Mobile Advertising und Werbeblocker

AdBlocker in iOS 9: User mit Second Screen Retargeting trotzdem erreichen
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Im Safari Browser des neuen iOS9 erlaubt Apple nun auch Werbeblocker – ein Problem für die mobile Anzeigen. Mit Hilfe eines Retargeting-Algorithmus können Zielgruppen aber trotzdem noch erreicht werden. Vincent Karachira, CEO von Nextperf, erklärt, wie diese Retargeting-Kampagnen erfolgreich umgesetzt werden können.

Wie kann die kaufkräftige Zielgruppe der Apple-User möglichst effektiv erreicht werden, wenn der Apple-eigene Safari-Browser Ads blockt? Die Lösung: ein komplexer Algorithmus, der es ermöglicht, im Safari-Browser Retargeting-Kampagnen auszuspielen. Effektiver werden die Kampagnen in Kombination mit einer weiteren speziellen Methode, dem Second Screen Retargeting.

Im Fokus: Die Zielgruppe „kreative, digitale Konsumenten“

Aktuell verwenden in Deutschland insgesamt etwa 13 Prozent der Internetnutzer den iOS-Browser Safari, bei Firefox sind es 33 Prozent und bei Chrome 30 Prozent. Für mobiles Surfen auf Smartphones oder Tablets sind es 36 Prozent, die Safari nutzen, bei Chrome ebenfalls 36 Prozent und bei Android 20 Prozent. Dahingegen sind es am Computer und Laptop lediglich sechs Prozent, die mit Safari surfen – im Gegensatz zu Firefox mit 43 Prozent und Chrome mit 29 Prozent.

Das Problem hierbei für Retargeting-Kampagnen: Safari blockiert Third Party Cookies, was für Werbetreibende und E-Commerce-Unternehmen einen enormen Verlust bedeutet. Denn vor allem die Apple-User und damit meistens auch iPhone-Besitzer sind für die werbetreibende Wirtschaft eine wichtige Zielgruppe: kreative Konsumenten, die Wert auf Stil legen, aufs Anderssein (geprägt durch die „Think Different“–Kampagne von Apple) und eben auch bereit sind, für stylische Konsumgüter etwas mehr Geld zu zahlen. Sie sind für die Werbewirtschaft eine hochwertige und interessante Zielgruppe, die aufgrund der Safari-Einstellungen erstmal nicht erreichbar sind.

Die Second Screen Nutzung zum Vorteil kehren

Hinzu kommt, dass User heute parallel zum TV-Konsum surfen. Der Konsum von linearem Programm hat sich zu einer diversifizierten Nutzung zu mehreren Kanälen gewandelt. Auch beim Fernsehen ist das Mobile Device dabei. Aufgrund von Studien ist bekannt, dass 58 Prozent der TV-Zuschauer während der Werbung nicht auf den TV-Bildschirm schauen, sondern sich in dieser Zeit mit ihrem Tablet, Handy oder Laptop beschäftigen.

Dies bietet eine enorme Chance fürs Retargeting: Denn dieser Gruppe der iPhone- und Macbook-User kann nun auch Werbung parallel und abgestimmt zum Fernsehprogramm und zur TV-Werbung eingeblendet werden – dank Second Screen Retargeting. Second Screen Retargeting kombiniert TV-Werbung mit Online-Ads. Hier liegt viel Potential, um die Aufmerksamkeit des Kunden mit einem erhöhten Werbedruck auf dem Laptop und den mobilen Geräten einzufangen, indem die Auslieferung der Retargeting-Kampagne im Zusammenhang mit einem parallel im TV ausgespielten TV-Spot gepusht wird.

Retargeting auf Safari: First Party Cookie und Third Party Cookie

Zurück zur Frage, wie nun aber die Retargeting-Kampagne auf den Safari-Brower kommt: Dafür gibt es beispielsweise das First-Cookie-Verfahren, das zwischen First Party Cookie und Third Party Cookie unterscheidet. Retargeting-Anbieter benötigen dieses Verfahren, um Internet-User zu identifizieren und das Online-Verhalten zu analysieren. Die Technologie erkennt dann automatisch, wenn der Server nicht in der Lage ist, einen First Party Cookie zu setzen und sendet eine Benachrichtigung an den User. Das Gute: Die Konvertierung muss nur einmal vorgenommen werden und reicht für die gesamte Lebensdauer des Gerätes, egal ob Computer, Laptop, Mobiltelefon oder Tablet.

Safari und Second Screen – der Brückenschlag zum Konsumenten

Das Potential der Safari-Nutzer ist groß und endlich kann nun auch diese Zielgruppe angesteuert werden. Unternehmen können damit ihre Conversion Rate enorm steigern. Wenn Werbetreibende außerdem noch auf Second-Screen-Marketing setzen, wird nicht nur die hochwertige Zielgruppe erreicht, sondern noch sehr fein ausgesteuert.

Durch die verbesserten Technologien und deren ständige Optimierung ist es nun möglich, eine noch bessere Aussteuerung der Zielgruppen, ihrer Bedürfnisse und der passenden Preisstrategie vorzunehmen. Auch die Datenanalyse kann hierbei sehr hilfreich sein, sodass immer passendere Displays ausgeliefert werden und die Ansprache zielgerichteter und damit besser verläuft.

Aufmacherbild: Hong Kong, China – July 23, 2011: Macro image of clicking the Safari web browser icon on an iPad screen via Shutterstock / Urheberrecht: ymgerman

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