VR for Real: Neuigkeiten aus der Welt der Virtual Reality

Oculus Rift: Firmware-Update, Google: Neues VR-/AR-Headset? & ein virtuelles Haustier
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In unserer Reihe „VR for Real“ informieren wir euch einmal pro Woche über die neusten Entwicklungen, aktuelle Neuerscheinungen im VR-Gaming-Bereich und all das, was sonst noch bei der Arbeit in der virtuellen Realität Spaß macht. Diese Woche geht es dabei unter anderem um das aktuelle Firmware-Update für die Oculus Rift, Googles mögliche Arbeit an einem neuem AR-/VR-Headset und ein virtuelles Haustier.

Wie gewohnt ist das VR for Real auch in dieser Woche mit allerhand Neuigkeiten aus den Bereichen Hardware, Software und Entertainment im Virtual-Reality-Bereich vollgepackt. Und natürlich darf auch ein kleines Fundstück nicht fehlen, das dieses Mal wohl vor allem etwas für Katzenfreunde sein dürfte.
Außerdem dabei sind diese Woche ein neues Creation-Tool für die HTC Vive, mit dem jeder (animierte) Kunstwerke erstellen kann, die Gründung der VR Society, die eine schnellere Produktion von VR-Content fördern soll und die Verfügbarkeit der neuen VR-Star-Wars-Experience „Trials on Tatooine“. Ebenso hat Greenlight VR Consumer zum Thema Virtual Reality befragt und dabei einige interessante Ergebnisse erhalten.

☆ Oculus Rift, HTC Vive & Co.

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit VR-Hardware – von Oculus Rift über Samsungs Gear VR bis hin zur HTC Vive.

Firmware-Update 1.6 für Oculus Rift

Bereits letzte Woche haben wir von dem Update auf Version 1.6 für Oculus Home berichtet. Gleichzeitig damit gab es aber auch auf Hardware-Seite ein Update für die Oculus Rift, das vor allem mit dem Support für einen neuen „Enter“-Button auf dem linken Controller aufwarten kann. Das besondere daran: einen solchen Controller gibt es offiziell noch nicht. Dazu sagt Paul James in seinem Artikel zum Thema:

This differs from any version yet seen in the wild and seems to indicate the finalisation for the design of Oculus’ optically tracked devices will be right down to the wire.

Daneben bringt das Firmware-Update auf Version 1.6 auch eine zusätzliche haptische Feedback-Methode namens „Buffered Haptics“ mit. Ebenso soll es künftig, so behauptet Joe Durbin, möglich sein, bis zu vier Rift-Tracking-Kameras anzuschließen, was für eine bessere immersive Experience bei der Nutzung des High-End-Headsets sorgen soll. Alle Neuerungen im Oculus PC SDK 1.6.0 sind im Oculus-Entwickler-Blog zusammengefasst.

Kommt doch ein neues VR-/AR-Headset von Google?

Die Gerüchteküche brodelt derzeit bezüglich der Frage, wer wann welche Art von Virtual-Reality-Headset herausbringen wird. Und die Spekulationen um neue Devices machen auch vor Google nicht Halt. So berichtet zum Beispiel Aaron Souppouris, dass Google weiter an einem Standalone-Headset arbeite. Entgegen früherer Gerüchte soll dies allerdings kein reines VR-Headset, sondern ein Device, das die Grenze zwischen Virtual und Augmented Reality verschwimmen lässt, sein. Außerdem soll das Headset weder Computer noch Smartphone als Powerquelle benötigen und könnte so möglicherweise ein Konkurrent zur von Microsoft entwickelten HoloLens werden. Allzu viele Informationen gibt es bisher noch nicht, und naturgemäß schweigt Google zu dem Thema. Allerdings könnte ein solches Device durchaus zukunftsweisend sein, sollte es tatsächlich in naher Zukunft auf den Markt kommen.

Deepoon liefert erste M2 VR-Headsets aus

2016 hat ja bereits eine Reihe von interessanten Hardware-Releases am VR-Markt erlebt, und mit der Veröffentlichung der PlayStation VR als erstes konsolenbasiertes Headset steht noch ein weiteres gespannt erwartetes Release bevor. Nun hat auch der chinesische VR-HMD-Entwickler Deepoon mit der Auslieferung seines M2 VR-Headsets begonnen. Das besondere an dem Device: Es ist ein sogenanntes All-in-One-VR-Head-Mounted-Display, das ohne eine Verbindung zu Computer oder Smartphone betrieben werden kann. Bisher steht das Headset allerdings nur am chinesischen Markt zur Verfügung, ob und wann es auch hier erhältlich sein wird, gab Deepoon bisher nicht bekannt.

☆ Tools für das VR-Development

Hier bieten wir einen Ausblick auf neue Tools sowie Tipps und Kniffe für die Entwicklung im VR-Umfeld.

Tvori: Kunstwerke und Animationen für die HTC Vive erstellen

Es gibt bereits eine ganze Reihe von VR-Creation-Tools auf dem Markt, die es dem User erlauben, virtuelle Kunstwerke zu erstellen. Mit Tvori steht ein solches Tool nun neu für die HTC Vive zur Verfügung. Nutzer können damit nicht nur Kunstwerke erstellen, sondern sie anschließend auch animieren, was dank einer einfachen Bedienung selbst für weniger begnadete Künstler kein Problem sein sollte. Im Vordergrund steht dabei weniger das Erstellen von professionellen 3D-Szenen, sondern eher ein praktischer Aspekt. Das Tool richtet sich darum, so erklärt ein Artikel zum Thema, vor allem an Architekten, Lehrer und Designer. Einen Eindruck von der Funktionsweise vermittelt das folgende Video:

Aktuell steht Tvori nur in einer Alpha-Version zur Verfügung; das offizielle Release des Tools ist für den 25. August geplant.

Greenlight VR veröffentlicht Virtual-Reality-Consumer-Research

Bereits seit 2014 untersucht Greenlight VR, was Consumer von Virtual Reality halten. In einem neuen Survey befragte das Unternehmen nun knapp 1.300 in den USA ansässige Consumer zwischen 18 und 60 Jahren zum Thema Virtual Reality. Die Ergebnisse sind dabei eindeutig: VR liegt voll im Trend, gerade auch, was den Bereich Marketing angeht. So gaben 71 Prozent der Befragten an, dass sie Marken, die VR unterstützen, als „forward-thinking and modern“ wahrnehmen; 53 Prozent würden eher von einer Marke kaufen, die VR für sich nutzt. Von Consumern, die bisher noch keine Erfahrung mit VR gemacht hatten, gaben 65 Prozent an, an Virtual Reality interessiert zu sein; 91 Prozent empfanden die in der Umfrage gezeigten Info-Videos zu VR als „positiv“.

Interessant ist auch das Interesse an verschiedenen Use-Cases: Ganz vorn liegt hier der Bereiche Reise, aber auch Entertainment und VR-Filme sowie Live-Events, Home-Design und die Nutzung im Bildungsbereich schnitten bei den Befragten gut ab.

Die Ergebnisse der Virtual-Reality-Consumer-Research-Umfrage stehen auf der Website von Greenlight VR zur Ansicht zur Verfügung; in einem Artikel von Jonathan Nafarrete zum Thema zeigt die zugehörige Infografik alle wichtigen Ergebnisse der Umfrage noch mal auf einen Blick.

Schnellere Content-Produktion fördern: AIS gründet VR Society

Stand in den vergangenen Jahren vor allem die Produktion von Hardware im Fokus des VR-Markts, sieht sich das Jahr 2016 vor allem der Herausforderung „Content-Produktion“ für die neuen Head-Mounted-Displays wie Oculus Rift und HTC Vive gegenüber. Um genau diese Content-Produktion voranzutreiben, hat die Advanced Imaging Society (AIS) nun die VR Society gegründet. Sie soll, so erklärt Peter Graham in seinem Artikel zum Thema, für „research, hands-on seminars, and best practice recommendations to help facilitate the creation of high quality VR content“ sorgen. Abgedeckt werden dabei neben dem Entertainment-Bereich auch die Medien und das Marketing, wofür mit zahlreichen Unternehmen – darunter auch Walt Disney Studios Motion Pictures, Sony Entertainment und Fraunhofer – zusammengearbeitet werden soll.

☆ VR und Entertainment

Virtual Reality erobert auch immer mehr den Entertainment-Bereich. In diesem Abschnitt geht es darum um die aktuelle Entwicklung von VR für Games sowie Film und Fernsehen.

Rise of the Tomb Raider bekommt VR-Mission für PlayStation VR

Bereits Ende letzten Jahres erschien die von vielen Tomb-Raider-Fans erwartete Fortführung der Saga, „Rise of the Tomb Raider“ für die Xbox One und PC. Am 11. Oktober 2016 soll das Spiel auch für die PlayStation 4 unter dem Titel „Rise of the Tomb Raider: 20 Year Celebration“ erscheinen – und bringt auch eine brandneue Mission extra für die PlayStation VR mit. In der „Blood Ties“ genannten Mission können Spieler Croft Manor in der virtuellen Realität unter die Lupe nehmen und es verteidigen – alles in einer „First-Person“-Ansicht, versteht sich. Allzu viele Informationen – insbesondere, was die Steuerung des Spiels angeht – gibt es laut Jamie Feltham noch nicht. So wisse man beispielsweise noch nicht, ob der VR-Modus über die DualShock 4 oder die PlayStation Move Motion Controller bedient werden kann. Man wird sich also noch ein wenig gedulden müssen – spätestens beim ersten Gameplay weiß man mehr.

Star Wars VR-Experience „Trials on Tatooine“ für HTC Vive verfügbar

Bereits vor einiger Zeit hatte ILMxLAB seine experimentelle, cinematische VR-Experience „Star Wars: Trials on Tatooine“ vorgestellt. Nun steht die kurze Virtual-Reality-Experience auf Steam kostenlos für die HTC Vive zur Verfügung. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein komplettes VR-Star-Wars-Game; stattdessen liegt der Fokus eher auf dem cinematischen Erlebnis.

Übrigens wird das wohl nicht die letzte VR-Star-Wars-Experience aus dem Hause ILMxLAB bleiben. So wird bereits am nächsten Virtual-Reality-Projekt gearbeitet, das sich dieses Mal um Darth Vader drehen soll. Mehr Informationen dazu sind allerdings noch nicht bekannt; man wird sich also noch ein wenig gedulden müssen, bis Release-Date und Verfügbarkeit verkündet werden.

DreamWorks Animation arbeitet mit Digital Domain gemeinsam an VR-Film-Experiences

Kaum jemandem dürften die zahlreichen Animationsfilme aus dem Hause DreamWorks unbekannt sein. In Zukunft könnte man Shrek, Kung Fu Panda und Co. auch in Virtual Reality erleben, denn diese Woche gab DreamWorks die Zusammenarbeit mit Digital Domain einem führenden Unternehmen im Bereich Visuelle Effekte – bekannt. Ob und wann die beliebten Charaktere tatsächlich in einem VR-Feature-Film erneut zum Leben erweckt werden sollen, ist zwar noch nicht bekannt, allerdings darf man bereits jetzt gespannt sein, welche VR-Experiences man von dieser Partnerschaft erwarten darf.

☆ VR for Fun

Ein bisschen Spaß darf auch in der Virtual Reality nicht fehlen. Hier stellen wir euch einige unterhaltsame Fundstücke aus allen Themengebieten vor.

„Konrad the Kitten“ – das Virtual-Reality-Haustier

Sei es eine Allergie oder die zu kleine Mietwohnung, die sowieso keine Haustiere erlaubt – nicht jeder, der gerne einen tierischen Freund hätte, kann sich einen solchen ins Haus holen. Die Lösung: virtuelle Haustiere! Spätestens seit dem Tamagotchi – und aktuell durch den massiven Erfolg von Pokémon Go – ist die Haltung von Virtual-Reality-Haustieren voll im Trend. Das macht sich der Haustier-Simulator „Konrad the Kitten“, der für die HTC Vive zur Verfügung steht, zu Nutze. Dabei wird ein Vive-Controller an einem tatsächlich vorhandenen Plüschtier befestigt, das man dann in einer handvoll virtueller Umgebungen bewegen kann.

Aktuell befindet sich der Haustier-Simulator zwar noch in einer frühen Entwicklungsphase, niedlich ist das damit entwickelte Ergebnis trotzdem, wie das folgende Video zeigt:


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