Die fünf gängigsten Mythen bei der Conversion-Rate-Optimierung
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„Optimierung“ heißt an vielen Stellen das Zauberwort bei der Gestaltung einer Website – sei es die Optimierung der Performance, des Designs, die Suchmaschinenoptimierung oder auch die Optimierung der Conversion Rate.

Doch während zwar auf Konferenzen oder in Artikeln über Best Practices bei der Conversion-Rate-Optimierung (CRO) gesprochen wird, gibt es trotzdem verschiedene Mythen rund um das Thema, die für Probleme sorgen können – und die sind nicht immer leicht zu erkennen. Khalid Saleh hat fünf der gängigsten Mythen entlarvt.

Die gängigsten Mythen bei der Conversion-Rate-Optimierung

Wenn es um die Optimierung geht, finden sich Tipps und Guidelines an allen Ecken und Enden. Das Problem dabei ist allerdings folgendes: nur weil eine Methode für ein Unternehmen funktioniert, heißt das noch lange nicht, dass sie sich auch auf die eigene Website übertragen lässt. Die typischen Mythen der Conversion-Rate-Optimierung spiegeln häufig genau diesen Prozess wider. Darum, so erklärt Khalid Saleh, ist es wichtig

to keep an open mind and remember to take a step back to make sure you’re not doing something just for the sake of it.

Doch was sind überhaupt die gängigsten Mythen rund um die Conversion-Rate-Optimierung? Saleh nennt dabei vor allem die folgenden fünf Punkte:

1. Conversion-Optimierungsprozess ersetzt den Testprozess

Blickt man nur einige Jahre zurück, fällt schnell auf, dass das Testen ihrer Websites nicht gerade weit oben auf der Prioritätenliste der Unternehmen stand – obwohl Website-Tests wichtige Einblicke liefern und zu einer erfolgreichen Webseitengestaltung beitragen können. Viele Unternehmen, die die Hilfe von CRO-Experten in Anspruch nehmen, erhoffen sich vor allem Empfehlungen, was sie an der Seite verändern sollen, um mehr Conversion zu generieren. Ein Problem dabei ist allerdings, dass viele die Conversion-Optimierung übermäßig vereinfachen und so den Conversion-Optimierungsprozess mit dem Testprozess gleichsetzen – obwohl Testen nur ein Schritt innerhalb des Optimierungsprozesses ist und mit der Analyse und Problemerkennung einhergeht.

2. Best Practices müssen immer angewandt werden

Best Practices sollen dabei helfen, Änderungen an einer Website vorzunehmen, um sie zum Beispiel userfreundlicher zu gestalten. Nicht immer sind Best Practices aber auch wirklich hilfreich. Einerseits, weil die zur Verfügung stehenden Guidelines ein Mix aus guten und weniger guten Tipps sind, andererseits, weil sie sich nicht automatisch eins zu eins von einer Website auf eine andere übertragen lassen.

3. Die teuerste Test-Software muss es sein

Immer mehr Unternehmen erkennen, wie wichtig das Testen sein kann. Dadurch gibt es immer mehr Software-Optionen zur Durchführung von A/B-Tests oder Multivariant-Tests, die zum Teil erheblich ins Geld gehen können. Natürlich gibt es Unterschiede im Funktionsumfang und dem Anspruch der verschiedenen Optionen, allerdings lassen sich beispielsweise auch mit kostenlosen Paketen wie Google Analytics Content Experiments erfolgreiche Tests durchführen.

4. Mehr Tests sorgen automatisch für eine höhere Conversion-Rate

Viele Unternehmen fordern, dass pro Monat mehrere gleichzeitige Tests durchgeführt werden. Tatsächlich sorgen mehr Tests aber nicht auch automatisch für eine höhere Conversion-Rate. Zudem sorgen mehrere gleichzeitige Tests oft dafür, dass Teile des Conversion-Optimierungs-Prozess untergehen und so nicht der gesamte Erfolg richtig analysiert werden kann – obwohl genau die Marketing-Einblicke, die man durch die Durchführung eines bestimmten Tests gewonnen hat, eines der wichtigsten Instrumente für die Conversion-Rate-Optimierung sind.

5. CRO ist Aufgabe des Design-Teams

Ein besonders großes Hindernis auf dem Weg zu einer erfolgreichen Conversion-Optimierung ist es, wenn man nicht versteht, wie viel Aufwand sie erfordert. Eine weit verbreitete Annahme ist es auch, dass das Design-Team die CRO-Implementierung übernehmen kann, doch tatsächlich benötigt eine erfolgreiche Conversion-Rate-Optimierung ein eigenes Set von Ressourcen anstatt die Arbeit auf andere Teams umzulagern.

Während allerdings in vielen Fällen die genannten Faktoren ein Mythos der guten CRO sind, gibt es aber auch Websites, bei denen sie funktionieren. Für Unternehmen heißt es daher, die Augen aufzuhalten, an welchen Stellen einfach nur blind den Best Practices der Conversion-Rate-Optimierung gefolgt wird, ohne dass sie wirklich von Nutzen für die eigene Website sind. Stattdessen sollte man die gesammelten Daten zur Analyse heranziehen, um an den entsprechenden Stellen Verbesserungen vornehmen zu können.

Aufmacherbild: Word myth made with block wooden letters next to a pile of other letters over the wooden board surface composition von Shutterstock / Urheberrecht: exopixel

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