Die BASTA! 2010 in Mainz – ein persönlicher Bericht (Teil 2)
Kommentare

BASTA! pur
Neben Windows Azure und der Cloud gibt es noch ein Thema, das momentan im Fokus der Microsoft-Aufmerksamkeit steht: Windows Phone 7. Seit Mitte September 2010 steht die finale Version der Windows

BASTA! pur

Neben Windows Azure und der Cloud gibt es noch ein Thema, das momentan im Fokus der Microsoft-Aufmerksamkeit steht: Windows Phone 7. Seit Mitte September 2010 steht die finale Version der Windows Phone 7 Developer Tools zum Download bereit und ermöglicht die Entwicklung von Applikationen für die neue mobile Plattform. Bereits „in den nächsten Wochen“ sind die ersten Geräte in den Läden erhältlich. Passend dazu zeigte Frank Prengel von Microsoft Deutschland in der Eröffnungs-Keynote die Features der neuen mobilen Plattform und berichtete, warum es für Entwickler so wichtig ist, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Windows Phone 7 ist eine wichtige Plattform für Entwickler, da sie eine Ergänzung für die Microsoft-Plattform ist, die man in der Hosentasche bei sich haben und für die Verbindung zur Cloud nutzen kann.

Ganz der Tradition der letzten Jahre verbunden gaben die Sessions der Hauptkonferenz einen Gesamtüberblick über alle relevanten und aktuellen Themen der .NET-Welt. Neben den Schlaglichtern Cloud und Windows Phone 7 wurden auch Neuerungen der „altbekannten“ Produkte, wie Silverlight, WPF und Visual Studio 2010 unter die Lupe genommen. Thomas Claudius Huber, der die erste Session des Silverlight Days bestritt, fragte sich und die Teilnehmer seiner Session beispielsweise ob man mit den neuen Features in Silverlight 4.0 überhaupt ernstzunehmende Geschäftsanwendungen entwickeln kann oder ob das Ganze nicht doch nur Spielerei ist. Dr. Holger Schwichtenberg schaute sich Silverlight als Alternative zu AJAX im Intranet an und Gregor Biswanger lieferte am Ende des Silverlight Days Tipps und Tricks zur Verbesserung der Performance in Silverlight-Anwendungen.

Nach einer durchwachsenen Zugfahrt von Basel nach Mainz kam ich am Montagabend pünktlich zur VIP-Reception an. Die feinen Rindersteaks waren dann auch schnell weg, nachdem ich feststellte, dass ein bekannter, großer WCF-Experte diese genauso gerne isst wie ich. Dienstagmorgen um halb zehn ging es mit meiner Session zu den Neuerungen in WPF 4.0 los. Im Anschluss sah ich mir selbst ein paar sehr interessante Sessions an, unter anderem zu Visual Studio 2010 Light Switch. Am Mittwochmorgen konnte ich mit meiner Session zu Silverlight 4.0 den Silverlight Day eröffnen, woran ich wirklich Spass hatte. Tagsüber gab es noch ein kleines Interview zu Silverlight. Ich unterhielt mich prächtig mit anderen Teilnehmern, Speakern, Ausstellern und den Mitarbeitern von S&S. Die Stimmung insgesamt war aus meiner Sicht bestens, dass Essen einmalig gut und das Event mehr als gelungen. Schade, dass es dann doch wieder so schnell vorbei war. Ich freue mich schon auf die nächste BASTA! im Frühling!Thomas Claudius Huber

Drei Wochen ohne Arbeit, ohne Computer und ja, leider auch ohne Community. So lang dauerte mein diesjähriger USA Urlaub. Direkt einen Tag später war ich bereits auf den Weg zur BASTA!, auf die ich mich bereits im Urlaub gefreut hatte. Es war für mich der Nach-Urlaub mit purer Wissensvermittlung und interessierten Teilnehmern. Etwas mitgenommen hatte mich leider nur die Zeitverschiebung. Am Mittwoch begann dann meine Session „Mehr Speed für Silverlight-Anwendungen“, mit der ersten Frage: „Wer von euch hat Performanceprobleme?“. Es meldeten sich einige Teilnehmer. Jeder hatte in einem ganz anderen Bereich der Silverlight-Anwendung ein Leck. Das schönste für mich war, dass ich für jedes dieser Probleme bereits eine Lösung vorbereitet hatte. Somit war die BASTA! 2010 für mich wieder einmal hoch spannend und ein voller Erfolg. Gregor Biswanger

Den Ausklang der BASTA! übernahmen die PostCon Workshops am Freitag, in denen verteilte .NET-Anwendungen, Anwendungsentwicklung mit Visual Basic 2010 und objektrelationales Mapping mit dem ADO.NET Entity Framework 4.0 behandelt wurden.

Prominenz gesichtet

Auch wenn viele der BASTA!-Speaker schon zur deutschen .NET-Prominenz zu zählen sind, hat in der männerdominierten Szene wohl Lisa Feigenbaum, Community Programm Managerin für Visual Studio und .NET Sprachen von Microsoft, die extra aus Redmond angereist war, den bleibendsten Eindruck hinterlassen. Sie sprach in der Keynote über die neuen Möglichkeiten für C#- und Visual-Basic-Entwickler in Visual Studio 2010. Dazu zeigte sie in einer Live-Demo einige der Neuerungen, wie z. B. Intellitrace und legte den Entwickler die VS 2010 PowerTools besonders ans Herz, mit denen sich die Vorteile der hohen Integration der unterschiedlichen Sprachen in ganzer Breite einsetzen lassen. Zu guter Letzt nutzte sie die BASTA!, um die Verfügbarkeit der CTP für Visual-Basic-Entwickler anzukündigen, mit der es nun möglich ist Windows-Phone-7-Applikationen auch in Visual Basic zu entwickeln.

Ein ganz besonderes Jubiläum konnte Dr. Holger Schwichtenberg auf dieser BASTA! feiern. Er wurde in diesem Jahr zum 20. Mal auf dieser Veranstaltung gesichtet – wer kann das sonst schon von sich behaupten?

Für mich war es eine besondere BASTA!, denn es war das 20. Mal, dass ich dort Vorträge gehalten habe. Seit Anfang 2000 bin ich jedes Mal dabei gewesen – das hat kein anderer Sprecher geschafft. Es ist aber auch schön zu sehen, dass wir einige sehr gute Nachwuchssprecher haben. Mit besonderer Spannung habe ich das Teilnehmer-Feedback zu meinem LightSwitch-Vortrag erwartet, denn an diesem neuen RAD-Werkzeug scheiden sich ja die Geister, auch in der Sprechergemeinde. Eine Umfrage nach meinem Vortrag ergab: Dreiviertel der Teilnehmer sehen Einsatzgebiete für LightSwitch, nur ein Viertel findet es zu unflexibel. Dr. Holger Schwichtenberg

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -