Docker gibt neue Orchestrierungs-Tools frei
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Ab sofort sind drei neue Docker-Orchestration-Tools sowohl von Azure als auch von Hyper-V aus verfügbar. Konkret handelt es sich dabei um die Beta-Versionen von Docker Machine und Docker Swarm (Azure) sowie Docker Machine für Hyper-V. Als drittes Werkzeug geht außerdem Docker Compose an den Start, dass zusätzlich auf Azure verfügbar ist.

Alle drei Tools dienen dem Erstellen und Verwalten von Container-Umgebungen auf verschiedenen Ebenen. Außerdem sollen sie Entwickler und Administratoren dabei unterstützen, eine neue Generation von Applikationen zu verwalten, die aus vielen unabhängigen aber miteinander interagierenden Containern zusammengesetzt seien.

Docker Machine

Docker Machine ist dafür zuständig, die Docker Engines, mit denen die Applikation virtualisiert wird, auf jeden Host zu verteilen – ob in der Cloud oder im eigenen Rechenzentrum. Ein manuelles Einrichten von Docker auf den beteiligten Rechnern ist damit nicht mehr nötig: „There are several advantages to using Docker Machine, including the ability to automate the creation of your Docker VM hosts on any compatible OS and across many infrastructure options,“ erläutert Corey Sanders, Microsofts Director of Azure Program Management.

Der lokale Docker Client kommuniziere dann mit den Docker Engines. Sanders hierzu:

Additionally, Docker Machine provides you the ability to manage and configure your hosts from a single remote client. You no longer have to connect to each host separately to perform basic monitoring and management tasks, giving you the flexibility and efficiencies of centralized devops management.

Machine unterstütze die lokalen oder Remote Provider Amazon EC2, Microsoft Azure, DigitalOcean, Google Compute Engine, OpenStack, Rackspace, VirtualBox und VMware Fusion, vSpehere und einige andere.

Docker Swarm

Auf dem nativen Clustering Service Docker Swarm können die Anwendungen schließlich ausgeführt werden. Das Tool erzeuge automatisch Ressource Pools, aus denen die verteilte Applikation bedient werden kann. Swarm könne zudem mehrere Docker Engines zusammenfassen und als eine virtuelle Docker Engine darstellen und verwalten. Der Prozess dahinter sei unkompliziert: mit wenigen Befehlen lasse sich ein Cluster erstellen, Swarm starten und auf allen Clients die entsprechenden Engines einladen.

Da laut Docker den gesamten Software-Stack hindurch die gleichen Apis genutzt werden, soll es außerdem möglich sein, die Swarm-Anwendungen ohne Konfigurationsaufwand zwischen verschiedenen Docker-Hosts hin und her zu verschieben

Docker Compose

Docker Compose wurde aus Fig (kam durch den Zukauf der Firma Orchard zu Docker) heraus entwickelt und ist in der Version 1.1 verfügbar. Das Tool fasse die einzelnen Komponenten einer Container-basierten Applikation in einer Datei zusammen. Über einen Befehl könne die Applikation dann mithilfe dieser Datei lauffähig zusammengestellt werden. Eine YAML-Konfigurationsdatei beschreibt den gewünschten Stack und seine Abhängigkeiten. So sei es möglich, eine verteilte Applikation binnen Minuten zu kreieren. Docker plane, Compose in Swarm zu integrieren, sodass Swarm den Cluster steuert, während sich Compose auf Applikationsebene um die Orchestrierung kümmert. Wann genau es dazu kommen soll, steht noch nicht fest.

Wer die drei Tools in Aktion sehen will, kann einen Blick auf das folgende Video werfen:

Aufmacherbild: Humpback Whale Breaching von Shutterstock / Urheberrecht: David Ashley

 

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