Der Markt hat immer noch App-etit

Nicht auf dem appsteigenden Ast: App-Entwickler sind gefragt
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Wir brauchen eine App. Kommt Ihnen dieser Satz bekannt vor? Wahrscheinlich. Einerseits schwimmen wir alle mehr oder weniger auf der mobilen Welle, andererseits ist eine eigene Unternehmensapp natürlich schick. Und ach ja, mobile first. Achtung, jetzt kommt der Haken: eine auf Smartphones und Co. getrimmte Webseite ist oft billiger und weniger betreuungsintensiv. Trotzdem sind App-Entwickler nach wie vor gesucht.

Zwei Jahre lang nahm die Metajobsuchmaschine Joblift 17 Millionen Stellenanzeigen genau unter die Lupe. Die wichtigste Erkenntnis: Apps sind zweifellos kein Auslaufmodell. Momentan ist die Nachfrage nach App-Entwicklern ungefähr zehnmal so hoch wie die nach Mobile-Web-Experten. Vor allem Großkonzerne suchen App-Spezialisten. Laut Joblift schreiben große Unternehmen sieben Prozent mehr Stellen in diesem Bereich aus als im Vorjahr. KMUs entscheiden sich dagegen eher für Mobile-Web-Programmierer. Innerhalb der letzen 24 Monate sind ingesamt 10.806 neue Jobs für Entwickler dazugekommen. Der Hunger der Unternehmen nach App-Entwicklern scheint immer noch zu wachsen. Bis Oktober 2017 verzeichnet der Stellenmarkt eine Zunahme von 23 Prozent im Vergleich zu 2016.

Full-Stack kommt an

App schlägt Mobile Web und Full Stack ist gefragt | Quelle: Joblift

Wer sich ansieht, welche Skills sich Unternehmen aktuell wünschen, dem fällt schnell eines auf: Full Stack ist hochgefragt. 62 Prozent aller Inserate sprechen Full-Stack-Entwickler an, 21 Prozent beziehen sich explizit auf iOS, 17 Prozent auf Android. Die Lage könnte sich allerdings im nächsten Jahr verschieben. Schon in diesem Jahr zeichnet sich ein iOS-Trend ab, bis Oktober 2017 haben die Unternehmen 40 Prozent mehr Stellen für iOS-Spezialisten ausgeschrieben als im Vorjahr. Damit ist das mobile OS von Apple, zumindest für den Moment, der klare Sieger des Rennens. Die Bereiche Android und Full Stack entwickeln sich nicht einmal halb so schnell. Wissen in Sachen Windows Phone wollte keiner haben, hier lag die Nachfrage unter einem Prozent.

Um die Nachfrage nach reinen Mobile-Web-Experten ist es zwar besser bestellt als um Windows-Phone-Skills, allerdings ist auch sie im Keller. Innerhalb der letzten beiden Jahre verzeichnete Joblift 1.106 offene Stellen. Davon stammen nur 400 aus diesem Jahr, heißt es in der Joblift-Studie. Das bedeutet einen achtzehnprozentigen Rückgang. Besonders häufig landen Mobile-Web-Entwickler in KMUs. Im ersten Moment klingt das logisch, da sie wahrscheinlich kleinere Budgets haben und deshalb nicht Unsummen in die App-Entwicklung stecken können. Sich mehr auf mobil optimierte Webseiten oder progressive Web Apps zu konzentrieren, könnte ihnen allerdings auch einen Vorsprung verschaffen. Die Entwicklungskosten sind hier nicht so hoch und die Nachbetreuung frisst ebenfalls weniger Geld und Zeit.

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