Quantal Quetzal: Ubuntu 12.10 mit OpenStack und Juju Deployment
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In den kommenden Stunden dürfen wir mit Ubuntu 12.10 Codename Quantal Quetzal rechnen. Auf dem Desktop verschwimmen die Grenzen zwischen Web Apps und lokal installierten Apps, sodass sich Twitter oder

In den kommenden Stunden dürfen wir mit Ubuntu 12.10 Codename Quantal Quetzal rechnen. Auf dem Desktop verschwimmen die Grenzen zwischen Web Apps und lokal installierten Apps, sodass sich Twitter oder Gmail an die Startleiste heften lassen. Über den Dash lassen sich fürderhin lokale und Web-Inhalte (auch Bezahl-Angebote im Ubuntu Store) gleichzeitig suchen.

Im Kern hat man den Linux Kernel auf Version 3.5 angehoben, bei dem I/O-System sowie bei der Sicherheit nachgebessert wurde. Python-Programme laufen ab sofort auf Version 3.2.3 statt auf Version 2.0 und gcc liegt in Ubuntu 12.10 in Version 4.7.2 vor. Der X-Server in Version 1.13 soll mit kombinierten Grafiklösungen wie nVidia Optimus oder AMD Hybrid Crossfire besser zurechtkommen.

Der Ubuntu 12.10 Server wurde ebenfalls stark erweitert. Hier warten auf Euch:

  • Das OpenStack Release „Folsom“, das vollständig in Ubuntu Server integriert ist und es erlaubt, dass sich mehrere Ubuntu Server wie eine einzelne Maschine verhalten
  • Juju, das als Deployment-Tool dient und die Installation Eurer Web-Anwendung dank automatisierter Abhängigkeits-Verwaltung zum Kinderspiel machen soll. Besonders in der Private Cloud Umgebung aber auch in Verbindung mit Web-Services wie AWS EC2 soll dies funktionieren. Das integrierte Monitoring hilft dabei, Flaschenhälse auszumachen.

Canonical, das Unternehmen hinter Ubuntu, will Quantal Quetzal für 18 Monate mit Updates versorgen. Die bisherige Version 12.04 Precise Pangolin ist eine LTS-Variante und wird bis ins Jahr 2017 unterstützt.

Nutzer alter Laptops müssen beim Upgrade auf Ubuntu 12.10 aufpassen: Prozessoren ohne physikalische Adress-Erweiterung wie ältere Pentium-M-Prozessoren werden vom Kernel nicht länger unterstützt. Auch bei weiteren Geräten gibt es einiges zu beachten. So werden unfreie Treiber fürderhin in einem gesonderten Reiter installiert, in dem man die Paketquellen selbst nachpflegen muss.

Auch bei der Distribution der Installationsmedien hat Canonical mit Ubuntu 12.10 eine bemerkenswerte Neuerung vollzogen: Es wird für die Desktop-Variante nur noch eine einzige 800 Megabyte große Installations-DVD geben, von der sich sowohl die x86_32- als auch die x86_64-Version installieren lässt. Wann diese jedoch in Deutschland zum Download bereitsteht, ist hoffentlich nur noch eine Frage von Stunden. Bis jetzt hat Ars Technica schon eifrig verkündet, dass Ubuntu 12.10 erschienen sei. Und auch der offizielle Zeitplan sieht das Release für heute vor. Anschließend gelangt Ihr zum Upgrade über:

sudo apt-get install update-manager-core
sudo do-release-upgrade

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