TIOBE & PYPL: Zahlen für Dezember sind da

Programmiersprachen-Rankings im Vergleich: Die Top-Programmiersprachen Ende 2019
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Das Jahr 2019 ist fast vorrüber. Zum letzten Mal in diesem Jahr haben uns die Programmierspachen-Indizies TIOBE und PYPL ihre Ergebnisse präsentiert. In Kombination mit dem Fachportal Stack Overflow haben wir eine Übersicht über die Programmiersprachenlandschaft angefertigt. Wir haben uns angesehen, welche Programmiersprachen im Jahr 2019 besonders relevant waren.

TIOBE, PYPL und Stack Overflow – alle drei Ranglisten wollen eine Frage beantworten: Welche ist die meistgenutzte Programmiersprache? Für die Beantwortung dieser Frage bedienen sie sich aber ganz unterschiedlicher Messmethoden. Auch wenn keines der Rankings also für sich genommen Alleingültigkeit beanspruchen darf, so ist doch eines bemerkenswert: Die junge Sprache Go findet sich in allen zwei Indices bereits in der Top 20 wieder.

2019 im TIOBE-Index

Der seit 2001 publizierte TIOBE-Index nutzt als Grundlage seiner Auswertung die Zahl der Treffer für die Suchanfrage + “programming“ in den populärsten Suchmaschinen, wie Google, Wikipedia oder YouTube. Wie die Firma Tiobe Software BV, Herausgeber des Indexes, betont, spiegeln die Ergebnisse also nicht die beste Sprache oder jene mit den meisten Zeilen verfügbaren Code wider, sondern sollen Entwicklern lediglich eine Übersicht über den aktuellen Markt geben und Trends aufzeigen.

Auf dem Siegertreppchen im Dezember finden sich Python auf Platz 3, C auf Platz 2 und Java auf Platz 1. Die drei Programmiersprachen waren schon im letzten Jahr auf den vorderen Plätzen vertreten.

Quelle: TIOBE-Index

Abseits von Evergreen Python, der natürlich den größten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet, ist D die große Überraschung. Mit einem Mehr von 0,42 Prozent katapultiert sich D von Platz 25 (Dezember 2018) auf Platz 18 (Dezember 2019). Zu den Verlierern gehört, gemessen an Prozentpunkten, Visual Basic .Net. Im freien Flug befindet sich allerdings C++, wie die TIOBE-Macher ebenfalls betonen.

Trends bei PYPL

Popularity of Programming Languages, kurz PYPL, verfolgt einen anderen Ansatz als TIOBE. Während TIOBE nach Treffern der Suchanfrage „Sprache+programming“ sucht, wird bei PYPL der Zusatz „Sprache+tutorial“ gewählt. Die Macher begründen das mit einer besseren Vergleichbarkeit der Suchanfragen: Während die Suche „Java programming“ noch sinnvoll wäre, sei dies bei der Suchanfrage „PHP programming“ beispielsweise weniger der Fall, da PHP diesen Zusatz nicht benötige. Fragt man jedoch nach Tutorials, so sei eine Vergleichbarkeit der Treffer gegeben, so die „Experten“.

Quelle: PYPL-Index

Und tatsächlich ergattert Java bei PYPL lediglich den zweiten Platz. Die Siegermedaille geht an die Hype-Sprache Python, während JavaScript auf Platz drei landet. Das Trendbarometer räumt Python den größten Popularitätszuwachs des letzten Jahres ein. Aber auch Kotlin und Go legen zu, ebenso wie Dart. Kotlin legt – nach Python natürlich – mit 0,5 Prozent die größte Steigerung an den Tag. Das mag unter anderem daran liegen, dass Kotlin vor allem in der Mobile-Entwicklung eine besondere Rolle zukommt. Schließlich wurde Kotlin von Google zur bevorzugten Programmiersprache für Android-Apps erkoren.

Programmierpsrachen am Arbeitsmarkt

Wichtig für Entwickler, gerade für Einsteiger und Studenten, ist natürlich die Frage nach dem Arbeitsmarkt: Welche Programmiersprachen werden am meisten gesucht, welche Kenntnisse werden am besten bezahlt? Laut einer Datenerhebung von Stack Overflow, die sich auf immerhin 88.883 Antworten von Entwicklerinnen und Entwickler weltweit stützt, ist Python die gefragteste Programmiersprache (25,7 Prozent). Aber auch JavaScript (17,8 Prozent), Go (15 Prozent) und TypeScript (14,6 Prozent) sind gefragt.

It’s all about the Money

Sucht man einen Job, ist selbstverständlich auch die Frage nach dem Gehalt allgegenwärtig. Wie die Umfrage außerdem zeigt, verdienen Befragte in Deutschland, die mit Scala, Go, Objective-C und Ruby programmieren, am besten. Wer diese Sprachen beherrscht, kann mit durchschnittlich rund 70.000 Euro im Jahr rechnen.

Fazit

Wer Unterschiedliches misst, bekommt auch unterschiedliche Ergebnisse: Aufgrund der verschiedenen Methoden sind die Ergebnisse also nicht eindeutig vergleichbar. Zusammenfassend kann man über die Rankings von TIOBE und PYPL dennoch sagen, dass etablierte Sprachen wie Java, JavaScript oder Python nach wie vor Trend sind, neuere Sprachen wie Julia und Go aber durchaus weitere Beobachtung verdienen.

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