Neues Tool zur Workflow-Automatisierung klammheimlich gestartet

Mit „Flow“ will Microsoft IFTTT und Zapier Konkurrenz machen
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Anscheinend bereitet sich Microsoft gerade darauf vor, einen Konkurrenten für Workflow-Automatisierungstools wie IFTTT und Zapier zu starten. Auch wenn Homepage und Social Media-Accounts des Services noch nicht (oder nicht mehr) abgerufen werden können, sind doch einige Informationen über „Flow“ schon durchgesickert.

Produkten wie IFTTT und Zapier dienen dazu, Aufgaben automatisch auszuführen, die durch bestimmte Ereignisse, Änderungen oder Aktivitäten online getriggert werden. Etwa können User die Services dazu anweisen, einen Tweet zu senden, sobald der User in einem Facebook-Post erwähnt wurde.

Im Gegensatz zu IFTTT, aber ähnlich wie Zapier, wird sich Flow an Business-Kunden richten. Es soll zwei oder mehr Services zusammenfassen können und wird nach Informationen des IT-Fachportals Neowin von Microsoft als „a service for automating workflow across the growing number of apps and SaaS services that business users rely on“ beschrieben.

Flow-Features

Es ist natürlich davon auszugehen, dass Flow Microsoft-Produkte massiv featuren wird, aber laut VentureBeat vermittelt die aktuell nicht mehr abrufbare Homepage – flow.microsoft.com – den Eindruck, dass ebenfalls viel Wert auf den Support von Drittanbieter-Services gelegt wird. Wie genau diese eingesetzt werden können, veranschaulicht eine Liste von möglichen Flows für das Teamkommunikationstool Slack:

  • Auf Slack posten, wenn ein Tweet geliket wird
  • Slack-Benachrichtigung bekommen, wenn eine Datei bei Dropbox hochgeladen oder ein Dropbox-Ordner erstellt wird
  • Nachricht senden bei Erhalt einer E-Mail vom Chef
  • Office 365-E-Mail-Benachrichtigungen auf Slack weiterleiten
  • Slack-Benachrichtigung, wenn ein Mitglied einer MailChimp-Liste beitritt

Die Tasks scheinen dabei teils sehr feingranular eingestellt werden können. Flow soll bspw. in der Lage sein, Aktionen aufgrund von Betreff, Empfänger, Personen im CC oder BCC, Wichtigkeit und Anhang einer E-Mail einzuleiten. Entwickler können außerdem ihre persönlichen Workflows als API veröffentlichen, so VentureBeat.

Fazit

Insgesamt sollen 35 und mehr Services in Flow integriert werden, darunter Microsoft-Produkte wie Share Point, Wunderlist, Azure, OneDrive, Dynamics und Office 365 sowie Drittanbieter-Services von Twitter, Facebook, GitHub, Google Drive und Salesforce. Mit IFTTT und Zapier scheint keine Integration geplant zu sein.

Ein Erscheinungsdatum für das Workflow-Automatisierungstool ist noch nicht bekannt. Jedoch ist zu erwarten, dass Flow in Kürze live gehen wird. Über etwaige Preise, die nach der Preview-Version anfallen könnten, liegen noch keine Informationen vor.

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