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Rust Foundation gegründet: Microsoft, AWS, Google, Huawei und Mozilla als Board Member
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Das Entwicklerteam um die Programmiersprache Rust gab heute die Gründung der Rust Foundation bekannt. Als Gründungsmitglieder werden mit AWS, Microsoft und Google einige Unternehmen genannt, die Rust schon in zentralen Projekten integriert haben.

Das Core-Entwicklerteam von Rust hat in einer Ankündigung die Gründung der Rust Foundation bekannt gegeben. Im Member Board sitzen neben Mozilla auch Microsoft, Google, AWS und Huawei. Die Mitglieder haben sich verpflichtet, über 2 Jahre hinweg eine Million Dollar jährlich in die Foundation zu investieren. In der Rust-Stiftung sind alle Markenrechte und Infrastruktur-Assets enthalten, einschließlich der Rust community’s crate registry.

Die Ziele der Stiftung

Eine Core-Entwicklerin und Mitglied des Boards formulierte in der Ankündigung als Ziel der Foundation, dass man eine verbesserte Maintainer-Erfahrung und ein gesundes Ökosystem um Rust aufbauen möchte. Damit soll die Community im Zentrum der Stiftung stehen und so möchte man dem Leitspruch auf der offiziellen Website der Sprache (“A language empowering everyone to build reliable and efficient software.“) gerecht werden. Neben den einzelnen Vertretern von AWS, Mozilla, Google, Huawei und Microsoft sitzen auch 5 Mitglieder aus der Rust-Community im Board.

Anlass für die Gründung der Stiftung dürfte vor allem die finanzielle Schieflage von Mozilla – unter dessen Dach Rust ursprünglich designt wurde – aufgrund der Corona-Pandemie gewesen sein. Infolgedessen musste das Unternehmen im vergangen Jahr rund 250 Entwicklerinnen und Entwickler entlassen. In der Community wurde befürchtet, dass Rust nicht mehr unabhängig bleiben könnte.

Die Board Member und Rust

Die Vertreterin von Microsoft sieht durch die Foundation sichergestellt, dass die Community die Geschicke der Programmiersprache weiterhin leiten wird. Microsoft hatte jüngst angekündigt, dass die Win32-API für neue Sprachen geöffnet werden soll, unter anderem für C# und Rust. Gleichzeitig wurde nun angekündigt, ein Rust-Team auf die Beine zu stellen, durch das der Tech-Konzern enger mit der Community zusammenarbeiten möchte.

Der Vertreter von Google im Board drückte die Ziele des Unternehmens deutlicher aus. So möchte man ebenfalls mehr mit der Community arbeiten, um die eigene branchenübergreifende Arbeit effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Er gab auch gleich ein paar Beispiele an, in welchen Bereichen Rust heute schon von Google verwendet wird, unter anderem in Modulen des Betriebssystems Android.

Die Vertreterin von AWS betonte ebenfalls, dass gerade die Community und die dazugehörige Entwicklerkultur sehr wichtig für den Erfolg von Rust sind und bekennen sich zu der Idee dahinter. Auch sie nannte einige Beispiele für Projekte, die mit Rust umgesetzt wurden, unter anderem die Amazon Elastic Compute Cloud.

Wer sich genauer über den Werdegang von Rust informieren möchte, kann sich im offiziellen Blog zu der Sprache die Lieblings-Features der Entwickler aus den vergangenen Jahren anschauen. Die offizielle Ankündigung zur Gründung der Rust Foundation findet sich auf der neuen Website der Stiftung.

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