VR for Real: Neuigkeiten aus der Welt der Virtual Reality

Minecraft: Oculus-Touch-Support, HoloLens: Inside-Out-Tracking & 5 absonderliche VR-Headsets
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In unserer Reihe „VR for Real“ informieren wir euch einmal pro Woche über die neusten Entwicklungen, aktuelle Neuerscheinungen im VR-Gaming-Bereich und all das, was sonst noch bei der Arbeit in der virtuellen Realität Spaß macht. Mit dabei sind dieses Mal der Oculus-Touch-Support bei Minecraft, Inside-Out-Tracking bei der HoloLens und die fünf absonderlichsten Virtual-Reality-Headsets.

Auch diese Woche ist das VR for Real vollgepackt mit allerhand Neuigkeiten aus den Bereichen Hardware, Software und Entertainment im Virtual-Reality-Bereich. Und natürlich darf auch ein kleines Fundstück nicht fehlen – und das zeigt dieses Mal einige der seltsamsten Entwicklung in Sachen VR-Headset.
Außerdem ist die Oculus Rift nun offiziell im Einzelhandel erhältlich, es gibt ein Update für Amazon Lumberyard und 3rd i bietet ab sofort auch Consumer Testing für immersive Experiences an.

☆ Oculus Rift, HTC Vive & Co.

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit VR-Hardware – von Oculus Rift über Samsungs Gear VR bis hin zur HTC Vive.

Microsoft stattet ThyssenKrupp-Techniker mit HoloLenses aus

Einer der größten Anbieter von Fahrstühlen ist die ThysssenKrupp AG. Um künftig Probleme mit Fahrstühlen schneller und sicherer lösen zu können, arbeitet Microsoft in Zukunft mit dem Unternehmen zusammen und stattet dafür gleich 24.000 der bei ThyssenKrupp beschäftigten Techniker mit HoloLenses aus. Damit können bereits von außen mögliche Problemstellen analysiert werden; zudem haben die Techniker bei der Arbeit die Hände frei und können dank Skype-Integration und Microsoft-Surface-Support trotzdem mit den Kollegen in Kontakt bleiben, um Support von außen zu erhalten. Mehr Informationen dazu bieten das folgende Video sowie der zugehörige Blogpost im Microsoft-Blog.

Google erhält Patent für Mobile-VR-Headset mit separatem Smartphone

Bereits im Februar hat Google ein nun veröffentlichtes Patent für ein Mobile-VR-Headset ausgefüllt, das ganz ohne Smartphone als Display auskommt. Stattdessen, so erklärt Ian Hamilton in einem Artikel zum Thema, dient das Smartphone als Stromquelle, die Verbindung zum Headset erfolgt über ein langes Kabel, wäre in Zukunft aber auch kabellos denkbar. Der Vorteil an dem im Patent gezeigten Device mit separatem Smartphone ist vor allem das geringere Gewicht des Headsets. Gleichzeitig kommt das Smartphone als Eingabegerät zum Einsatz.

Dass Google in näherer Zukunft ein solches Headset herausbringt, ist allerdings, so Hamilton, eher unwahrscheinlich. Aktuell konzentriert man sich vor allem auf die Entwicklung der VR-Plattform Daydream, für die Google vermutlich Anfang Oktober ein eigenes Daydream-Headset vorstellen wird.

Oculus Rift offiziell im Einzelhandel verfügbar

Wie bereits letzten Monat angekündigt, steht die Oculus Rift ab sofort im Einzelhandel zur Verfügung. Zwar konnte man das High-End-VR-Headset auch hierzulande bereits seit dem offiziellen Release über den Oculus Store erwerben, musste dann aber nicht nur Extrakosten für den Versand zahlen, sondern dank der Lieferschwierigkeiten auch ewig auf das Device warten. Nun kann die Oculus Rift auch direkt beim Einzelhändler der Wahl – in Deutschland etwa Saturn und MediaMarkt – gekauft und vielerorts vorher sogar ausprobiert werden. Mehr Informationen dazu bietet der zugehörige Artikel bei den VR Nerds.

☆ Tools für das VR-Development

Hier bieten wir einen Ausblick auf neue Tools sowie Tipps und Kniffe für die Entwicklung im VR-Umfeld.

Amazon Lumberyard Beta 1.5 verfügbar

Mit Amazon Lumberyard Beta 1.5 steht ein Update für Amazons Spiele-Entwicklungs-Engine zur Verfügung, das einige neue Features und Verbesserungen mitbringt. Dazu zählt etwa die Verbesserung des Particle-Editors; ebenso bringt die neue Version das neue Lumberyard Asset Builder SDK mit. Alle Informationen dazu bietet der zugehörige Artikel von Peter Graham; alle Änderungen sind in den Release Notes zusammengefasst.

Primitive sorgt für mehr Produktivität bei VR-Entwicklung

Mit der Produktivität in der virtuellen Realität ist das so eine Sache: Wer während des Tragens des VR-Headsets die Maus oder Tastatur bedienen will, hat meist schlechte Karten, weil er dank des Virtual-Reality-Headsets nicht sieht, an welche Stelle er seine Finger platzieren muss. Selbst wenn man blind tippen kann, geht die Arbeit trotzdem meist langsamer voran. Gerade für Entwickler von VR-Applikationen ist das ein Problem, denn die müssen meist das Headset abnehmen, um Code-Änderungen vorzunehmen und dann das Headset erneut aufsetzen um die Veränderungen zu testen.

Leichter gehen soll das künftig mit Primitive – einer Software, mit deren Hilfe die Struktur des Codes analysiert werden kann. John Voorhees, der Entwickler von Primitive sagt hierzu:

The most powerful aspect of our tech is that it can take any Java code and automatically create an animated 3D model out of it. This means that teams with large projects can visualize their code and watch it run in all of its detail.

Eine solche Code-Visualisierung klingt in jedem Fall nützlich, einen Eindruck von der Funktionalität des Projekts bietet das folgende Video:

Mehr Informationen zu Primitive bietet zudem der zugehörige Artikel von Ian Hamilton.

3rd i bietet VR-Consumer-Testing

Der Virtual- und Augmented-Reality-Markt nimmt immer mehr an Fahrt auf. Kein Wunder, dass da auch Qualitätsmanagement für immersive Experiences und Applikationen gefragt ist. Das zumindest dachte sich wohl das Qualitätssicherungsunternehmen 3rd i, das nun für genau solche Anwendungen seine Dienste anbietet. Darunter verstehen sich vor allem unabhängige Third-Party-Reviews, die mögliche Probleme aufdecken, die vom Content-Entwickler nicht unbedingt auf den ersten Blick ersichtlich sind. Damit soll vor allem eine problemlosere Integration von Interface und Experience ermöglicht werden – und das ist angesichts der zunehmenden Anzahl von VR-Experiences ja nicht die schlechteste Idee. Mehr Informationen zum Thema bietet der zugehörige Artikel von Peter Graham.

Inside-Out-Tracking mit der HoloLens

Augmented Reality gibt es schon seit gut 20 Jahren. Eines der größten Probleme der bisherigen kundenorientierten immersiven Head-Mounted-AR-Devices ist das Fehlen eines zuverlässigen „Inside-Out“-Tracking-Systems, bei dem die virtuellen Objekte erscheinen, als seien sie in der realen Welt verankert. Sind die Genauigkeit und Latenz nicht gering genug, bewegen sich diese virtuellen Objekte mit jeder Kopfbewegung mit und werden nicht als Teil der realen Welt wahrgenommen.

Mit der HoloLens könnte Microsoft in genau diesem Bereich aber nun einen Durchbruch geschafft haben. Diese bringt nämlich, so sagt Ben Lang in seinem Artikel zum Thema, ein bereits sehr gutes Inside-Out-Tracking mit, bei dem man sogar den Kopf schütteln könne und die augmentierten Objekte trotzdem genau dort bleiben, wo sie angezeigt werden sollen. Einen Eindruck davon vermittelt zum Beispiel das folgende Video:

Übrigens profitiert nicht nur der AR-Markt von einem besseren Inside-Out-Tracking, auch für Virtual Reality bringt das einige Vorteile und würde, so Lang, die Tür für losgelöste Virtual-Reality-Headsets mit umfangreichen Tracking-Volumes öffnen.

☆ VR und Entertainment

Virtual Reality erobert auch immer mehr den Entertainment-Bereich. In diesem Abschnitt geht es darum um die aktuelle Entwicklung von VR für Games sowie Film und Fernsehen.

Oculus Home: Bezahlung mit PayPal möglich

Hat in den USA so gut wie jeder eine Kreditkarte, ist das hierzulande längst nicht der Fall. Ist man Besitzer einer Oculus Rift oder Samsung Gear VR und will etwas im Oculus Store kaufen, hatte man da bisher ohne Kreditkarten allerdings schlechte Karten, denn die Bezahlung klappte nur mit selbiger. Das ändert sich nun, denn ab sofort kann man, so berichten die VR Nerds, auf Oculus Home auch mit PayPal bezahlen. Die neue Bezahlmethode kann entweder im Oculus Store oder in den Optionen von Oculus Home hinzugefügt werden; alle weiteren Informationen finden sich im oben genannten Artikel.

Cmoar VR Cinema: VR-Kino-Feeling für zuhause

VR-Games mögen zwar einer der Hauptanwendungsbereiche für Virtual Reality sein, doch auch im Entertainment-Bereich bietet die virtuelle Realität einige Möglichkeiten – etwa in Form von VR-Kinos. VR-Kino-Feeling für zuhause will nun die neue App Cmoar VR Cinema bringen, deren Release für den 29. September geplant ist. Die App bringt etwa eine vollständige SteamVR-Kompatibilität mit, darüber hinaus können YouTube-Videos in 1080p geschaut werden und auch 180- und 360-Grad- sowie PLEX-Support steht zur Verfügung. Unterstützt werden sollen die Oculus Rift und die HTC Vive; alle weiteren Informationen zu der App hält der zugehörige Artikel von Peter Graham bereit. Einen ersten Eindruck von Cmoar VR Cinema bietet der folgende Teaser:

Die besten, kinderfreundlichen Spiele für die HTC Vive

Angesichts der zunehmenden Zahl der VR-Games auf Steam VR dürfte für jeden Spieleliebhaber etwas dabei sein. Meist handelt es sich dabei aber um Spiele, die sich an Jugendliche und Erwachsene richten, doch auch für Kinder gibt es einige empfehlenswerte VR-Games für die HTC Vive. Dazu zählt etwa Gnomes & Goblins, aber auch Candy Kingdom oder das Content-Creation-Tool Tilt Brush ist für Kinder geeignet. Eine Reihe weiterer empfehlenswerter Vive-Games für Kinder bietet ein Artikel von Jonathan Nafarrete.

Minecraft erhält ab 18. Oktober Oculus-Touch-Support

Bereits vor einigen Wochen berichteten wir darüber, dass der Spieleklassiker Minecraft Support für die Oculus Rift erhält. Nun kündigte Microsoft an, dass Minecraft auch die kommenden VR-Motion-Controller für die Rift, Oculus Touch, unterstützen soll – und zwar ab dem 18. Oktober. Noch ist Oculus Touch nicht erschienen, allerdings deutet diese Ankündigung darauf hin, dass das vermutete Release der Controller im Oktober wohl eingehalten wird. Mehr Informationen dazu bietet Paul James’ Artikel zum Thema.

Das ist aber nicht die einzige interessante Ankündigung Microsofts auf der jährlich stattfinden Minecraft-Convention MINECON. Neben dem Oculus-Touch-Support soll auch der Xbox-One-Controller künftig Oculus und Samsungs Gear VR unterstützen. Ein definitives Datum dafür gibt es, so erklärt Jamie Feltham in seinem Artikel zum Thema, zwar noch nicht, allerdings soll das Pad im Oktober erstmals in die Minecraft: Gear VR Edition eingefügt werden.

☆ VR for Fun

Ein bisschen Spaß darf auch in der Virtual Reality nicht fehlen. Hier stellen wir euch einige unterhaltsame Fundstücke aus allen Themengebieten vor.

Die 5 absonderlichsten VR-Headsets

Es gibt ja mittlerweile eine ganze Reihe von VR-Headsets – und keines von denen gewinnt aktuell unbedingt einen Preis für hübsches Aussehen. Es gibt allerdings einige Headsets, die in Sachen Absonderlichkeit den Vogel abschießen. Gleich fünf der seltsamsten Virtual-Reality-Headsets der Vergangenheit hat Kyle Melnick vorgestellt – und die sind echt einen Blick wert. Da können wir doch fast froh sein, dass im Vergleich Oculus Rift, HTC Vive und Co. dann doch durchaus chic sind …

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