VR for Real Spezial: Oculus Connect 3

Oculus Connect: React VR, Carmel und Release-Termin der Oculus Touch
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Aktuell findet in San Jose die Oculus Connect 3 statt – die große Entwickler-Konferenz zum Thema Virtual Reality und die Oculus-Plattform. Im Vordergrund stehen dabei neben den gespannt erwarteten Hardware-Announcements rund um die Oculus Rift und Oculus Touch aber auch einige Software- und Technologie-Ankündigungen. Wir werfen einen Blick auf die spannendsten Neuerungen.

Vor allem Oculus Touch steht im Fokus der Entwickler-Konferenz: So steht nun endlich das Release-Datum und der Preis der Controller offiziell fest. Zudem gab es neue Informationen zu verfügbaren Spielen und weiterer Software, die Touch entweder unterstützen oder speziell für die Controller entwickelt wurden und zum Launch verfügbar sein sollen.

Darüber hinaus wurden in der Eröffnungskeynote aber noch viele weitere Neuerungen vorgestellt – etwa ein neuer Headset-Prototyp, der nicht nur über Inside-Out-Tracking verfügt, sondern auch noch kabellos betrieben werden kann. Auch WebVR spielt bei Oculus offensichtlich eine größere Rolle als bisher angenommen: mit React VR hat Oculus ein neues Framework zum Erstellen von WebVR-Interfaces vorgestellt, das gleichzeitig als Grundlage für den neuen VR-Browser, Codename Carmel, dient.

React VR – Framework zum Erstellen von WebVR-Interfaces

WebVR, ein API zum Erstellen von Virtual-Reality-Websites, spielt beim Entwickeln von im Web eingebetteten VR-Experiences eine immer wichtigere Rolle und soll möglichst bald von allen modernen Browsern unterstützt werden. In der Keynote auf der Oculus Connect hat Nate Mitchell (VP of Product) mit React VR nun ein neues Framework vorgestellt, das bei der Arbeit mit WebVR behilflich sein soll. React VR basiert auf Facebooks React, einer JavaScript-Library zur einfachen Entwicklung von webbasierten Experiences auf Mobile- und PC-Plattformen. Genauso einfach soll künftig auch die Entwicklung von Virtual-Reality-Content werden, der im Browser veröffentlicht werden kann.

Auch hierfür hat Oculus eine Neuerung parat: einen eigenen VR-Browser, der für die Darstellung von VR-Content auf der Oculus Rift und der Gear VR optimiert ist. Carmel, so der Codename des VR-Browsers, unterstützt Content, der mit React VR erstellt wurde und soll vor allem dazu beitragen, VR-Content zu einer größeren Verbreitung zu verhelfen.

Allzu viele weitere Informationen zu React VR oder Carmel gab es jedoch nicht; allerdings kündigte Mitchell laut eines Berichts von Jamie Feltham an, dass schon bald eine erste Developer Preview des VR-Browsers veröffentlicht werden soll.

Oculus Touch: Preis und Launch-Date angekündigt

Wie zu erwarten, standen die neuen Oculus Controller (Oculus Touch) im Fokus der Oculus-Connect-Keynote. Besonders gespannt erwartet wurde dabei eine definitive Aussage, ab wann die Controller erhältlich sein würden – und die VR-Enthusiasten wurden nicht enttäuscht: Ab dem 10. Oktober kann Oculus Touch direkt bei Oculus vorbestellt werden, die Auslieferung erfolgt ab dem 6. Dezember. Kosten sollen die Controller wie erwartet 199 US-Dollar, vermutlich wird künftig aber auch ein Bundle bestehend aus Oculus Rift und den Touch-Controllern für 798 US-Dollar verfügbar sein; Euro-Preise wurden bisher nicht offiziell bestätigt.

Die Touch-Controller werden paarweise ausgeliefert und kommen jeweils mit einem zusätzlichen optischen Tracking-Sensor, um die Tracking-Genauigkeit zu erhöhen. Außerdem, so berichtet Paul James in seinem Artikel zum Thema, will Oculus mehr als 35 Spiele und weitere Software-Titel zum Launch der Controller zur Verfügung stellen. Einen Eindruck vom kommenden neuen Oculus-Touch-Content bietet zudem das folgende Video:

Santa Cruz – ein neuer VR-Headset-Prototyp

Was wäre eine VR-Entwickler-Konferenz ohne die Vorstellung eines neuen Headsets? Mit dem Santa Cruz genannten Headset hat Oculus auf der Oculus Connect einen Prototypen für ein neues kabelloses Headset vorgestellt, das sich laut des Berichts der VR Nerds zwischen der Gear VR und Oculus Rift positionieren soll.

Das Besondere an Santa Cruz ist nicht nur, dass es kabellos funktioniert, sondern auch, dass es über umfangreiche Inside-Out-Tracking-Möglichkeiten verfügt, die dank am Headset angebrachter Kameras umgesetzt werden. Zudem wird im Gegensatz zur Oculus Rift kein PC benötigt; alle Rechenaufgaben werden direkt im Headset bewältigt. Das folgende Video zeigt die Vorstellung des Headset-Prototyps:

Was einen möglichen Veröffentlichungstermin oder weitere Spezifikationen angeht, hält sich Oculus jedoch bedeckt. Vermutlich wird der Prototyp noch einige weitere Entwicklungszeit benötigen.

Oculus Earphones ab 6. Dezember erhältlich

Und noch eine Hardware-Ankündigung gab es in der Oculus-Connect-Keynote: ab dem 6. Dezember sind neue Oculus-Kopfhörer erhältlich, vorbestellt werden können sie bereits ab dem 10. Oktober. Die neuen Oculus Earphones ersetzen die bisherigen Kopfhörer, die mit der Oculus Rift ausgegeben werden und sollen vor allem mit einer besseren Geräuschisolation und optimierten Drivern überzeugen. Damit soll zudem für eine bessere VR-Immersion gesorgt werden.

Außerdem, so erklärt Ben Lang, veröffentlicht Oculus CAD-Dateien zum Design der Headphones sowie für das entfernbare Facial Interface. Auf deren Basis kann theoretisch jeder Kopfhörer entwickeln, die direkt mit dem Headset verbunden werden können. Mehr Informationen dazu bietet der oben genannte Artikel sowie ein Bericht von Peter Graham.

Oculus Avatar, Oculus Parties und Rooms – die Zukunft des Social VR

Virtual Reality soll auch im sozialen Bereich und in den sozialen Medien eine große Rolle spielen. In der Oculus-Connect-Keynote hat Mark Zuckerberg deshalb neue Social Experiences vorgestellt, die es erlauben, eigene Avatare zu erstellen und sich mit Freunden in soziale VR-Umgebungen zu treffen. Das Besondere daran: die Avatare können sich in der virtuellen Realität nicht nur frei bewegen, sondern warten auch mit der Darstellung von Lippenbewegungen beim Sprechen und sowie Emotionen auf.

In der Demo von Oculus Avatar konnte zudem die Umgebung dank der Nutzung von 360°-Fotos oder -Videos auf reale Szenen umgestellt werden. Ebenso sollen in Zukunft solche Medien direkt von der virtuellen Realität auf Facebook geteilt werden können.

Ebenso hat Lauren Vegter (Oculus Product Manager Platform) Oculus Parties vorgestellt – eine Plattform, die Sprachanrufe mit bis zu sieben Personen in der virtuellen Realität ermöglicht. Wer sich etwas mehr Privatsphäre wünscht, kann zudem Oculus Rooms nutzen, um sich mit Freunden in der Virtual Reality zu treffen. Sowohl Oculus Parties als auch Oculus Rooms soll in den kommenden Wochen auf die Gear VR kommen, Nutzer der Oculus Rift müssen sich noch bis nächstes Jahr gedulden. Mehr Informationen zu den neuen Social-Features bietet ein Artikel von Jonathan Nafarrete.

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