So beliebt und gefragt sind JavaScript, SQL und Co.

Programmiersprachen 2017: Popularität, Arbeitsmarkt und Gehalt
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Beliebtheit ist nicht alles. Anhand diverser Indices und Analysen von Fachportalen, haben wir für Sie eine Übersicht über die derzeitige Programmiersprachenlandschaft mit Fokus auf Popularität, Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt und Durchschnittsgehalt angefertigt.

Popularität: RedMonk, TIOBE & PYPL

RedMonk

Im jüngst veröffentlichten RedMonk Rating behauptet JavaScript seine Führungsposition vor Java. Ob man dabei allerdings von einer schwachen Leistung Seitens Java reden muss? Eher nicht. Immerhin war Java in der gesamten Geschichte des RedMonk Rankings nie auf einem anderen Platz als dem ersten oder dem zweiten.

Interessant ist allerdings das bei Kotlin: Seit Beginn des Jahres konnte die Programmiersprache ganze 19 Plätze gutmachen und steht nun auf Rang 46. Durch Googles Ankündigung, Kotlin zu einer nativen Sprache für die Entwicklung des weltweit meistgenutzten mobilen OS (Android) zu machen, kann allerdings für die Zukunft Größeres erwartet werden.

Das RedMonk Ranking für Juni 2017 / Quelle: RedMonk

TIOBE-Index

Im TIOBE-Index hat sich ebenfalls wenig getan. Java ist nach wie vor Spitzenreiter, gefolgt von C und C++. Erwähnenswert ist allerdings, dass Java mit einem Minus von 6.3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stark geblutet hat. Auch C verliert im Vergleich zum Jahr 2016 rund 5.5 Prozent, während Go über 1.8 Prozent zugelegt hat.

PYPL-Index

Der PYPL-Index setzt weder auf die Daten von GitHub und StackOverflow (RedMonk), noch auf allgemeine Anfragen bei Suchmaschinen (TIOBE), sondern auf einer Google-Trends-Analyse für Tutorials zu den jeweiligen Sprachen. Auch hier ist Java der Platzhirsch, hat allerdings mit Verlusten zu kämpfen, während Go und TypeScript im Vorjahresvergleich jeweils zwei Plätze zugelegt haben. Den prozentual stärksten Zuwachs mit 3,8 Prozent verzeichnet Python. Kotlin hingegen ist nicht im PYPL-Index aufgeführt, was wohl daran liegt, dass so viele Tutorials für die Sprache von JetBrains nicht existieren.

Populär = großer Arbeitsmarkt?

Nachfrage

Wichtig für Entwickler, gerade für Einsteiger und Studenten, ist natürlich die Frage nach dem Arbeitsmarkt: Welche Programmiersprachen werden am meisten gesucht, welche Kenntnisse werden am besten bezahlt? Laut einer Datenerhebung vom Job-Portal jobsQuery, die sich auf immerhin 41224 Stellenausschreibungen stützt, ist SQL die gefragteste Programmiersprache bei Unternehmen.

Dies stimmt auch mit den Ergebnissen des Coding Dojos überein. Das Dojo hatte sämtliche Jobofferten auf Indeed analysiert und herausgefunden, dass SQL dort in mehr als 100.000 Stellenanzeigen gefunden wurde – öfter als jede andere Programmiersprache. Java ist bei Indeed zweiter Platz mit etwa 70.000 Stellenanzeigen, beim Ranking auf jobsQuery ist Java nur auf dem dritten Rang, Zweiter ist JavaScript.

Money, Money, Money

Sucht man einen Job, ist selbstverständlich auch die Frage nach dem Gehalt allgegenwärtig. Das Portal jobsQuery hat hierzu ebenfalls eine Statistik vorgelegt, die das durchschnittliche Jahresgehalt nach Sprachen bzw. Technologien einordnet. Insgesamt kann man sagen, dass das Durchschnittsgehalt aller Sprachen pro Jahr mit 95.087 US-Dollar für Entwickler erfreulich hoch liegt.

Das Jahresdurchschnittsgehalt für Entwickler, geordnet nach Sprachen / Quelle: jobsQuery

Die Grafik zeigt: Haskell-Entwickler können sich möglicherweise über ein Jahresgehalt im Schnitt von 141.164 US-Dollar freuen. Der Haken dabei ist allerdings, dass Haskell in Sachen Popularität sehr niedrig und die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt praktisch kaum vorhanden ist. SQL, der Popularitätssieger, hat mit dem zu erwartenden Durchschnittsgehalt von ca. 100.000 US-Dollar pro Jahr gerade einmal das untere Drittel in diesem Vergleich erreicht. Python sollte an dieser Stelle ebenfalls erwähnt werden: In Sachen Jahresdurchschnittsgehalt rangiert die Sprache auf dem neunten Platz, also im oberen Drittel. Gleichzeitig ist Python, was die Nachfrage angeht, auf dem fünften Rang.

Das Fazit könnte also in etwa so aussehen: JavaScript und Java lohnen sich immer und sind beliebt wie eh und je. Python wird oft übersehen, ist aber eine gute Wahl und Kotlin ist in Sachen Popularität zwar im Kommen, auf dem Arbeitsmarkt spiegelt sich das allerdings noch nicht wider. Haskell-Entwickler sind im Schnitt die am besten Bezahltesten, der Arbeitsmarkt ist allerdings mikroskopisch.

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