BASTA! Countdown

Durch Sensoren weiß Windows 8 immer, was los ist
Kommentare

Mit Windows 8 wurden auch die Sensoren des Betriebssystems überarbeitet bzw. erweitert, wodurch sich Entwicklern gänzlich neue Möglichkeiten eröffnen. Welche das sind und was Entwickler zu beachten haben, erklärt Gregor Biswanger (Microsoft MVP für Client App Dev) auf der BASTA! 2013. Im Vorfeld haben wir ihm bereits einige Fragen zum Thema gestellt. 

Windows Developer: Auf der BASTA! 2013 hältst du eine Session mit dem Titel „Sensoren unter WinRT – Damit Windows 8 weiß, was los ist!“. Gib uns doch mal einen kurzen Überblick, welche Sensoren gibt es unter WinRT?

Gregor Biswanger: Man kann erkennen, ob die Umgebung des Windows-8-Geräts hell oder dunkel ist, ob man liegt oder steht, in welche Richtung man sich bewegt oder welche Stelle des Bildschirms man berührt. Es steht so gut wie jeder Zustand des Geräts selbst und der Umgebung via Daten bereit. Um das zu ermöglichen, bietet WinRT die Unterstützung zahlreicher Standard-Sensoren und die Kombination unterschiedlicher Sensoren. Darunter wären Accelerometer, Compass, Gyrometer, Inclinometer, LightSensor, OrientationSensor und viele weitere.

Windows Developer: Einige Sensoren waren bereits unter Windows 7 verfügbar. Inwiefern wurden diese verbessert und welche sind neu hinzugekommen?

Gregor Biswanger: In der Vergangenheit musste man dafür das Windows 7 SDK oder ein API vom Sensor-Hersteller installieren. Der Zugriff selbst war leider nicht standarisiert und wurde immer zum Abenteuer. Das hat sich zum Glück geändert. Mit der neuen Windows Runtime ist es einfacher auf Sensoren zuzugreifen, als es bisher der Fall war. Es gibt für alle Sensoren einen einfachen Standard und somit den gleichen Zugriffsweg. Auch wer keine Windows Store App entwickelt, kann vom .NET Framework aus alle Funktionen der WinRT für Sensoren nutzen. Das macht die Entwicklung um einiges angenehmer.

Windows Developer: Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich daraus für Entwickler?

Gregor Biswanger: Einen großen Vorteil bringt Windows 8 mit sich, denn es läuft nun auf allen gängigen Geräten, darunter auch Ultrabooks, Ultrabook Convertibles und Tablets. Diese Geräte haben die gleichen Sensoren, wie man es von einem gängigen Smartphone gewohnt ist. Werden derartige Sensoren geboten, hat man eine hohe Garantie, dass die eigene App auch auf diesen Geräten ausgeführt wird. Das gab es beim Standard-Computer oder Notebook damals nicht. Man kann somit seinen Fantasien freien Lauf lassen. Als Insider kann ich Startups, die auf Sensoren zugreifen möchten, auf Intel verweisen, denn Intel bietet durch Hardware und Tester kostenfreie Unterstützung für neue Gründer. Bei weiteren Fragen dazu stehe ich gerne per E-Mail zur Verfügung.

Windows Developer: Sind besondere Kenntnisse erforderlich, um die Sensoren unter WinRT anzusprechen? Wie stark ist hier der Weiterbildungsbedarf für Entwickler?

Gregor Biswanger: Es ist wirklich sehr einfach geworden. Dennoch gibt es ein paar Best Practices, die man vorher kennen sollte, um sich mühevolles Herumexperimentieren zu ersparen. Diese verrate ich allerdings erst in meinem Vortrag auf der BASTA! 2013 😉

Windows Developer: Wenn du deiner Fantasie freien Lauf lässt, welches sind die spannendsten Anwendungsszenarien für die Sensoren unter WinRT, die dir einfallen?

Gregor Biswanger: Dazu kann ich sofort meine Lieblings-Windows-Store-App Remember Me Kitty nennen. Dieses Spiel hat einer meiner Teilnehmer auf dem Hackathon in Berlin entwickelt und damit auch den ersten Platz belegt. Die Idee ist absolut genial: Es wird eine Katze abgebildet, die durch eine Bewegung des Geräts in die entsprechende Richtung bewegt wird. Nun muss man das Gerät seinem Mitspieler weiter reichen. Dieser muss die gleiche Bewegung wiederholen und eine neue hinzufügen. Dann wird wieder gewechselt. Das Ganze wird so lange wiederholt, bis jemand den Ablauf der Bewegungen durcheinander bringt. Je mehr Spieler teilnehmen, desto lustiger wird es.

Windows Developer: Vielen Dank für das Gespräch!

© Gregor Biswanger

Gregor Biswanger (Microsoft MVP für Client App Dev) ist freier Consultant, Trainer, Autor und Speaker. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich der .NET-Architektur, agilen Prozessen und XAML. Er veröffentlichte vor kurzem seine DVDs mit Video-Trainings zum Thema „WPF 4.5 und Silverlight 5“, „Windows Store Apps mit XAML und C#“ und „Meine erste Windows 8 App“ bei Addison-Wesley von video2brain. Biswanger ist auch im Auftrag von Intel GmbH als Technologieberater für die Intel Developer Zone aktiv und ist Leader bei der Ingolstädter .NET Developers Group (INdotNET). Sie erreichen Ihn unter seinem Blog dotnet-blog.net

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -