VR for Real: Neuigkeiten aus der Welt der Virtual Reality

PlayStation VR mit PC verbinden, Viveport M veröffentlicht & 40 Jahre VR im Film
Keine Kommentare

In unserer Reihe „VR for Real“ informieren wir euch einmal pro Woche über die neusten Entwicklungen, aktuelle Neuerscheinungen im VR-Gaming-Bereich und all das, was sonst noch bei der Arbeit in der virtuellen Realität Spaß macht. Dieses Mal geht es unter anderem um den Start von Viveport M für Mobile Developer, die Verbindung der PlayStation VR mit dem PC und 40 Jahre Virtual Reality im Film.

Auch diese Woche ist das VR for Real vollgepackt mit allerhand Neuigkeiten aus den Bereichen Hardware, Software und Entertainment im Virtual-Reality-Bereich. Und natürlich darf auch ein kleines Fundstück nicht fehlen – und das zeigt, dass Virtual Reality schon seit 40 Jahren in Film und Fernsehen eine nicht zu verachtende Rolle spielt.

☆ Oculus Rift, HTC Vive & Co.

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit VR-Hardware – von Oculus Rift über Samsungs Gear VR bis hin zur HTC Vive.

Valve zeigt neue Controller-Prototypen

Auf den kürzlich zu Ende gegangenen Steam Dev Days hat Valve nicht nur einen neuen Virtual-Reality-Headset-Prototyp gezeigt, sondern auch neue Controller. Auch bei ihnen handelt es sich derzeit noch um einen Prototyp, allerdings sehen sie den Oculus-Touch-Controllern hinsichtlich der Form sehr ähnlich – und damit deutlich bequemer aus als aktuell verfügbare Vive-Controller. Informationen zu den Spezifikationen und der Verfügbarkeit gibt es bisher noch nicht, allerdings kann man davon ausgehen, dass sie denen der Oculus Touch ähneln werden. Mehr Informationen zu Valves neuen Controller-Prototypen gibt es im Artikel von Kyle Melnick.

PlayStation VR mit PC verbinden

Seit knapp einer Woche gibt es die PlayStation VR im Handel – und der Launch von Sony Virtual-Reality-Headset hat deutlich mehr Berichterstattung in den Medien erfahren als die Veröffentlichungen der HTC Vive und Oculus Rift. Davon einmal abgesehen, finden sich im Netz bereits unzählige Tutorials und Tipps und Tricks zur Nutzung der PSVR. Die kann man übrigens auch an andere Devices außerhalb der PlayStation 4 anschließen, um Videostreams für 2D-Gaming im Kinomodus anzuschauen. Wie das geht, zeigt zum Beispiel YouTuber Matownerie in einem kurzem Tutorial, mehr Informationen dazu bietet der zugehörige Artikel von Charles Singletary:

☆ Tools für das VR-Development

Hier bieten wir einen Ausblick auf neue Tools sowie Tipps und Kniffe für die Entwicklung im VR-Umfeld.

HTC veröffentlicht Viveport M für Mobile Developer

Die HTC Vive gehört bei Betreibern von VR-Arcades dank seiner Room-Scale-Technologie zu den beliebtesten Headsets. Auf der Alibaba Cloud Computing Conference hat HTC nun zwei Ergänzungen für das Plattform-Portfolio der HTC Vive vorgestellt: Viveport M und Viveport Arcade. Viveport M steht aktuell als geschlossene Beta für Mobile Developer zum Testen zur Verfügung, soll in Zukunft aber beim leichteren Auffinden von High-Quality-Mobile-VR-Apps und 360-Degree-Videos sowohl im Touchscreen- als auch im VR-Modus behilflich sein.

Viveport Arcade dagegen ist eine VR-Content-Management- und Sales-Plattform, die vor allem für Offline-Experience-Zentren wie VR-Spielhallen gedacht ist. Sie soll es für die Betreiber von VR-Arcades einfacher machen, VR-Content legal zu erwerben. Das ist vor allem in der VR-Arcade-Hochburg China aufgrund staatlicher Restriktionen ein großes Problem. Generell richten sich Viveport M und Viveport Arcade erst mal an den asiatischen Markt, dürften aber ähnlich wie Viveport selbst in Zukunft auch in den USA und Europa verfügbar gemacht werden.

API Conference 2019

Oliver Drotbohm

REST Beyond the Obvious – API Design for Ever Evolving Systems

mit Oliver Drotbohm (Pivotal Software, Inc.)

Arne Limburg

API-Kompatibilität durch Consumer-Driven Contracts

mit Arne Limburg (OPEN KNOWLEDGE GmbH)

HTCs Vive X Accelerator geht in die zweite Runde

Schon im Frühjahr hatte HTC mit seinem Vive X Accelerator Program Startups und Entwickler im VR-Bereich die Möglichkeit gegeben, sich um Investments und Unterstützung bei der Entwicklung zu bewerben. Nun geht die Bewerbungsphase für das Programm in die zweite Runde; noch bis zum 1. Dezember können Interessierte ihre Bewerbung einreichen. Erfolgreiche Unternehmen erhalten die Chance, an einem der Vive-X-Standorte zu arbeiten. Diese befinden sich unter anderem in San Francisco und Peking, für die zweite Runde des Vive X Accelerator Programs sollen bald aber auch europäische Standorte verkündet werden. Mehr Informationen zum Thema bietet ein Artikel von Jamie Feltham; zur Anmeldung geht es auf der Vive-Website.

Microsoft Research: VR-Controller-Prototypen mit neuer Haptic-Technologie

Bisher ist das haptische Feedback von General-Purpose-Controllern auf Vibrations-Feedback begrenzt. Auch Mobile Devices und VR-Controller nutzen Vibrationsmotoren beziehungsweise Linear Actuators, um Usern haptisches Feedback zurückzugeben. Microsoft Research zeigt nun zwei neue VR-Controller-Prototypen, die kinestetisches Feedback per Force-Feedback-Controller in die Virtual-Reality-Umgebung bringen sollen: NormalTouch und TextureTouch. Damit sollen VR-Nutzer Objekte in der virtuellen Realität anfassen und mithilfe der neuen Haptic-Technologien fühlen können.

Der Nachteil: die Controller-Prototypen sind noch sehr groß und geräuschintensiv. Es ist also fraglich, ob und wie sie marktreif gestaltet werden können. Dann aber dürfte die neue Art des haptischen Feedbacks für eine deutlich bessere User Experience bei VR-Content sorgen. Einen Eindruck der VR-Controller-Prototypen bietet das folgende Video:

Steam bekommt adaptives 360-Grad-Video-Streaming

360-Grad-Videos werden zwar immer beliebter, allerdings lässt die Qualität noch sehr zu wünschen übrig. Ein großes Problem ist das Fehlen von Motion-Parallax, allerdings sorgen auch die Auflösung und Streaming-Voraussetzungen noch für Probleme. VR-Videos benötigen eine 8K-Auflösung, allerdings werden die meisten 360-Grad-Videos noch in 4K übertragen, um nicht die Bandbreite der Internetverbindung zu strapazieren. Field of View Adaptive Streaming (FOVAS) soll diese Probleme beheben, indem nur der Content, den der User betrachtet, hochauflösend gestreamed wird, während der Rest in Low-Res übertragen wird. Dreht der User den Kopf, wird automatisch die Schärfe des Bildes angepasst.

FOVAS ist eine Core-Komponente des neuen Steam 360 Video Players, der Anfang nächsten Jahres erscheinen soll. Dank einer Partnerschaft von Valve, Pixvana und Akamai soll Steam 360 Video VR-Filmemachern die Veröffentlichung ihres Contents im Steam Store ermöglichen. Aktuell steht nur eine SPIN-Player-Demo für die Oculus Rift und HTC Vive zur Verfügung, die die FOVAS-Technologie zeigt. Mehr Informationen dazu bietet etwa der zugehörige Artikel von Ned Atkins, das folgende Video zeigt, wie FOVAS funktioniert:

☆ VR und Entertainment

Virtual Reality erobert auch immer mehr den Entertainment-Bereich. In diesem Abschnitt geht es darum um die aktuelle Entwicklung von VR für Games sowie Film und Fernsehen.

Inception – das Netflix der Virtual Reality

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um auf immersiven Content für Head-Mounted-Displays (HDMs) zuzugreifen – zum Beispiel Steam für Videospiele oder Jaunt, Littlstar, NextVR oder Hulu für 360-Grad-Content. Mit Inception geht nun eine neue Plattform an den Start, die das „Netflix der Virtual Reality“ werden will. Inception will seinen eigenen, originalen Content produzieren, aber auch Content von anderen Content-Creators hosten. Zum Start der Plattform sollen User Zugriff auf VR-Experiences wie „Wicked 10th Anniversary Experience for TimeOut London“, ein interaktives Musikvideo von Dimitri Vegas & Like Mike oder „Encounter the Masterpieces“ erhalten. Außerdem arbeitet Inception mit Boiler Room – einer Community von Underground-Musikfans – zusammen, um der Community eine Plattform für ihre Live-Musikevents zu bieten.

Die Inception-App steht aktuell für Android, Samsung Gear VR und Oculus Rift zum Download zur Verfügung; Apps für iOS, HTC Vive und PlayStation sollen bald folgen.

Facebook will Social-VR-Angebot so schnell wie möglich veröffentlichen

Als Facebook Oculus in 2014 aufkaufte, herrschte viel Verwirrung über den Kauf. Mittlerweile hat sich das Virtual-Reality-Unternehmen komplett in Facebook integriert, wie auch die Anfang des Monats zu Ende gegangene Oculus-Connect-Konferenz zeigte. Dort hat Mark Zuckerberg unter anderem die neuen Social-VR-Experiences vorgestellt, die es Usern erlauben sollen, gemeinsam Fotosphären zu besuchen, virtuelle Selfies zu machen oder interaktive Accessoires zur Customization ihrer Avatare zu malen. Ein offizielles Release-Datum gibt es zwar noch nicht, glaubt man allerdings einem Bericht von Ben Lang, dann will Facebook das neue Social-VR-Angebot so schnell wie möglich veröffentlichen. Man darf also gespannt sein, wie es hier weitergeht.

☆ VR for Fun

Ein bisschen Spaß darf auch in der Virtual Reality nicht fehlen. Hier stellen wir euch einige unterhaltsame Fundstücke aus allen Themengebieten vor.

40 Jahre Virtual Reality im Film

Zwar mag sich Virtual Reality erst jetzt dank der Verfügbarkeit von Headsets wie der Oculus Rift, HTC Vive oder PlayStation VR am (Massen-) Markt durchsetzen, allerdings spielt die virtuelle Realität in Büchern, Filmen und TV-Serien bereits seit langer Zeit eine Rolle. Das beweist etwa das folgende Video von Filmemacher und Video-Essayist Rishi Kaneria, in dem er uns auf eine visuelle Reise durch 40 Jahre Filmgeschichte mitnimmt:

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:
X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -