Googles neue VR-view-Technologie soll User Experience mit immersivem Content anreichern

VR view: Lebensechten Content in Websites und Apps einbinden
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Lebensechte Elemente in Medienform sollen dabei helfen, eine intensivere User Experience zu bieten. Deren Einbindung im Web und Mobile Apps soll nun mithilfe der von Google entwickelten Technologie VR view deutlich erleichtert werden.

Fotos und Videos dienen oft als Erinnerung an spezielle Momente, und auch in Websites und Apps spielen Bilder eine große Rolle. Doch selbst wenn Bilder in bester Qualität eingebunden werden, bleiben sie zweidimensional; das Gefühl, sich direkt am abgebildeten Ort zu befinden, bleibt meist aus. Mit VR view kann darum künftig immersiver Content sowohl im Web als auch auf Android- und iOS eingebunden werden. User können den entsprechenden Inhalt anschließend entweder auf ihrem Smartphone, einem Desktop-Rechner oder mithilfe eines Cardboad-Viewers wie Google Cardboard betrachten.

So funktioniert VR view

Mit VR view können 360 VR-Images oder -Videos sowohl in Websites auf Desktop und Mobile als auch in native Apps für Android- und iOS-Devices eingebunden werden. Die Technologie richtet sich, so erläutert das Entwickler-Team von VR views in der Dokumentation, vor allem an Entwickler traditioneller Apps, um diese mit immersivem Content anzureichen.

Ebenso behandelt VR views eine – durchaus wichtige – Sorge der Entwickler hinsichtlich der limitierten VR-Hardware-Optionen, die aktuell dem Normal-Nutzer zur Verfügung stehen. Dazu erklärt das Entwickler-Team:

Although VR Views support true stereoscopic VR playback through compatibility with Google Cardboard, they default to a simple „magic window“ mode that works on everything from desktop browsers to mobile apps without any special hardware.

Das heißt, dass klassische VR-Devices nicht die Hauptzielgruppe von VR view sind, vielmehr konzentriert man sich mit der Technologie darauf, immersiven Content jedem über das Web oder Mobiles Devices zugänglich zu machen.

Nutzung von VR view

VR view unterstützt alle modernen Browser sowie iOS 8 oder höher und Android 4.4 oder höher. Die genutzten Bilder können entweder als .png, .jpeg oder .gif gespeichert werden; Mono-Images sollten zudem in einem Seitenverhältnis von 2:1, Stereo-Images in einem Seitenverhältnis von 1:1 vorliegen. Für Videos empfiehlt das Entwickler-Team die Speicherung als mp4-Dateien, die mit h264 verschlüsselt werden.

Das Einbinden von VR view funktioniert für Mobile-Plattformen mit dem zugehörigen Android- beziehungsweise iOS-SDK; im Web wird eine VR view wie ein iframe auf der Website eingebunden. Mehr Informationen zur Nutzung von VR view bietet die ausführliche Dokumentation, die Technologie steht Open Source auf GitHub zur Verfügung.

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Virtual-Reality-Content im Browser

Virtual-Reality-Content im Browser darzustellen, wird immer beliebter. In erster Linie liegt der Fokus dabei natürlich auf der Spieleentwicklung, doch auch anderer VR-Content findet dank der kontinuierlichen Weiterentwicklung von entsprechenden Technologien vermehrt den Weg in den Browser. So arbeitet Google gemeinsam mit Mozilla an WebVR, das Anfang März in Version 1.0 erschienen ist. Damit lässt sich Content für Virtual-Reality-Devices erstellen und direkt im Browser darstellen. Ebenfalls aus dem Hause Mozilla stammt das Framework A-Frame, das die Entwicklung von VR-Content für den Browser deutlich vereinfachen soll.

Lesen Sie mehr zum Thema A-Frame.

Während sich WebVR und A-Frame allerdings auf das direkte Erstellen von Content für Virtual-Reality-Devices konzentrieren, fährt Google mit VR view einen anderen Ansatz. So soll mit der Technologien vor allem die User Experience dank ansprechendem visuellen Content um eine interaktive Experience erweitert werden; um „echten“ VR-Content handelt es sich dabei jedoch nicht. Trotzdem könnte, so meint Nathan Martz im Google-Entwicklerblog, VR view einen deutlichen Unterschied für die Nutzung von Medien-Content in Websites und Native Apps machen:

For developers, having immersive elements in their apps and websites can be the difference between meh and magical.

Aufmacherbild: Smiling guy sitting in a chair and using virtual reality headset. Vector flat design illustration von Shutterstock / Urheberrecht: Andrush

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