Politik und Wirtschaft

Aktionsplan für Mobilität 4.0
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BITKOM und DVF geben einen Aktionsplan für Mobility 4.0 heraus. In diesem werden 9 Handlungsempfehlungen gegeben, damit Deutschland in Sachen ITK-Technologie und Mobilität nicht den Anschluss verliert.

Informations- und Kommunikationstechnologien können entscheidend dazu beitragen, den Verkehr auf deutschen Straßen und Schienen künftig sicherer, effizienter und umweltfreundlicher zu machen.

Sicherheit im Verkehr durch Mobilität 4.0

Daher hat der Digitalverband BITKOM in Kooperation mit dem Mobilitätsverband Deutsches Verkehrsforum (DVF) gestern beim Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur einen Aktionsplan zum Thema „Intelligente Mobilität“ eingereicht. In diesem fordern die Verbände zwei Kernkompetenzen, um den Datenverkehr in Zukunft optimal zu gestalten: Mobilitätsdaten müssen besser verfügbar gemacht und die Sicherheit der Daten gewährleistet werden.

Neue Herausforderungen durch vernetzte Verkehrssysteme

In dem gemeinsam erarbeiteten Papier beschreiben der BITKOM und das DVF die Chancen und Herausforderungen, die durch die zunehmende digitale Vernetzung von Verkehrssystemen, die sogenannte Mobilität 4.0, entstehen.  Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim BMVI zu dem Aktionsplan: „Viele Mobilitätsdaten lassen sich sinnvoll nutzen. Sie bieten uns die Chance, intelligente Verkehrssysteme und neue Mobilitätskonzepte zu entwickeln. Der Aktionsplan ‚Intelligente Mobilität‘ weist in diese Richtung. Er bestätigt unseren Kurs einer Open Data-Politik, die den Menschen und der Wirtschaft gleichermaßen nützt.“

„Deutschland darf den Anschluss an das digitale Zeitalter im Mobilitätsbereich nicht verpassen“, meint auch DVF-Geschäftsführer Thomas Hailer, „Wir stehen vor einem Umbruch. Unsere Wirtschaft hat immer noch die Nase vorn, aber es müssen auch physische und rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden, damit sich innovative Mobilitätskonzepte entwickeln können und vermarkten lassen.“

Handlungsempfehlungen des Aktionsplans

In dem Aktionsplan zeigen BITKOM und DVF wie die Mobilität der Zukunft optimiert werden kann und geben neun Handlungsempfehlungen. Zum einen muss die Verfügbarkeit von Mobilitätsdaten verbessert und die Standardisierung vorangetrieben werden. Darüber hinaus muss auch die Akzeptanz bei den Nutzern steigen und die Umrüstung auf intelligente Verkehrswege unterstützt werden.

  1. Mobilitätsdaten verfügbar machen
  2. Datenschutz und Datensicherheit gewährleisten
  3. Bandbreite im Datennetz sicherstellen
  4. Standardisierung vorantreiben
  5. Übergreifende Bezahldienste und Ticketing ausbauen
  6. Akzeptanz beim Nutzer verbessern
  7. Umrüstung der Infrastruktur unterstützen
  8. Rechtsrahmen anpassen
  9. Digitale Grenzen überwinden

Kooperation von Politik und Wirtschaft notwendig

BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder: „Intelligente Verkehrsnetze sind eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass der Industriestandort Deutschland auch künftig konkurrenzfähig bleibt. Darüber hinaus kommen sie allen Verkehrsteilnehmern zugute. Verkehrstelematik macht Mobilität stressfreier, umweltfreundlicher und sicherer. Um diese Chancen zu nutzen, müssen Politik und Wirtschaft nun gemeinsam die Weichen stellen.“

Die Umsetzung des Aktionsplans kann nur in einer gemeinsamen Anstrengung von Politik, Wirtschaft und Verwaltung erfolgen, heißt es weiter. Dabei soll dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eine koordinierende Rolle zukommen.

Das Papier wurde von Experten der Mitgliedsunternehmen beider Verbände erstellt. Es ist unter folgendem Link abrufbar: http://www.bitkom.org/de/publikationen/38338_81692.aspx

Aufmacherbild: Motorway during Rush Hour with a retro vintage instagram filter effect via Shuttock / Urheberrecht: stockfotoart

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