VR for Real: Neuigkeiten aus der Welt der Virtual Reality

„VR for Impact“-Projekt, IARC-Einstufung für Oculus-Content & VR-Akzeptanz in Deutschland
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In unserer Reihe „VR for Real“ informieren wir euch einmal pro Woche über die neusten Entwicklungen, aktuelle Neuerscheinungen im VR-Gaming-Bereich und all das, was sonst noch bei der Arbeit in der virtuellen Realität Spaß macht. Diese Woche geht es unter anderem um HTCs neues „VR for Impact“-Projekt, die künftige Nutzung der IARC-Einstufung für Oculus-Content und die Akzeptanz von Virtual Reality am deutschen Markt.

Auch diese Woche ist das VR for Real vollgepackt mit allerhand Neuigkeiten aus den Bereichen Hardware, Software und Entertainment im Virtual-Reality-Bereich. Und natürlich darf auch ein kleines Fundstück nicht fehlen. Begeistern könnte das vor allem diejenigen, die schon immer mal wie die ganz großen Drummer der Musikszene ihre Schlagzeugkünste unter Beweis stellen wollten.

☆ Oculus Rift, HTC Vive & Co.

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit VR-Hardware – von Oculus Rift über Samsungs Gear VR bis hin zur HTC Vive.

Stellt Apple in 2017 ein AR- oder VR-Headset vor?

Dass Apple beizeiten ein Augmented-Reality- oder Virtual-Reality-Headset vorstellen wird, steht für viele unumstößlich fest. Die Frage ist nur: Wann? Shuhei Yoshida, Präsident von Sonys Worldwide Studios, ist sich sicher, dass es noch dieses Jahr soweit sein könnte. In einem kurzen Q&A mit Virtual Reality Pop nennt Yoshida die Veröffentlichung eines VR-Headsets aus dem Hause Apple als eine der größten Vorhersagen für 2017. Bisher hat sich Apple nicht in den VR-/AR-Markt eingemischt, allerdings wurden bereits verschiedene Patente seitens Apple angemeldet, die auf die Entwicklung eines entsprechenden Devices hindeuten. Natürlich ist davon auszugehen, dass Yoshida keinen Einblick in die Pläne Apples hat. Allerdings darf man gespannt sein, ob man Ende des Jahres einen Haken hinter seine Vorhersage machen kann.

PaperStick: VR-Controller aus Papier

Virtual Reality ist nicht gerade günstig – zumindest wenn man über Cardboard & Co hinaus immersive Experiences erleben will. Die Rede ist nicht nur vom Headset selbst, sondern auch von den diversen Accessoires, die benötigt werden – zum Beispiel Controller. Um das ganze ein wenig zugänglicher zu machen, hat sich der südkoreanische Entwickler Ko Jong-Min etwas einfallen lassen. PaperStick heißt das Konzept, bei dem man einen VR-Controller aus Papier selbst herstellen kann. Mithilfe von Smartphone-Kameras und Webcams können bestimmte Applikationen den speziell auf dem Papier gedruckten Text tracken und so als trackbaren Controller erkennen. Das folgende Video zeigt, wie das praktisch aussieht:

Was zwar erst mal nach einer kostengünstigen Lösung klingt, hat natürlich einige Einschränkungen. So muss das Papier immer dicht vor die Kamera gehalten werden, damit es als Controller erkannt wird. Schnelle Bewegungen sorgen demnach dafür, dass es nicht mehr richtig getrackt werden kann und der Spieler so aus der immersiven Erfahrung gerissen wird. Hinsichtlich Preis und Convenience ist PaperStick allerdings nicht zu schlagen; wer den Controller zum Selberbasteln ausprobieren will, findet ihn auf der Projektwebsite zum Download.

HTC plant Zertifizierungsprozess für Accessoire-Hersteller

Anfang des Monats hat HTC auf der CES 2017 den neuen Vive Tracker vorgestellt. Das Tracking-Device funktioniert mit zahlreichen Objekten und bietet Accessoire-Herstellern neue Möglichkeiten, diese in VR zu tracken. Wie Ben Lang berichtet, plant HTC nun auch einen offiziellen Zertifizierungsprozess für sogenannte „purpose-built“ VR-Accessoires wie Pistolen, Handschuhe und Schlaghölzern, die auf den Tracker zugreifen. Vermutlich erhalten dann mit dem Tracker kompatible Accessoires einen „Vive Ready“-Badge. Die Voraussetzungen für den Erhalt des Zertifikats sind bisher allerdings noch nicht bekannt; HTC will die Details zum Verkaufsstart des Vive Trackers im zweiten Quartal 2017 bekanntgeben.

D3-U: Fotos in Virtual Reality aufnehmen

Bleiben wir doch noch einen Moment beim Vive Tracker – und den Möglichkeiten, die er für Zubehör-Hersteller bietet. Das Production Studio dotdotdash hat mit der D3-U die erste Kamera vorgestellt, mit der Fotos direkt in der virtuellen Realität aufgenommen werden können. Das Device, das auf dem Vive Tracker aufgebaut ist, bietet unter anderem einen holografischen Viewport und spürbare Steuerelemente, die der User mit den Fingerspitzen bedient. Das folgende Video zeigt, wie die D3-U funktioniert, mehr Informationen zu dem Vive-Accessoire bietet zudem ein Artikel von Kyle Melnick.

API Conference 2019

Oliver Drotbohm

REST Beyond the Obvious – API Design for Ever Evolving Systems

mit Oliver Drotbohm (Pivotal Software, Inc.)

Arne Limburg

API-Kompatibilität durch Consumer-Driven Contracts

mit Arne Limburg (OPEN KNOWLEDGE GmbH)

☆ Tools für das VR-Development

Hier bieten wir einen Ausblick auf neue Tools sowie Tipps und Kniffe für die Entwicklung im VR-Umfeld.

Weniger Jobs für Spieleentwickler – VR-Entwickler werden gesucht

Schlechte Nachrichten für Spieleentwickler: Seit 2014 sinkt laut einer Analyse des Jobportals Indeed die Anzahl der offenen Stelle für Game Developer in den USA stetig. Im Gegensatz dazu boomt aber die Suche nach Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Spieleentwicklern; laut des Berichts von Venturebeat stieg die Anzahl der Suchanfragen nach Jobs in dem Bereich um bis zu 1.500 Prozent. Auch die Anzahl der offenen Stellen stieg deutlich, gerade bei großen Spiele-Entwicklungsunternehmen suche man entsprechend ausgebildetes Personal. Mehr Informationen zum Thema bietet der oben genannte Artikel.

Valve bestätigt Arbeit an SteamVR-Tracking kompatiblen Headsets

In einem AMA (Ask Me Anything) auf Reddit stellte sich vergangene Woche Gabe Newell (Valve-Mitbegründer und -Präsident) den Fragen der VR-interessierten Community. Im Zuge dessen gab zudem Joe Ludwig (ebenfalls Valve) einige spannende Hintergründe in puncto SteamVR-Tracking-System. So soll derzeit an weiteren Head-Mounted-Displays gearbeitet werden, die mit der Tracking-Technologie kompatibel sein sollen. Insgesamt haben sich 500 Unternehmen für die Nutzung der Lighthouse-Technologie angemeldet, sagt Ludwig in seinem Kommentar auf Reddit. Zwar arbeiten nicht all diese Unternehmen auch an VR-Headsets, trotzdem darf man wohl noch in diesem Jahr auf einige neue Lighthouse-kompatible HMDs gespannt sein. Darüber hinaus bestätigte Newell in seinem AMA auch, dass Valve weiter an eigenen Virtual-Reality-Spielen arbeite. Mehr Informationen dazu bieten die Artikel von David Jagneaux und Ian Hamilton.

HTC ruft „VR for Impact“-Projekt ins Leben

Im Rahmen des World Economic Forums in Davos (Schweiz) hat HTC den Start eines zehn Millionen US-Dollar schweren VR-Fonds ins Leben gerufen. Das „VR for Impact“ getaufte Projekt soll für Content und Technologien aufgewendet werden, die einen positiven Einfluss auf die (Um-)Welt nehmen. Damit sollen die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen unterstützt werden. Von dem Fond profitieren sollen vor allem „industry partners and content developers to create experiences that improve awareness, education, and lead to action“. Insbesondere die Entwicklung von VR-Content sowie von Content, der den Vive Tracker nutzt, soll dabei mit von der Partie sein. Mehr Informationen dazu finden sich in einem Artikel von Jonathan Nafarrete; Ideen für das Projekt nimmt HTC auf der zugehörigen Website entgegen.

Akzeptanz von Virtual Reality am deutschen Markt

Virtual Reality erfreut sich am deutschen Markt einer immer größeren Akzeptanz. Das zeigen die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie des Marktforschungsinstituts AP Lellwitz, der Kommunikationsagentur Visibility Communications und des Panel-Anbieters Toluna. Grundsätzlich würde mehr als die Hälfte der Befragten VR-Technologie sofort oder in absehbarer Zeit erwerben – zumindest, wenn der Preis stimmt. So seien 68 Prozent der Befragten bereit, 200 Euro für die Anschaffung eines VR-Headsets plus Zubehör auszugeben; bei einem Preis von 500 Euro sind es nur noch 32 Prozent.

Besonders beliebt ist – wenig überraschend – Entertainment-Content. Neben Gaming sind dabei insbesondere Reisen, Weiterbildungsangebote sowie Online-Shopping-Experiences gefragt. Deutliche Unterschiede gibt es dabei zwischen den Geschlechtern: „Frauen möchten reisen, Männer möchten zocken“, heißt es in der Pressemitteilung. So liegt der Anteil der Männer, die VR für Spiele nutzen wollen, bei 49 Prozent (Frauen: 26 Prozent). Die Nachfrage nach Reisen stößt dagegen bei 54 Prozent der Frauen auf Begeisterung (Männer: 45 Prozent). Für die Umfrage wurden 500 Männer und Frauen ab 18 in Deutschland nach ihren Interessen, Wünschen und Kaufabsichten in puncto Virtual Reality befragt. Die komplette Umfrage kann bei Visibility Communications unter VRStudie@visibilitycommunications.com angefordert werden.

☆ VR und Entertainment

Virtual Reality erobert auch immer mehr den Entertainment-Bereich. In diesem Abschnitt geht es darum um die aktuelle Entwicklung von VR für Games sowie Film und Fernsehen.

Oculus steigt auf IARC-Einstufung um

„We’re committed to helping everyone on the Oculus platform make well-informed purchasing decisions“, heißt es in einem Blogpost im Oculus-Entwicklerblog. Darin kündigt das Oculus-Team an, künftig dieEinstufung nach der International Age Rating Coalition (IARC) für im Oculus Store veröffentlichten Content zu nutzen. So müsse jeder Titel im Oculus Store eine Alters- und Content-Einstufung tragen, die für verschiede Gebiete gleich ist. Das soll die Einstufung des Contents sowohl für Entwickler als auch User vereinfachen. Mehr Informationen dazu bietet der oben genannte Blogpost.

Season Pass für Resident Evil 7 mit PlayStation-VR-Support

Bisher hat die Virtual-Reality-Industrie den Season Pass, der in der Mainstream-Games-Industrie weit verbreitet ist, eher wenig genutzt. Mit Resident Evil 7 erhält nun allerdings eines der gespannt erwarteten Spiele einen solchen Season Pass. Resident Evil 7 bringt insbesondere Support für die PlayStation VR mit; der Season Pass wird derzeit bereits auf Steam gelistet. Mehr Informationen dazu bietet der zugehörige Artikel von Jamie Feltham.

☆ VR for Fun

Ein bisschen Spaß darf auch in der Virtual Reality nicht fehlen. Hier stellen wir euch einige unterhaltsame Fundstücke aus allen Themengebieten vor.

Paradiddle: Schlagzeug-Simulator für VR-Headsets

Wer träumt nicht davon, einmal wie die ganz Großen der Musikszene Schlagzeug zu spielen? Nur leider ist so ein Schlagzeug für die meisten Wohnungen in puncto Lautstärke und Sperrigkeit eher unpraktisch. Nun gibt es bereits verschiedene Möglichkeiten, Instrumente in der virtuellen Realität zu spielen. Mit Paradiddle hat Emre Tanirgan nun aber eine neue VR-Drum-App entwickelt, die vor allem mit Realismus und dynamischen Responses überzeugen soll. Der Schlagzeug-Simulator wird für die HTC Vive und Oculus Rift in Verbindung mit Touch-Controllern entwickelt und soll, so der Bericht von Joe Durbin, in zwei bis drei Monaten im Oculus Store und auf Steam Early Access veröffentlicht werden. Bis dahin empfiehlt sich die Betrachtung des folgenden Videos, in dem Tanirgan zeigt, wie Paradiddle funktioniert – anhand des Pokemon-Themesongs:

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