Pull Requests selektiver prüfen

Neuerungen für Protected Branches auf GitHub
Kommentare

Protected Branches auf GitHub ermöglichen es, Code vor irreversiblen, problematischen Änderungen zu schützen. Nun wurde diese Funktion weiter verbessert, wodurch das Arbeiten an Projekten mit häufigen Änderungen an Protected Branches bequemer werden soll. Außerdem steht auf GitHub seit kurzem die Möglichkeit zur Verfügung, mit gespeicherten Antworttexten auf Issues und Pull Requests zu reagieren.

Um Änderungen an einem geschützten Entwicklungszweig vorzunehmen, sollten diese zuvor auf ihre Kompatibilität hin überprüft werden. Ist der Code nicht synchron mit dem Base Branche, wird die Zusammenführung nicht durchgeführt. Dann muss zuerst der Base Branch in den zu mergenden Branch eingefügt werden. Dies schützt das Projekt nicht nur vor Problemen beim Mergen, sondern auch vor subtileren Schwierigkeiten mit dem Code, die danach auftreten könnten.

Nicht aktualisierte Pull Requests mergen

Für Teams, die viele Änderungen an Protected Branches vornehmen, kann die Durchführung dieser Status-Checks allerdings recht aufwendig sein. Nicht immer ist hier der Pull Request auf dem neusten Stand; manche Änderungen sollen aber trotzdem durchgeführt werden.

Außerdem besteht der Status-Check aus verschiedenen Überprüfungsschritten, sodass Entwickler einerseits ein Interesse an einem Teil davon haben können, andererseits aber auf die Überprüfung verzichten möchten, ob die Branches up to date sind. Das ist seit neustem möglich. Im Einstellungsmenü des Protected Branch steht nun eine erweiterte Auswahl zur Verfügung, durch die darauf verzichtet werden kann, zu überprüfen ob der einzufügende Code bereits mit dem Master Branch getestet wurde und auf dem gleichen Stand wie dieser ist.

Die neue Option für protected Branches. Urheberrecht: © 2016 GitHub, Inc

Die neue Option für Protected Branches. Quelle: © 2016 GitHub, Inc

Auch hinsichtlich der Frage, wer überhaupt Code in Protected Branches pushen kann, stehen Projekt-Administratoren nun mehr Möglichkeiten zur Verfügung. Repository und Organisations-Administratoren sind immer dazu berechtigt; darüber hinaus kann aber auch einzelnen Nutzern diese Berechtigung zugeordnet werden. Dadurch ist es nun möglich, eine Gruppe dazu berechtigter Mitarbeiter anzulegen, ohne, dass der grundsätzliche Schutz eines Entwicklungszweigs verloren geht.

Wiederholungen vereinfachen

Und für alle, die häufig die gleiche Antwort auf Requests oder Issues geben, hat GitHub gleich noch eine Neuerung im Gepäck: Seit neustem ist es möglich, Antwortvorlagen anzulegen und immer wieder zu verwenden. Dazu müssen die persönlichen Einstellungen geöffnet werden, hier findet sich nun ein Bereich für gespeicherte Antworten, in dem eigene Vorlagen erstellt werden können. Um eine solche Vorlage zu verwenden, kann sie über den Reply-Button ausgewählt werden.

Aufmacherbild: 360b / Shutterstock.com

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -