Digital Employer Branding

Die 100 gefragtesten Arbeitgeber auf LinkedIn
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Unter den 100 gefragtesten Unternehmen des LinkedIn Rankings finden sich erstaunlich viele Tech-Unternehmen. Die Aufstellung zeigt auch, dass Digital Employer Branding immer wichtiger wird.

LinkedIn hat ein Ranking der 100 gefragtesten Arbeitgeber veröffentlicht. Die Bewertung basiert auf den Suchanfragen der User und Interaktionen der LinkedIn-Mitglieder mit den entsprechenden Unternehmen. Dabei kann es sich beispielsweise um einen Besuch auf der entsprechenden Profilseite handeln oder eine Stellenausschreibung. In der Liste finden sich Unternehmen aus insgesamt 17 Ländern und 59 Städten – mit dabei aus Deutschland sind Adidas und Bayer.

Tech-Unternehmen als gefragte Arbeitgeber

Die ersten Ränge sorgen für wenig Überraschung. So führt Google als gefragtester Arbeitgeber auf dem ersten Platz, gefolgt von Apple und Unilever. Auf Platz 4 bis 6 folgen Microsoft, Facebook und Amazon. Auch airbnb, Spotify und Uber sind unter den Top 100.

Auffällig ist, dass die ersten Plätze fast ausschließlich von Tech-Unternehmen belegt werden. Dieser Trend zieht sich durch das gesamte Ranking. Das liegt wohl vor allem an dem hohen Status, den die Technologien für junge Arbeitnehmer haben, denn diese sind es vor allem, die Portale wie LinkedIn zur Job-Suche nutzen.

LinkedIn gibt neben dem Rang die Top-Skills an, über die die Mitarbeiter der verschiedenen Unternehmen am häufigsten verfügen. Auch hieraus lassen sich interessante Rückschlüsse ziehen. Know How bezüglich „Algorithms“ und das netzwerkbasierte Programmieren mit „Distributed Systems“, scheinen vor allem für Google, Apple und, Yahoo Mitarbeiter wichtig zu sein. Adobe setzt verstärkt auf SaaS (System as a Service) und Cloud Computing während bei Startups wie Uber und Airbnb vermehrt Social Media Skills auf der Fähigkeiten-Liste der Angestellten stehen. Die Jung-Unternehmen, deren Zielgruppe in den sozialen Netzwerken anzutreffen sind, setzen scheinbar verstärkt auf Social-Media-Marketing.

LinkedIn hat die Ergebnisse der Datenerhebung in einer Infografik zusammengefasst, die hier eingesehen werden kann.
Die vollständigen Ergebnisse sind auf dieser Sub-Site zu finden.

Unternehmen betreiben Digital Employer Branding

Arbeitnehmer suchen nach Unternehmen. Dies zeigt eine ganz neue Perspektive des Recruitings auf. Es scheint also immer wichtiger zu sein, auch als Unternehmen für die Arbeitnehmer sichtbar zu sein und so deren Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das gilt vor allem in der Tech-Branche, in der Berufe wie Developer Mangelware sind und die Unternehmen um die IT-Fachkräfte werben und nicht umgekehrt. Das Active Sourcing geht also in diesem Falle nicht von den Unternehmen aus, sondern von den Arbeitnehmern, die sich die besten Unternehmen und Stellenangebote aussuchen können.

Um sichtbar zu sein, müssen Unternehmen sich als attraktive Arbeitgeber präsentieren. Google macht dies im großen Stil, so ist bekannt, dass es hier bunte Fahrräder, Basketballplätze und kostenlose Verpflegung für die Mitarbeiter gibt.

Aber auch für kleinere Unternehmen gibt es verschiedene Möglichkeiten der Selbstdarstellung. Das geht am besten im Web mit den verschiedenen Möglichkeiten des Digital Employer Branding. Hier hat zum Beispiel die Bahn kürzlich eine große Werbekampagne in eigener Sache gestartet und eine Karriere-Website gelauncht, die rein der Präsentation der beruflichen Möglichkeiten dient. Auch unkonventionelle Mittel, wie Spotify-Playlists der Bahn-Auszubildenden sollen für die Image-Kampagne zum Einsatz kommen.

Siehe auch: Bewerbung bei der DB – viele IT-Jobs frei

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