ökosystem für Spielentwickler auf allen großen Plattformen zur Verfügung.

Microsoft führt mehrere seiner Tools und Services für die Entwicklung in einem gebündelten Ökosystem für Spielentwickler zusammen. Es trägt den Namen Game Stack, umfasst verschiedene Services und soll schrittweise mit weiteren Komponenten erweitert werden. Azure nimmt eine wichtige Rolle in diesem neuen Ökosystem ein.

Unter der Bezeichnung PlayFab stellt Microsoft einen Backend-Service mit verschiedenen Services für Spieleentwickler bereit. PlayFab Matchmaking ist dafür zuständig, Spieler für eine Online-Partie zusammenzuführen. Dieses Feature steht derzeit als öffentliche Preview zur Verfügung. Die weiteren PlayFab-Services sind aktuell als Private-Preview nur nach Kontaktaufnahme mit Microsoft zugänglich:

  • PlayFab Party: Sprach- und Textchats für Spiele auf allen Geräten. Die Azure Cognitive Services sollen für Übersetzung und Transkriptionen in Echtzeit sorgen.
  • PlayFab Insights: Echtzeit-Telemetriedaten zum Spielen. Anknüpfungspunkte zu Daten aus anderen Quellen werden über den Azure Data Explorer realisiert.
  • PlayFab PubSub: Basierend auf Azure SignalIR sollen Spiele-Clients in Echtzeit mit Push-Nachrichten angesprochen werden.
  • PlayFab User Generated Content: Es ist vorgesehen, dass Spieler von ihnen erstellte Spielinhalte auf sicherem Wege miteinander teilen und austauschen können.

Drei dieser fünf PlayFab-Services bauen auf Azure-Services auf. PlayFab wurde vor etwa einem Jahr von Microsoft übernommen.

Ein weiteres von Microsoft als Major-Feature des Game Stack bezeichnetes Element dieses Ökosystems ist Xbox Live. Im Rahmen des Game Stack soll Xbox Live auf weiteren Plattformen angeboten werden, zu diesem Zweck wurde ein neues SDK für iOS und Android angekündigt. Xbox-Live-Features wie der Gamerscore, Achievements und Zugang zur Community sollen nun auch für Spiele auf anderen Plattformen nutzbar sein.

Der Game Stack ist agnostisch

Microsoft beschreibt den Game Stack in Bezug auf Clouds, Netzwerkanbindung und Endgeräte als agnostisch. Dafür muss der Game Stack Kompatiblilität zu verschiedenen Plattformen und Technologien bieten. In Bezug auf die Endgeräte werden Microsofts hauseigene Xbox, Sonys PlayStation, die Nintendo Switch, iOS und Android von PlayFab unterstützt. Microsoft gibt zudem an, dass PlayFab Support für alle wichtigen Spiele-Engines besitzt. Als Beispiele hierfür werden Unity und Unreal benannt. Das Hosting von Spielen, der Betrieb von Backend-Services sowie die entsprechende Datenspeicherung sind neben Azure auch auf anderen Clouds möglich.

Microsoft bemüht sich um Entwickler

Nachdem Microsoft vor kurzem erhöhte Umsatzbeteiligungen für App-Entwickler auf den Weg brachte, bemühen sich die Redmonder auch um Spieleentwickler. Bereits in Build 18334 wurde Windows-Insidern mit State of Decay ein Spiel im Xbox-Format .xvc zur Verfügung gestellt, was als Schritt hin zur Annäherung des Gamings auf dem PC und der Xbox gedeutet wurde (wir berichteten) und möglicherweise die Entwicklung bzw. Portierung von Spielen innerhalb der Microsoft-Welt vereinfachen kann.

Einige bereits bekannte Werkzeuge aus dem Microsoft-Kosmos gehören ebenfalls zum Game Stack. Darunter sind Visual Studio, Visual Studio Code und das Azure App Center. Weitergehende Informationen stehen in der offiziellen Vorstellung des Game Stack zur Verfügung.

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