VR for Real: Neuigkeiten aus der Welt der Virtual Reality

Windows Mixed Reality, Oculus senkt Preise für die Rift & ansteckbare Kopfhörer für die PSVR
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In unserer Reihe „VR for Real“ informieren wir euch einmal pro Woche über die neusten Entwicklungen, aktuelle Neuerscheinungen im VR-Gaming-Bereich und all das, was sonst noch bei der Arbeit in der virtuellen Realität Spaß macht. In dieser Woche geht es unter anderem um die gesenkten Preise der Oculus Rift und Touch-Controller sowie ansteckbare Kopfhörer für die PlayStation VR. Außerdem heißt Windows Holographic jetzt Windows Mixed Reality.

Auch diese Woche ist das VR for Real vollgepackt mit allerhand Neuigkeiten aus den Bereichen Hardware, Software und Entertainment im Virtual-Reality-Bereich. Mit dabei sind unter anderem ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Unity, die geplanten Games für die Oculus Rift und nähere Details zu Rock Band VR.

☆ Oculus Rift, HTC Vive & Co.

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit VR-Hardware und deren Herstellern – von Oculus Rift über die PlayStation VR bis hin zur HTC Vive.

Windows Holographic heißt jetzt Windows Mixed Reality

Im Oktober letzten Jahres kündigte Microsoft seine neue Virtual-Reality-Plattform inklusive VR-Headsets mit Inside-Out-Tracking an. Das Warten auf die ersten Headsets, die von namenhaften Herstellern wie Lenovo, HP oder Acer entwickelt werden, hat nun (fast) ein Ende. Noch im März soll das erste Development-Kit von Acer unter dem Namen Acer Windows Mixed Reality Development Edition Headset erscheinen. Mixed Reality ist hier übrigens das Stichwort: Im Zuge der Ankündigung des ersten Dev-Kits gab Microsoft auf der GDC 2017 auch die Umbenennung seiner Virtual-Reality-Plattform bekannt. Künftig heißt sie Windows Mixed Reality, statt wie bisher Windows Holographic.

Das neue Acer-Headset bringt zwei 90 Hz starke 1440×1440 Panels mit, die im Gegensatz zu Microsofts HoloLens vollständig undurchsichtig sind. Zudem bietet das Headset ein Inside-Out-Tracking-System, das ein genaues Positionstracking ohne zusätzliche externe Sensoren ermöglicht. Darüber hinaus umfasst das Dev-Kit Zugriff auf die Windows 10 Insider Preview Builds sowie das SDK, mit dem Entwickler entsprechende MR-Applikationen erstellen können. Mehr Informationen dazu bietet etwa ein Artikel von Dominic Brennan.

Oculus senkt die Preise für Oculus Rift und Oculus Touch

Preissturz bei der Oculus Rift: Quasi pünktlich zum ersten Jahrestag der Veröffentlichung der Consumer-Version des High-End-Virtual-Reality-Headsets wurde der Anschaffungspreis für das Headset deutlich im Preis gesenkt. Wurden bisher knapp 800 US-Dollar für das Bundle bestehend aus Oculus Rift und den zugehörigen Touch-Controllern fällig, kostet das Ganze jetzt „nur“ noch rund 600 US-Dollar. Auch wer Oculus Touch einzeln erwerben will, muss nicht mehr ganz so tief in die Tasche greifen: Statt bisher 199 US-Dollar, kosten sie nur noch 99 US-Dollar.

Auch auf der europäischen Oculus-Seite sind die Preissenkungen sichtbar: das Rift+Touch-Bundle gibt’s für 708€, Oculus Touch allein für 119€. Wer bisher noch nicht zugeschlagen hat, könnte sich nun eher zum Kauf der Oculus Rift durchringen – und damit genau das Ziel erfüllen, das Oculus mit der Preissenkung anstrebt, nämlich den Zugang zu Virtual Reality erschwinglicher zu gestalten. Alle weiteren Informationen dazu finden sich im zugehörigen Artikel von Jonathan Nafarrete.

PSVR erhält ansteckbare Kopfhörer

Egal welches Virtual-Reality-Headset man auch bevorzugt, es gibt nur wenige Argumente, die gegen die Kopfhörer-Lösung der Oculus Rift spricht. Ein ähnliches Kopfhörer-System soll es nun bald auch für die PlayStation VR geben. Aktuell arbeitet der Peripheriegeräte-Hersteller Bionik an ansteckbaren Kopfhörer für die PSVR, die am Kopfteil des Headsets befestigt und über dessen Standard-Kopfhörerbuchse mit der PSVR verbunden werden. Auf der Produktseite der Mantis genannten Kopfhörer finden sich alle weiteren Informationen; dort sind sie als „Coming Soon“ vermerkt und sollen rund 50 US-Dollar kosten.

Koroutinen in Kotlin

mit René Preißel (eToSquare)

Get native – iOS- und Android-Apps in Java entwickeln

mit Manfred Steyer (SOFTWAREarchitekt.at)

☆ Tools & Co für das VR-Development

Hier bieten wir einen Ausblick auf neue Tools sowie Tipps und Kniffe für die Entwicklung im VR-Umfeld.

Unity 5.6 mit Google Daydream-Support angekündigt

Vergangene Woche fand die GDC 2017 in San Francisco statt. Dort gab es allerhand Ankündigungen, darunter etwa auch vom Hersteller der Spieleentwicklungsengine Unity. So soll am 31. März 2017 mit Unity 5.6 die letzte Version des 5.x-Release-Zweigs erscheinen und noch mal einen ganzen Schwung neuer Features mitbringen. Im Fokus steht dabei etwa der Support für Google Daydream und Google Cardboard; zudem erhält Unity 5.6 mit Progressive Lightmapper ein neues Tool für eine schnellere Iteration und einfacheres Testing von Beleuchtungsszenarios. Darüber hinaus gibt es einen neuen Video-Player sowie nativen Support für das Grafik-API Vulkan.

Auch der Nachfolger von Unity 5.6 hat bereits einen Namen. Die erste Beta von Unity 2017 soll im April erscheinen und ebenfalls eine Reihe neuer Features mit sich bringen. Insbesondere soll sich die neue Unity-Version auch an Nicht-Programmierer, das heißt Designer und Künstler, richten.

Das waren aber nicht die einzigen Neuigkeiten, die Unity und dessen Partner auf der GDC ankündigten. So soll EditorVR weiter verbessert werden; zudem hat Timoni West (Principal Designer for Unity) mit dem XR Foundation Toolkit (XRFT) ein neues Tool-Set vorgestellt. Das Framework soll XR-Entwicklern die Arbeit bei der Entwicklung von immersiven Designs erleichtern und ihnen die „building blocks for interaction and locomotion“ zur Verfügung stellen. Eine erste Open-Source-Beta von XRFT soll in einigen Monaten zum Testen frei gegeben werden. Mehr Informationen dazu bietet ein Artikel von Kevin Eva.

Unreal Engine erhält neuen VR-Editor

Auch von Unity-Konkurrent Unreal gab es auf der GDC 2017 Neuigkeiten. So verkündete der hinter Unreal stehende Hersteller Epic Games, dass am 17. April der neue VR-Editor offiziell an den Start gehen soll. Er soll es Entwicklern ermöglichen, Welten in einer Virtual-Reality-Umgebung zu erstellen und dabei auf die gesamten Möglichkeiten des Editor-Toolsets in Kombination mit speziell für VR-Welten-Erstellung designten Interaktionsmodellen zurückzugreifen. Einen ersten Eindruck vom neuen VR-Editor in Unreal bietet etwa das folgende Video; ausführliche Informationen finden sich auch im Artikel von John Gaudiosi.

NVIDIA stellt Analyse-Tool FCAT VR vor

Analyse-Tools wie etwa NVIDIAs Frame Capture Analysis Tool (FCAT) sollen dabei helfen, die Hardware-Anforderungen für eine gleichbleibend gute User Experience und PC-Performance beim Spielen von ressourcenintensiven Games festzustellen. Mit FCAT VR steht nun eine Weiterentwicklung des Analyse-Tools zur Analyse der PC-Rendering-Performance zur Verfügung. Dazu heißt es in einem Artikel von Paul James:

At its heart, FCAT VR is a frametime analysis tool which hooks into the rendering pipeline grabbing performance metrics at a low level.

Das Tool besteht aus drei Komponenten: dem VR Capture Tool, dem VR Analyser Tool und dem VR Overlay. Damit kann künftig leichter analysiert werden, an welchen Stellen der VR-Rendering-Pipeline es zu Problemen kommt und an welchen Stellen die Performance optimiert werden muss. Alle Informationen zu NVIDIAs neuem Analyse-Tool finden sich im oben genannten Artikel.

Neue VR-Toolbox von MyDream Interactive

Ebenfalls im Rahmen der GDC 2017 hat das in Kalifornien ansässige Entwicklungsstudio MyDream Interactive den Launch einer neuen VR-Toolbox angekündigt. Sie soll es Entwicklern erlauben, Gaming-, Social-Media- und Videocontent in einen einzigen VR-Space zu bringen. Zur Verfügung stehen dabei eine Reihe von Features, etwa die Möglichkeit, den VR-Space mithilfe von Built-In-Rooms und -Requisiten sowie Drag-and-Drop-Funktionalität individuell anzupassen. Ebenso kann mit dem Focus Mode die Immersion und Lesbarkeit verbessert und leicht zwischen einzelnen Screens hin- und hergewechselt werden. Das folgende Video zeigt VR-Toolbox in Aktion:

Mehr Informationen dazu finden sich auch in einem Artikel von Rebecca Hills-Duty. Die VR-Toolbox steht derzeit auf Steam für rund 14 US-Dollar zur Verfügung.

☆ VR und Entertainment

Virtual Reality erobert auch immer mehr den Entertainment- und Bildungsbereich. In diesem Abschnitt geht es darum um die aktuelle Entwicklung von VR für Games, Film und Fernsehen sowie Schule und Studium.

Oculus will pro Monat ein Virtual-Reality-Spiel veröffentlichen

Gaming ist nach wie vor eine der erfolgreichsten Sparten für Virtual-Reality-Content. Das hat auch Oculus erkannt und will in diesem Jahr pro Monat ein neues von Oculus Studios entwickeltes Virtual-Reality-Spiel veröffentlichen. Einige der Spiele wurden bereits letztes Jahr auf der Oculus Connect vorgestellt, doch es gibt auch noch einige weitere neue Games, auf die sich Nutzer der Oculus Rift und der Gear VR in diesem Jahr freuen dürfen. Einen Überblick über alle Games gibt es etwa in einem Artikel von Jesse Damiani.

Harmonix stellen Details zu Rock Band VR vor

Am 23. März soll Rock Band VR für die Oculus Rift erscheinen. Bisher gab es nicht allzu viele Informationen rund um den neuen Titel von Harmonix; insbesondere was das Gameplay und das Punkten angeht, waren noch viele Fragen offen. In einem Video werden einige dieser Fragen nun beantwortet. So gibt es für die VR-Variante des Spieleklassikers einen komplett neuen Spieleablauf und ein neues Punktesystem, die dem Nutzer das Gefühl einer Live-Performance geben sollen. Statt einzelner Buttons werden ganze Akkorde gespielt, die jeweils eine eigene Farbe haben. Alles weitere zu Rock Band VR zeigt das folgende Video sowie der Artikel von Rebecca Hills-Duty:

Orboot Augmented Reality Globus: Neues VR-Lerntool für Kinder

Mit einem Augmented-Reality-Globus Kinder die Welt entdecken lassen – so oder ähnlich könnte die Idee hinter dem Orboot genannten Augmented Reality Globe zusammengefasst werden. Dabei handelt es sich um einen (fast) normalen Globus, der mit einem Smartphone gescannt werden kann, um Zugriff auf zahlreiche AR-Features zu erhalten. Kinder können so spielerisch verschiedene Geschichten zu Monumenten, Musik, Klimazonen oder Tieren entdecken. Das Orboot-Team will das Projekt per Kickstarter finanzieren; schon kurz nach dem Start der Kampagne wurde das Finanzierungsziel von 15.000 US-Dollar erreicht. Sie läuft noch bis zum 5. April, dort finden sich auch noch mal alle Informationen zum Projekt.

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