Neue Releases für Mozillas Programmiersprache

Rust 1.2 und Rust 1.3 Beta: Performanceschub und parallele Code-Generierung
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Version 1.2 der Multiparadigmensprache Rust konzentriert sich den Entwicklern zufolge vor allem auf die Verbesserung der Compiler-Performance und führt die parallele Code-Generierung ein. Des Weiteren unterstützt Rust ab sofort die MSVC-Toolchain.

Wie bereits die Beta-Version von Rust 1.2 anhand mehrerer Benchmarks zeigte, konnte die Kompilierungsgeschwindigkeit im Vergleich zu Rust 1.1 um rund 30 Prozent beschleunigt werden. In realen Projekten konnte eine Beschleunigung um den Faktor 1.16 bis 1.62 beobachtet werden. Das Feature zur parallelen Code-Generierung verspricht ein rund 33Prozent schnelleres Bootstrapping auf 4-Kern-Systemen. Auch der Package Manager wurde in Rust 1.2 überarbeitet: So sollen auch hier, insbesondere beim Erstellen eines Build, der keine Rekompilierung erfordert, sowie bei der Nutzung von gemeinsamen Zielverzeichnisse in großen Projekten (was ein cachen gemeinsamer Abhängigkeiten ermöglicht), Performancegewinne zu verzeichnen sein.

Nutzte Rust bislang MinGW, eine Softwareportierung der GNU-Entwicklerwerkzeuge, kommt ab sofort die native Windows-Toolchain (MSVC) zum Einsatz. Last but not least bringt Rust 1.2 einige Sprachänderungen mit sich, wobei vor allem die nun gegebene, vollständige Unterstützung von Dynamically Sized Types hervorsticht.

Rust 1.3 Beta

Die ebenfalls veröffentlichte Beta-Version von Rust 1.3 konzentriert sich auf eine weitere Verbesserung der Performance, die meisten Änderungen finden dabei in der Standard-Bibliothek statt. Des Weiteren unterstützt Rust 1.3 Windows XP, wobei die Hauptmotivation hierfür den Entwicklern zufolge in dem Umstand begründet ist, dass nur so Rust-Code in Firefox möglich ist. Die Rust-Macher unterstreichen in diesem Zusammenhang jedoch ausdrücklich, dass Windows XP dadurch nicht zu einer offiziell unterstützen Plattform wird.

Entwickler vor sich selbst schützen

Der Grundgedanke hinter Rust ist zunächst recht simpel: Rust möchte Entwicklern eine von kritischen Teilen befreite Alternative zu C anbieten. Aus Sicht der Sprachdesigner ist das ersonnene Konzept einfach: Wenn man kritische Funktionen schlichtweg deaktiviert, so kann der Entwickler diese nicht zur Erstellung von unsicherem Code benutzen. C ist unter anderem deshalb so populär, weil es eine direkte Beziehung zwischen geschriebenem Code und resultierendem Maschinenverhalten gibt. Die Einführung von Garbage Collectors und anderen Niedlichkeiten würde an dieser Stelle für Unruhe sorgen – Rust verzichtet auf diese nicht unbedingt nützlichen Errungenschaften der Compilerforschung. Die Unterstellung von Luddismus ist – trotz dieses konservativen Vorgehens – unfair. Rust mag auf den ersten Blick wie C aussehen, ist aber an entscheidenden Stellen trotz allem anders. Neben diversen Kniffen zur Verkürzung des Codes bietet Rust zudem einige Änderungen, die man als Entwickler nicht unbedingt erwartet. Mehr zu Rust erfahren Sie im entwickler.press shortcut „Sprachenkompendium – Vala, Go und Rust“ – erhältlich als Download bei allen großen E-Book-Anbietern.

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