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Amazon treibt Modegeschäft weiter voran
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Immer mehr User kaufen Kleidung bei Amazon. Der Retail-Riese hat dieses Potential erkannt und versucht nun, sich als Fashion-Shop zu etablieren. Doch kann Amazon mit den auf Mode spezialisierten Web-Shops konkurrieren?

Amazon ist mittlerweile in die Riege der Fashion-Retailer aufgestiegen. Jeder siebte Kunde bestellt Mode bei dem Web-Shop-Riesen. Von insgesamt 270 Millionen aktiven Amazon-Usern ist dies eine ganze Menge: 40 Millionen User kaufen Hosen, Shirts und Schuhe in Amazons Fashion-Sektion.

Hierfür hat Amazon hat eine eigene Sub-Seite eingerichtet, die ein speziell auf Mode ausgerichtetes Kauferlebnis bieten soll, so wie es auch die konkurrierenden Fashion-Shops wie Zalando und Co. tun. Die Seite ist in magazinähnlicher Optik gestaltet und die Produkte nach verschiedenen Themenbereichen und Anlässen zusammengestellt. Amazon kommt damit der Erwartung seiner Kunden nach, denn beim Kauf von Bekleidung erwarten diese nicht nur Produktinformationen, sondern auch Vorschläge zu aktuellen Trends oder Kombinationsmöglichkeiten. So wird die Shopping Experience auf Amazon an die der spezialisierten Konkurrenz angeglichen, was eine ebenbürtige Expertise im Fashionbereich suggerieren soll.

Was Amazon den Mode-Spezialisten voraus hat, sind die branchenübergreifenden Cross-Selling Möglichkeiten für die Verkäufer und das damit zusammenhängende umfassendere Shopping-Erlebnis für den Kunden. In der Kategorie „Der Sommer ist da“ werden zum Beispiel neben sommerlicher Bekleidung auch Strandlektüre, Kosmetikprodukte, wasserdichte Digitalkameras und eine Sommerplaylist mit Sommermusik zum Kauf angeboten.

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Screenshot: www.amazon.de/b/ref=de_fashiontrends_tiles_specials_summeressentials?ie=UTF8&node=6583481031

 

Dass Amazon so explizit auf die Mode-Käufer eingeht, zeigt, dass das Geschäft mit Bekleidung durchaus ernst genommen wird. Um das Sortiment ständig zu erweitern und auf dem aktuellen Stand zu halten, hatte das Unternehmen in den letzten Jahren einige kleinere Mode-Retailer aufgekauft, darunter auch den Schuh-Web-Shop Zappos für einen Kaufpreis von 850 Millionen US-Dollar.

Um die Präsenz im Mode-Geschäft weiter zu vergrößern, sponsort Amazon Großevents der Branche, wie die New York Fashion Week. Vor allem großen Marken gegenüber will man sich als Vertriebspartner zeigen und eine attraktive Verkaufsplattform schaffen. Dabei liegen Amazons Vorteile auf der Hand. Der Retailer verfügt über eine gigantische Kundendatenbank sowie eine ausgebaute Shop-Infrastruktur, was für die Marken sicherlich interessant ist.

Amazon kann auf jeden Fall von seiner Vorherrschaft als Online-Shop für allgemeine Waren auch beim Modegeschäft profitieren. Nichtsdestotrotz hat der Retailer noch einige, auf Bekleidung spezialisierte Konkurrenten. Zalando zum Beispiel kommt als führender Mode-Spezialist auf 15 Millionen aktive Kunden. Nicht zuletzt geht es beim Kampf um den Online-Mode-Markt auch um die Präsenz in den Köpfen der Kunden. Noch ist Amazon vielleicht nicht der erste Shop, auf dem nach Kleidung gesucht wird. Etabliert sich der Amazon Fashion-Store aber mit einer besonders breiten Produktpalette und einer guten Shopping-Experience, könnte sich dies ändern.

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Screenshot: www.amazon.de/Trends-Mode-Fashion-Outfit/b?ie=UTF8&node=533912031

 

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