Webseitenoptimierung

A/B Testing: 7 Dos and Dont’s
Kommentare

A/B Testing ist eine häufig angewendete Methode zur Optimierung von Websites. Hier kann man aber einige Fehler machen, die zu einem verfälschten Testergebnis oder gar schlechtem Google Ranking. Hier 7 Dos and Don’ts.

Schwachstellen auf der Website können dem Betreiber buchstäblich teuer zu stehen kommen und vor allem in Online-Shops zu einer schlechten Conversion-Rate führen. Eine Website sollte also immer regelmäßig optimiert werden, doch diese Optimierungsmaßnahmen sollten nie ohne vorheriges Testing durchgeführt werden.

Website optimieren mit A/B Testing

Olaf Brandt, Director Product Management von etracker, gibt zu bedenken: „Die Optimierung der Website ist keine Aufgabe, die man sich einmal im Jahr vornehmen sollte, sondern eine kontinuierliche. Durch Analyse und Testing stellen Websitebetreiber sicher, dass nur erfolgversprechende Maßnahmen umgesetzt werden.“

Eine bewährte Methode zur Seitenoptimierung ist das A/B-Testing. Dabei werden mehrere Webseiten-Varianten an Besucher ausgespielt und die Reaktionen der User gegeneinander getestet. Das klingt einfach, birgt aber einige Fallstricke.

Wildes Testen ohne Strategie

A/B-Tests können im Handumdrehen erstellt werden. Das verführt schnell dazu, dass ohne Strategie gehandelt wird. Marketingverantwortliche sollten daher zunächst das Problem der Website identifizieren, bevor das Testing gestartet wird. Darauf basierend folgt die Formulierung einer Hypothese: „Wenn ein <Problem> durch <Optimierungsvorschlag> verändert wird, erreichen wir eine Verbesserung von <erwartetes Ergebnis>.

Achtung Fehlerteufel

Wenn es an den Launch eines A/B-Tests geht, sollte man darauf aufpassen, dass sich keine Fehler einschleichen, die das Ergebnis verfälschen. Vor dem Release des Tests müssen Marketingverantwortliche noch einmal explizit die Funktionalität der Website sowie die Anzeige der Varianten in unterschiedlichen Browsern und auf diversen Endgeräten prüfen.

Zu hohe Ziele

Was will ich mit der Webseiten-Optimierung erreichen? Bei der Bestimmung des Ziels sollte man nicht zu hoch greifen. Mehr Bestellungen oder Umsatz als Ziel eines A/B-Tests anzugeben, kann den Test verfälschen, denn es wirken einfach zu viele Faktoren auf den Verkauf ein. Es gilt also, auf kürzere Conversion-Ziele zu setzen, sogenannte Mikro-Conversions. Wird im A/B-Test ein neuer Call-to-Action-Button ausprobiert, kann das Ziel der Klick darauf sein.

Duplicate Content würgt SEO-Ranking

Beim A/B Testing werden mehrere fast gleiche Websites ausgespielt – das erzeugt natürlich doppelten Content. Da Google dies nicht gerne sieht, kann ein gutes Suchmaschinenranking durch A/B-Tests schnell zunichtegemacht werden. Damit die Seitenvarianten von Google nicht als Duplicate Content behandelt werden, muss man den Content der Seite dynamisch ändern, so dass der Google-Crawler immer nur die Originalseite durchsucht.

Testing nicht zu schnell beendet

Auch wenn sich nach 100 Testbesuchern schon ein Gewinner des A/B-Tests herauskristallisiert, sollte man den Test nicht gleich abbrechen. Die Datenmenge sollte groß genug sein, um die Gewinner-Variante mit statistischer Signifikanz zu bestimmen. Typischerweise braucht es einige 100 bis 1000 Besucher pro Test, abhängig davon, wie stark sich die Conversion-Rate der Seitenvarianten vom Original unterscheidet.

Aus den Augen aus dem Sinn

Mit jedem Tag, an dem der A/B-Test läuft, büßt der Websitebetreiber Umsatz oder zumindest die definierten Conversion-Ziele ein. Wann aber stoppt man das Testing? Ein A/B-Test kann manchmal schneller ein eindeutiges Ergebnis erzielen, als man vermutet. Ein Autopilot kann dabei helfen. Er erkennt automatisch, wenn es eine eindeutige Gewinnervariante gibt, und spielt diese mehrheitlich aus.

Testing immer mit Segmentierung

In der Regel werden A/B-Tests über alle Kundengruppen gefahren. Allerdings gehen so viele wichtige Informationen über die spezifischen User verloren, die bei der Verbesserung der Website helfen könnten. Man sollte die Ergebnisse immer segmentieren, nach Wiederkehrern, Stammkunden etc. Das ermöglicht auch einen ersten Einblick in mögliche Personalisierungsstrategien. Je nach Besuchergruppe und Verhalten können dann personalisierte Websiteinhalte automatisch ausgespielt werden.

 

Aufmacherbild: Apple and Pear via Shutterstock / Urheberrecht:  ffolas

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -