Welche verschiedenen VR-Experiences bietet Google – und was können sie?

Virtual Reality bei Google
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Virtual Reality scheint das Trendthema 2016 zu sein – und zwar dieses Mal wirklich. So stehen viele Unternehmen mit ihren neuen VR-Headsets in den Startlöchern, egal ob Facebook, Microsoft oder Sony. Ein Name fehlte aber bisher auf der Liste der ganz großen Möchtegern-VR-Marktführer: Google.

Wie gesagt – bisher. Mit Daydream hat Google nun seine eigene Mobile-VR-Plattform vorgestellt, doch das ist längst nicht alles, was Google in Sachen Virtual Reality zu bieten hat. In einem Blogpost im Google-Entwicklerblog hat der Daydream-Product-Manager Nathan Martz nun die einzelnen Bestandteile der Google-VR-Familie vorgestellt, die für klein und groß eine umfassende VR-Experience bieten sollen.

Googles VR-Familie

Daydream ist das neuste Mitglied der VR-Familie von Google. Daneben stehen auch eine Reihe anderer Dienste und Tools aus dem Hause Google zur Verfügung, mit denen sich VR-Content erleben lässt. Dazu gehören:

Google Cardboard

Google Cardboard wurde erstmals 2014 vorgestellt. Das kostengünstige Headset bietet einen leichten Einstieg in die Virtual-Reality-Welt; benötigt werden lediglich das Headset selbst sowie ein Smartphone mit Google-Cardboard-Support. Anders als die neue VR-Plattform Daydream ist Google Cardboard dabei nicht von einer bestimmten Mobile-Plattform abhängig sondern funktioniert unter anderem mit Android und iOS-Devices.

Für Google Cardboard stehen zahlreiche Apps zur Verfügung, die den Nutzer auf die Reise durch virtuelle Landschaften oder in Virtual-Reality-Spielewelten mitnehmen. Gerade durch den geringen Preis konnte sich Google mit Cardboard bereits ein wichtiges Standbein am VR-Markt aufbauen, denn ob Gelegenheitsnutzer sich tatsächlich für ein hochpreisiges Headset entscheiden, ist fraglich.

Übrigens plant Google nicht, Cardboard zugunsten von Daydream aufzugeben: beide Plattformen sollen Teil der VR-Familie Google bleiben. Mehr Informationen zu Cardboard und den verfügbaren Apps finden sich auch auf der Projektwebsite.

Jump

Jump wurde auf der letztjährigen I/O vorgestellt. Dabei handelt es sich vor allem um Kameras und die zugehörige Software, die auf die Zusammenarbeit mit Google Cardboard ausgelegt sind. Mittlerweile kommen die Jump-Geräte etwa bei Medien- und Filmunternehmen zum Einsatz und dienen dort als Devices zum Erstellen von immersiven Videos. Künftig will man auch mit IMAX an der Entwicklung von High-End-Kameras für das Filmen von VR-Kinofilmen arbeiten.

Bereits jetzt lassen sich realistische VR-Videos aufnehmen; benötigt werden dafür sowohl Jump als auch die YouTube-App für Android. Grundsätzlich assembliert Jump 360°-Videos, die Usern eine umfassende Panoramaansicht der Aufnahme vermitteln und so für eine möglichst gute User Experience bei der Nutzung von VR-Content sorgen sollen.

Mehr Informationen zu Jump bietet auch hier die Projektseite in Googles VR-Hub.

Expedition

Ebenfalls auf der I/O 2015 vorgestellt, wurde das Expeditions Pioneer Program. Seitdem haben über eine Millionen Schüler aus über zehn Ländern an dem Programm teilgenommen und konnten so „virtual reality trips to over 200 places including Buckingham Palace, underwater in the Great Barrier Reef [and …] Dubai’s Burj Khalifa, the tallest building in the world“ unternehmen.

Expeditions ist eine speziell für Schulen und Klassenzimmer entwickelte Virtual-Reality-Plattform, für die Google weltweit mit Lehrern und Contentpartnern zusammengearbeitet hat, um über 150 virtuelle Reisen zu erstellen. Schülern wird so eine völlig neue Lernerfahrung präsentiert, die den Lernstoff quasi zum Leben erweckt.

Aktuell bereisen die Expedition-Teams unter anderem Schulen in den USA, Australien, Neuseeland, Großbritannien, Brasilien, Kanada, Singapur, Dänemark, Mexiko und Irland. Dabei bringen sie die benötigte Ausrüstung selbst mit und erklären den Lehrern, wie Expeditions funktioniert. Übrigens ist das Programm für die Schulen kostenlos; es gibt allerdings nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen, die besucht werden können. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Projektseite; dort kann sich auch für das Expeditions-Programm angemeldet werden.

Daydream

Daydream ist die neuste VR-Entwicklung aus dem Hause Google. Die neue Mobile-VR-Plattform wurde auf der diesjährigen I/O-Konferenz vorgestellt und verspricht VR-Experiences für die verschiedensten Bereiche, angefangen von Games bis hin zum Streaming von Mediencontent. Dafür arbeitet Google mit Anbietern wie Netflix oder Spieleunternehmen wie Electronic Arts oder Ubisoft zusammen; außerdem sollen auch die Google-eigenen Plattformen und Dienste, etwa YouTube oder Street View, in Daydream-Versionen zur Verfügung stehen.

Für die Nutzung von Daydream wird neben einem Daydream-fähigen Smartphone auch das zugehörige Headset und der Controller benötigt. Einen ersten Eindruck davon, wie der Controller den User in der virtuellen Realität interagieren lässt, bietet das folgende Video:

Mehr Informationen zur neuen Mobile-VR-Plattform bietet auch der Google-VR-Hub; dort können Entwickler die aktuell verfügbaren SDKs für Daydream auch herunterladen.

Aufmacherbild: Virtual reality glasses, with three-dimensional image leaving the viewer, google’s conceptual idea 3D von Shutterstock / Urheberrecht: SAQUIZETA

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