Die 5 größten Usability-Probleme in Windows 8
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Wenn irgendetwas an Windows 8 kritisiert wird, ist es zumeist die Usability. Microsofts neues Betriebssystem sei zu kompliziert, zu „anders“, zu unübersichtlich und es überfordere den Nutzer – so

Wenn irgendetwas an Windows 8 kritisiert wird, ist es zumeist die Usability. Microsofts neues Betriebssystem sei zu kompliziert, zu „anders“, zu unübersichtlich und es überfordere den Nutzer – so die weit verbreitete Meinung.

Dieser ist der dänische Usability-Experte Jakob Nielsen auf den Grund gegangen. In einer großen Usability-Studie zu Windows 8 hat er 12 erfahrene PC-Nutzer eingeladen, das Betriebssystem auf dem Desktop und auf dem dazugehörigen Surface RT Tablet zu testen. Und auch Nielsens Fazit ist enttäuschend. Die folgenden Probleme sieht er als Hauptgrund für die schlechte Usability von Windows 8:

  1. Der doppelte Desktop überfordert den Nutzer kognitiv, denn er muss lernen, wo sich welche Features befinden und sich im Ernstfall auch intuitiv daran erinnern können. Die Tatsache, dass die beiden Bereiche unterschiedlich funktionieren, sorgt außerdem für eine inkonsistente User Experience.
  2. Aufgrund der Einführung des Vollbildmodus verdient Windows seinen Namen nicht mehr und müsste eigentlich Window heißen. Für die meisten Use Cases, besonders im Webbrowser, sind mehrere Fenster jedoch vonnöten. Fehlen Sie, wird vom Nutzer eine erhebliche Gedächtnisleistung verlangt.
  3. Durch den flachen, authentisch digitalen Stil sind Steuerelemente und Buttons schwerer zu finden – man erkennt ganz einfach nicht mehr, welche Elemente man anklicken kann und welche nicht. Früher wurde das durch optische Erhebungen oder Schattenwürfe deutlich gemacht.
  4. Manche Live Tiles stellen eine Menge an Informationen mitsamt bunter Bilder dar, aber nicht einmal den Namen der dazugehörigen App. So wird es häufig schwer, eine benötigte App überhaupt erst zu finden, besonders dann, wenn man eine große Anzahl davon installiert hat.
  5. Die Charms-Leiste ist zweifelsohne praktisch, doch gilt für sie leider: Aus den Augen, aus dem Sinn. Einige Testteilnehmer haben im Ernstfall ganz einfach vergessen, dass man eine gewünschte Aktion ja mit Hilfe dieser Leiste ausführen könnte.

Insgesamt lautet Nielsens Fazit: Während die Usability von Windows 8 auf Tablets schon die Note Fünf bekommt, ist sie auf dem Desktop einfach nur miserabel. Allerdings hat er die Hoffnung noch nicht aufgegeben, sondern setzt sie komplett in Windows 9. Die meisten Problemfelder könnten nämlich mit einem umfassenden Redesign behoben werden.

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