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Photon OS 2.0: VMware baut Containerbetriebssystem weiter aus
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VMware hat Photon OS in der Version 2.0 veröffentlicht. Es bietet Anwendern verbesserte Sicherheits- und Managementfunktionen. Damit baut das Unternehmen weiter an seiner Strategie, um im Rennen rund um Container und Virtualisierung nicht den Anschluss zu verlieren.

Photon OS ist ein Open-Source-Linux-Betriebssystem, das speziell für Container-Implementierungen entwickelt wurde. Es enthält den Docker-Daemon und arbeitet mit Container-Orchestrierungs-Frameworks wie Mesos und Kubernetes. Es unterstützt aber auch die Containerformate Rocket und Garden. Photon OS enthält ein kompaktes, YUM-kompatibles, paketbasiertes Lifecycle-Management-System und unterstützt image-basierte Systemversionierung auf Basis von rpm-ostree. Photon OS kann sowohl auf VMware-Infrastrukturen als auch in einer Public Cloud laufen, einschließlich Google Compute Engine (GCE) und Amazon EC2 und Microsoft Azure.

Das Container-Betriebssystem Photon wurde erstmals im April 2015 vorgestellt. Im Juni 2016 erreichte das Photon-OS-Projekt den Meilenstein der Version 1.0. Es war zuerst als einer der Eckpfeiler der größeren Photon-Plattform gedacht, die eine vollständig Cloud-basierte Plattform für die Bereitstellung und Verwaltung von Containeranwendungen bieten sollte. VMware entschied sich jedoch, die Photon-Plattform einzustellen. Obwohl die Photon-Plattform damit Geschichte ist, bleibt Photon OS bestehen.

Das kam mit Version 2.0

Mit dem 2.0-Update kamen vor allem Verbesserungen in den Bereichen Security und Management. Der optionale sichere Kernel ist entsprechend den Empfehlungen des Kernel Self-Protection Project (KSPP) konfiguriert. Zusätzlich bootet das Betriebssystem jetzt mit Validated Trust. Über das Projekt Lightwave von VMware ist es nun möglich, Benutzer und Gruppen mit AD oder LDAP zu authentifiziert und autorisiert.

Der neue Photon Management Daemon (PMD) ermöglicht die Fernverwaltung einer Photon-Instanz über einen Kommandozeilen-Client (pmd-cli), Python und REST-API-Schnittstellen. Der PMD bietet die Möglichkeit, Netzwerkschnittstellen, Pakete, Firewalls, Benutzer und Benutzergruppen zu verwalten. Der Network Configuration Manager stellt eine Bibliothek mit C-, Python- und CLI-APIs zur Verfügung, die gängige Konfigurationsaufgaben für Netzwerkressourcen vereinfachen, darunter Netzwerkschnittstellen, IP-Adressen, DNS-Server und -Domänen, DHCP DUID und IAID, NTP-Server und andere Service-Management-Operationen.

Native Kubernetes-Binaries sorgen dafür, dass auch die Möglichkeit besteht, Kubernetes-Container auf Basis von Photon OS zu erstellen. Außerdem gibt es ein neues Image für den Einsatz auf Microsoft Azure. Optional können Anwender auch mit weiteren Open-Source-Projekten mit Photon OS arbeiten: neu dabei sind zum Beispiel RabbitMQ und Calico.

Zum Quick Start Guide geht es hier entlang. Photon steht unter der GNU General Public License (GPL) Version 2.

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