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TIOBE & PYPL: Zahlen für Oktober sind da

Top 10 Programmiersprachen 2019: Popularität & Gehalt
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Beliebtheit ist nicht alles. Das wissen wir spätestens seit zahlreichen Hollywood-Filmen und -Fernsehserien. Wir haben uns angesehen, ob sich diese Aussage auch auf Programmiersprachen anwenden lässt. Hierfür schielen wir gleich auf zwei Rankings, um herauszufinden, welche Programmiersprache die beliebteste ist. Durch Analysen von Fachportalen, haben wir überdies eine Übersicht über die derzeitige Programmiersprachenlandschaft angefertigt.

TIOBE, PYPL und Stack Overflow – alle drei Ranglisten wollen eine Frage beantworten: Welche ist die meistgenutzte Programmiersprache? Die Ergebnisse über die Popularität von Programmiersprachen, sind stets mit Vorsicht zu genießen. Denn die recht verschiedenen Methoden führen schließlich zu unterschiedlichen Ergebnissen. Auch wenn keines der Rankings also für sich genommen Alleingültigkeit beanspruchen darf, so ist doch eines bemerkenswert: Die junge Sprache Go findet sich in allen drei Auswertungen bereits in den Top 20 wieder.

Groovy im TIOBE-Index

Im jüngst veröffentlichten TIOBE-Ranking behauptet Java seine Führungsposition vor C. Auf Platz drei folgt – wer hätte es gedacht – Dauerbrenner Python. Erwähnenswert ist allerdings, dass Java mit einem Minus von 0,92 Prozent im Vergleich zum Vorjahr etwas geblutet hat. Einen noch größeren Verlust erleidet allerdings C++ mit einem Minus von 1.93 Prozent und macht damit Platz drei für Python frei.

Abseits von Evergreen Python, der natürlich den größten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet, ist Groovy die große Überraschung. Mit einem Mehr von 0,96 Prozent katapultiert sich Groovy von Platz 28 (Oktober 2019) auf Platz 11 (Oktober 2019).

Quelle: TIOBE

Der seit 2001 publizierte TIOBE Index nutzt als Grundlage seiner Auswertung die Zahl der Treffer für die Suchanfrage + “programming“ in den populärsten Suchmaschinen, wie Google, Wikipedia oder YouTube. Wie die Firma Tiobe Software BV, Herausgeber des Indexes, betont, spiegeln die Ergebnisse also nicht die beste Sprache oder jene mit den meisten Zeilen verfügbaren Code wider, sondern sollen Entwicklern lediglich eine Übersicht über den aktuellen Markt geben und Trends aufzeigen.

Trends bei PYPL

Popularity of Programming Languages, kurz PYPL, verfolgt einen anderen Ansatz als TIOBE. Während TIOBE nach Treffern der Suchanfrage „Sprache+programming“ sucht, wird bei PYPL der Zusatz „Sprache+tutorial“ als Grundlage verwendet. Die Macher begründen das mit einer besseren Vergleichbarkeit der Suchanfragen: Während die Suche „Java programming“ noch sinnvoll wäre, sei dies bei der Suchanfrage „PHP programming“ beispielsweise weniger der Fall, da PHP diesen Zusatz nicht benötige. Fragt man jedoch nach Tutorials, so sei eine Vergleichbarkeit der Treffer gegeben, so die „Experten“.

Und tatsächlich ergattert Java bei PYPL lediglich den zweiten Platz. Die Siegermedaille geht an die Hype-Sprache Python, während JavaScript auf Platz drei landet. Das Trendbarometer räumt Python den größten Popularitätszuwachs des letzten Jahres ein.

Quelle: PYPL

Doch auch Kotlin und Go legen besonders zu. Kotlin legt – nach Python natürlich – mit 0,6 Prozent die größte Steigerung an den Tag. Das mag unter anderem daran liegen, dass Kotlin vor allem in der Mobile-Entwicklung eine besondere Rolle zukommt. Schließlich wurde Kotlin von Google zur bevorzugten Programmiersprache für Android-Apps erkoren.

Populär = großer Arbeitsmarkt?

Wichtig für Entwickler, gerade für Einsteiger und Studenten, ist natürlich die Frage nach dem Arbeitsmarkt: Welche Programmiersprachen werden am meisten gesucht, welche Kenntnisse werden am besten bezahlt? Laut einer Datenerhebung von Stack Overflow, die sich auf immerhin 88.883 Antworten von Entwicklerinnen und Entwickler weltweit stützt, ist Python die gefragteste Programmiersprache (25,7 Prozent). Aber auch JavaScript (17,8 Prozent), Go (15 Prozent) und TypeScript (14,6 Prozent) sind gefragt.

Money, Money, Money

Sucht man einen Job, ist selbstverständlich auch die Frage nach dem Gehalt allgegenwärtig. Wie die Umfrage außerdem zeigt, verdienen Befragte in Deutschland, die mit Scala, Go, Objective-C und Ruby programmieren, am besten. Wer diese Sprachen beherrscht, kann mit durchschnittlich rund 70.000 Euro im Jahr rechnen.

Fazit

Wer Unterschiedliches misst, bekommt auch unterschiedliche Ergebnisse: Aufgrund der verschiedenen Methoden sind die Ergebnisse also nicht eindeutig vergleichbar. Zusammenfassend kann man über die Rankings von TIOBE und PYPL dennoch sagen, dass etablierte Sprachen wie Java, JavaScript oder Python nach wie vor Trend sind, neuere Sprachen wie Julia und Go aber durchaus weitere Beobachtung verdienen.

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