Datei-Formate

Die gängigsten E-Book Formate
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Nicht jeder E-Book Reader kann alle Datei-Formate öffnen. Daher muss man immer darauf achten, in welchen Formaten man die E-Books runterlädt bzw. publiziert. Manche Formate verschlüsseln die Inhalte zusätzliche noch, so dass auch hier immer die Gefahr besteht, dass der Reader die Datei zwar eigentlich öffnen kann, das Buch aber trotzdem nicht anzeigt.

EPUB

Das Format EPUB ist das gängigste E-Book Format. Der offene Standard wird von fast allen Readern unterstützt, so zum Beispiel Tolino Shine, Sony Reader und Kobo. Auch auf dem iPhone und iPad lassen sich E-Books in diesem Format öffnen. Leider stellt sich nur Amazon quer und so kann man die EPUB Dateien nicht mit den Kindle Readern öffnen.

Das EPUB-Format basiert auf XHTML und XML und kann viele verschiedene Textformatierungen anzeigen und auch Multimedia-Inhalte wie Bilder oder Musik wiedergeben. Darüber hinaus es ein dynamisches Format, das heißt EPUB Bücher können sich an die verschiedenen Bildschirmgrößen anpassen. Die meisten E-Books im EPUB Format haben eine zusätzliche DRM-Verschlüsselung. Die verschlüsselten Dateien können leider nicht in andere Formate konvertiert werden.

AZW / Amazon Kindle

Amazon hat für seine Kindle-Reader ein eigenes Dateiformat auf dem Markt gebracht. Das AZW-Format ist eigentlich eine stark komprimierten MOBI-Datei und kommt auch mit einer eigenen DRM-Verschlüsselungs-Technologie.

Damit man die AZW E-Books auch auf Smartphones und Tablets öffnen kann, muss man sich die Amazon Kindle-App herunterladen, in der man die Texte dann anzeigen kann und auch für Desktop PCs gibt es eine spezielle Lesesoftware.

MOBI / MobiPocket

Dieses Format wird vom MobiPocket Reader genutzt. Die E-Books können mit der MobiPocket Lese-Software geöffnet werden, die auch auf die gängigsten Smartphones und PDAs installiert werden kann. Was das Anzeigen von Tabellen und Bildern angeht, da stößt MOBI allerdings an seine Grenzen, denn das Format passt sich nicht an verschiedene Displaygrößen an und lässt sich auch nicht manuell skalieren. Dies ist auch der Grund dafür, dass dieses Datei-Format abseits von Kindle-Geräten mittlerweile nicht mehr so häufig verwendet wird.

DRM-Verschlüsselung

Die E-Books, die man im Store kaufen kann, sind häufig mit einem eingebauten Kopierschutz versehen, dem DRM (Digital Rights Management). Dieses funktioniert folgendermaßen: Die Datei wird für einem bestimmten User autorisiert und kann so nur noch auf einer bestimmten Anzahl an Readern gelesen werden. Manchmal muss man sogar noch die ADE Software (Adobe Digital Editions), um ein E-Book für ein Lesegerät freizugeben. Dies entfällt aber normalerweise, wenn man die Datei direkt über den Reader erwirbt.

Dateiformate konvertieren

Die Kindle-Reader von Amazon unterstützen wie schon gesagt EPUB nicht. Das ist besonders ärgerlich, handelt es sich doch dabei um das populärste Datei Format. Der Online-Shop-Riese will damit wohl die eigenen E-Book-Verkäufe in dem Amazon-Format AZM ankurbeln. Wer aber trotzdem EPUB-Romane auf dem Kindle öffnen will, der muss das Dateiformat konvertieren. Das geht zum Beispiel mit Calibre. Dieses Programm ist zum einen eine Datenbank, in der Alle E-Books abgespeichert und verwaltet werden können. Zum anderen lassen sich alle Dateien in die verschiedenen Formate umwandeln.

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