Der SharePoint Day auf der BASTA! 2012

Die Macht der Business-Plattform
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Microsofts Königsdisziplin ist der Business-Bereich. Und was wäre dieser Bereich ohne eine Zusammenarbeit der Kollegen, ohne den gemeinsamen Austausch, ohne Kontaktaufnahme und geregelte Absprachen? Was wäre er ohne Kollaboration, ja, was wäre er ohne SharePoint? Microsofts Kollaborationsplattform geht in wenigen Monaten in die nächste Runde und so wurde es auch auf der BASTA! 2012 höchste Zeit, einmal über SharePoint 2013 zu reden.

Jedes Mal wenn ein neues Release ansteht, blickt alle Welt gespannt auf die damit verbundenen Neuerungen. Was würde SharePoint 2013 bringen – Kontinuität oder die große Revolution? Auch Daniel Wessels (MicroVation) blickte erwartungsvoll auf die kürzlich erschienene Customer Preview von SharePoint 2013. Hatte er bezüglich des Schrittes von SharePoint 2007 auf 2010 noch gedacht, dass dies wohl das revolutionärste Release aller Zeiten sein müsse, wurde er nun eines Besseren belehrt: Nach eigener Aussage hat er seine altbekannte Plattform in der 2013-er Version kaum wieder erkannt.

Neu sind vor allem die ausführlichen Funktionen aus dem Bereich Social Computing – ein Feld, das in SharePoint 2010 noch sträflich vernachlässigt wurde. Doch mittlerweile wirkt SharePoint fast wie eine Art Facebook, Twitter oder Xing. Jeder registrierte Nutzer kann eine Seite anlegen, dort Informationen über sich preisgeben, Statusmeldungen verfassen und sich mit seinen Kollegen vernetzen. Aufgaben lassen sich innerhalb dieser Profile direkt eintragen, sodass jeder Mitarbeiter auf den ersten Blick erkennen kann, woran seine Kollegen gerade arbeiten. Da SharePoint 2013 Geräte-unabhängig ist, funktioniert das übrigens auch auf dem Smartphone oder dem Tablet.

Das Hauptaufgabenfeld SharePoints ist jedoch auch weiterhin die Kollaboration. Die mächtige Plattform soll sicher stellen, dass diese funktioniert und so reibungslos abläuft wie eh und je. Daher vereinfacht SharePoint 2013 beispielsweise die Integration von Office-Dokumenten. Diese können nun geteilt und anschließend mit den Office Web Apps geöffnet werden – die Freigaben der Dokumente lassen sich individuell verwalten. Aufgrund der großen Beliebtheit von Microsoft OneNote im Business-Umfeld – ein Großteil der im Raum Anwesenden gab an, die Notizzettel-Anwendung zu nutzen – wurde dieser Dienst direkt in SharePoint 2013 eingebaut. Darüber hinaus zeigen eine Timeline und eine Task-Leiste, wer woran und seit wann arbeitet, Diskussionsrunden ermöglichen eine schnelle und unkomplizierte Kommunikation.

Nachdem wir nun so einiges über die neuen Features in SharePoint 2013 gehört haben, möchten wir natürlich auch mit der App-Entwicklung beginnen. Hier kommt uns das Wissen zugute, das uns Fabian Moritz und René Hézser (beide iTaCS GmbH) in ihrer Session „SharePoint 2013 App Development“ vermittelt haben. Eigentlich wollten die beiden über die Entwicklung von Office-Business-Anwendungen reden, aber nach Veröffentlichung der SharePoint 2013 Customer Preview haben sie sich entschieden, dann doch über die App-Entwicklung in der neusten SharePoint-Version zu referieren.

Fabian Moritz über die App-Entwicklung in SharePoint 2013
Fabian Moritz über die App-Entwicklung in SharePoint 2013

Zuerst gaben die Experten eine kurze, allgemein gehaltene Einführung in die Möglichkeiten der App-Entwicklung mit SharePoint. Es gibt drei verschiedene Arten des Hostings: Apps können SharePoint-hosted, Provider-hosted oder Azure-auto-hosted sein – welche Variante darunter die beste ist, muss individuell von App zu App entschieden werden. Deployen kann man die Apps entweder on-premises, im „SharePoint in der Cloud“ Office 365 oder über eine gehostete Installation – das hat sich im Vergleich zur Vorgängerversion nicht geändert.

Um die Apps letztendlich zu entwickeln, gibt es vier verschiedene Tools. Entweder funktioniert das über den Web Browser, den SharePoint Designer, über Visual Studio, welches Erweiterungen im Bereich Solution Development sowie eigene Templates zur SharePoint-App-Entwicklung bekommen hat, oder mit Hilfe von Tools verschiedener Drittparteien. Zur praktischen Demonstration führte René Hézser vor, wie man mit den Napa Office 365 Developer Tools direkt im Browser entwickeln kann. Da diese Art der Entwicklung auf HTML basiert, können so übrigens auch Office-Anwendungen realisiert werden. Damit man die volle Macht der Plattform ausnutzen kann, empfahlen die Speaker, vorrangig mit SharePoint-Standards zu arbeiten.

Diese Standards sind mit der neuen Version nämlich umso mächtiger geworden. So gehört mittlerweile neben den bereits erwähnten VS2012-Projektvorlagen auch der OData- und OAuth-Support dazu. Der Webstandard OAuth definiert Berechtigungen, die entsprechende Kommunikation erfolgt über OData. Neu ist außerdem der REST Support in CSOM. SharePoint 2013 Apps sind robust, Szenarien-basiert, auf den End User ausgerichtet und blicken durch ihre Cloud- bzw. Web-Orientierung auf geradem Wege in die Zukunft.

Und zur Zukunft gehören auch neue Technologien wie jQuery, HTML5 und ECMAScript. Wie sich hiermit SharePoint-Lösungen realisieren lassen, demonstrierte die BASTA!-Session „SharePoint 2013 – jQuery, HTML5, ECMAScript und andere Spielereien“ von Fabian Moritz und Daniel Lindemann (ItaCS GmbH). Bernd Pehlke (Computacenter AG) brachte uns auf den neusten Stand, was die Nutzung des SharePoint Fluent UI angeht und Daniel Wessels ergriff in der letzten Session des Tages erneut das Mikrofon, um über „(Web) Content Management mit SharePoint 2013“ zu referieren.

Eines dürfte uns dieser SharePoint Special Day auf der BASTA! 2012 gelehrt haben: SharePoint ist fit für die Zukunft. Sowohl neue Technologien wie HTML5 und jQuery als auch moderne Ideen wie Social Computing und die zunehmende Kommunikation via Social Networks und Chats greift Microsofts Unternehmens-Lösung auf. Damit steht fest: Die Macht der Plattform ist ungebrochen – möge sie auch mit Ihnen sein.

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