Versionen mit VersionEye tracken
Kommentare

Twitter und GitHub
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wieso man nicht einfach den Open-Source-Projekten auf Twitter und GitHub folgen soll. Da kriegt man schließlich auch die Information zu neu erschienenen

Twitter und GitHub

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wieso man nicht einfach den Open-Source-Projekten auf Twitter und GitHub folgen soll. Da kriegt man schließlich auch die Information zu neu erschienenen Versionen. Das ist absolut richtig. Allerdings sprechen drei Gründe dagegen:

  1. Es gibt es nicht zu jedem Open-Source-Projekt einen Twitter- oder GitHub-Account.
  2. Information Overload: Auf Twitter werden nicht nur neue Versionen getwittert. Die Twitter-Channels enthalten Updates jeglicher Art und zudem Re-Tweets, an denen man unter Umständen gar nicht interessiert ist. Das Gleiche gilt für GitHub. Wenn man einem Projekt auf GitHub folgt, kriegt man jeden einzelnen Commit mit. Als Anwendungsentwickler ist man aber gar nicht an allen Commits, Forks und Branches interessiert. Vor allem nicht, wenn man 50+ Bibliotheken im Projekt einsetzt. Man ist ausschließlich an fertigen Versionen (Releases) interessiert. Alles andere ist Information Overload.
  3. Auf Twitter und GitHub können Informationen leicht untergehen. Das Kommunikationsmedium Nummer 1 ist immer noch E-Mail. Wir rufen täglich mehrmals unsere E-Mails ab. Und gerade in Unternehmen werden Informationen, die über E-Mails kommuniziert werden, mehr Bedeutung zugemessen als Information über Twitter und GitHub.
Moderne Softwareentwicklung

Moderne Softwareentwicklung bedeutet mit der Zeit gehen und die Tools der Gegenwart einsetzen. Wenn man heute ein neues PHP-Projekt beginnt, dann könnte das wie folgt aussehen: Die Entwickler legen ein Composer-Projekt an und definieren in der composer.json-Datei die gewünschte PHP-Version und die Bibliotheken, die sie im Projekt einsetzen möchten. Die composer.json-Datei könnte wie folgt aussehen:

{ "require": {
    "php": ">=5.3.0", 
    "symfony/symfony": "2.1.2", 
    "monolog/monolog": "1.0.*",
    "stubbles/xml": "2.0.0"
  }
}

Der Packet Manager Composer würde alle Abhängigkeiten auflösen und die Bibliotheken vom zentralen Repository Packagist runterladen und in das Projekt einbinden.

Der Sourcecode würde natürlich auf GitHub gehostet werden. GitHub steht für „Social Coding“ und bietet Entwicklern eine gute Plattform zur Zusammenarbeit. GitHub ist ein modernes Source-Control-System mit einem einfachen Ticket- und Wiki-System. Zurzeit hosten über 2,2 Millionen Menschen über 3,8 Millionen Repositories auf GitHub.

Um nicht ständig nach neuen Updates Ausschau halten zu müssen, würde man das Projekt von VersionEye überwachen lassen. Die Entwickler könnten somit ihre volle Aufmerksamkeit der eigentlichen Entwicklung widmen und würden automatisch über neue Versionen im Projekt informiert werden.

Das fertige Projekt würde natürlich in der Cloud gehostet werden, z: B. bei dem deutschen Cloud-Provider cloudControl [3] aus Berlin. Statt viel Geld und Zeit mit Serverkonfiguration zu verschwenden, wird der Code einfach zu cloudControl gepusht. Der Cloud-Provider baut, konfiguriert und hostet die laufenden Anwendungen. Skaliert wird einfach über einen Schieberegler. NoSQL-Datenbanken, Memcache, SSL und weitere Services können optional als Add-on dazu gebucht werden.

Moderne Softwareentwicklung kommt heutzutage völlig ohne eigene Server aus. Alles, was man braucht, gibt es als Service im Internet.

Ausblick

VersionEye ist noch ein junges Unternehmen. Es lebt vom Feedback der Community. Viele Features, die heute auf der Plattform zu finden sind, waren am Anfang nicht geplant. Weitere Features, die demnächst folgen werden, sind:

  • Ignore-List: Manchmal will man bewusst eine alte Version im Projekt einsetzen und nicht regelmäßig daran erinnert werden, dass es zu der Bibliothek bereits eine neue Version gibt. Für diesen Anwendungsfall wird man bestimmte Bibliotheken im Projekt auf eine Ignore-List setzen können.
  • Standardisierte Changelogs: Eine einheitliche Sicht auf neue Features und Bugfixes in neu erschienenen Versionen.
  • Enterprise-Version: Demnächst wird es VersionEye auch als Enterprise-Variante geben. Damit kann der Service auch im Intranet eines Unternehmens eingesetzt werden. Die Enterprise-Variante wird auch Subversion und Git-Server im Intranet überwachen können. Zudem werden Repository-Server, die im Intranet stehen und keine Open-Source-Bibliotheken enthalten, ebenfalls mitgecrawlt, womit eine vollständige Landkarte aller eingesetzten Bibliotheken erstellt werden kann.

Viele Features existieren nur, weil die Community danach gefragt hat. Auch die Projektüberwachung und die GitHub-Integration waren anfangs nicht geplant, wurden aber auf Wunsch der Community nachträglich implementiert. Wir hoffen weiterhin auf konstruktives Feedback und freuen uns über weitere Nutzer.

Robert Reiz hat von 2000 bis 2005 Informatik an der Hochschule Mannheim studiert. 2008 hat er die PLOIN GmbH gegründet, womit er Ende 2010 seinen ersten Exit hatte. 2011 war er für ein Jahr in San Francisco und hat dort am Internetportal WildGigs mitgewirkt. Seit Anfang 2012 arbeitet er an der SaaS-Lösung VersionEye.
Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -