Mobile Payment

E-Commerce: Mobile Payment wächst
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Das Vertrauen in M-Payment wächst, das zeigen steigenden die Zahlen des Mobile Payment Index. Je nach Ware greifen die User lieber auf Smartphones oder Tablet zurück.

Vertrauen in Mobile Payment wächst

Es werden immer mehr Bankgeschäfte und Bezahlvorgänge über mobile Endgeräte erledigt. Das zeigt nicht nur einen Anstieg der mobilen Internetnutzung sondern auch ein langsam wachsendes Vertrauen in Mobile Payment. Der Mobile Payment Index von Zahlungsdienstleister Adyen erscheint einmal im Quartal und basiert auf den Online-Transaktionsdaten von Adyen. Seit der Erstveröffentlichung des Mobile Payments Indexes im Juni 2013 macht mobiles Bezahlen erstmals mehr als ein Viertel aller weltweit getätigten Online-Zahlungen aus.

Ganze 25,8 Prozent aller Online-Zahlungen wurden im letzten Quartal über mobile Endgeräte abgewickelt. Das bedeutet einen Zuwachs von 11 Prozent, verglichen mit dem dritten Quartal 2014 (23,3 Prozent), und einen Anstieg von 37 Prozent gegenüber demselben Zeitraum 2013 (18,8 Prozent). Im Dezember 2014 wurde dabei mit 26,6 Prozent der höchste Anteil an mobilen Zahlungen registriert. Aber auch im November lag die Quote mit 26,1 Prozent nur knapp darunter. Hier haben wohl das Weihnachtsgeschäft und traditionelle Shopping-Tage wie Black Friday und Cyber Monday ihr übriges dazu getan.

Mobile als Hauptvertriebsweg

„Der Erfolg der Unternehmen, die auf das „mobile only“-Erlebnis setzen, wird über alle Branchen hinweg deutlich, sei es im Einzelhandel, beim Ticketing, im Gaming oder bei digitalen Gütern. Für viele Firmen ist mobile mittlerweile der Hauptvertriebsweg, statt wie bisher nur ein Schlüsselvertriebskanal. Unterstützt wird diese Entwicklung durch das beschleunigte Wachstum mobiler Bezahlvorgänge weltweit“, sagt Roelant Prins, Chief Commercial Officer bei Adyen. „Im ersten Quartal 2015 wird die ‚mobile-first’-Strategie für immer mehr Unternehmen zur Wirklichkeit.“

Shoppen via iPhone, iPad oder Android-Gerät?

Wer aber shoppt mehr über das mobile Endgeräte – Android oder iOS User? Das iPad hält mit einem Anteil von 34 Prozent durchgeführter mobiler Transaktionen zwar seine Führungsposition, hat aber nur noch einen geringen Vorsprung gegenüber Android Geräten. Das iPhone kommt im Vergleich dazu auf 32,3 Prozent, bei Android sind es 25,3 Prozent. Hier zeigt sich eine deutliche Verschiebung weg von Apple und hin zu Android, denn im Q4 des Jahres 2013 lag die Anzahl der über das iPad getätigten mobilen Transaktionen bei mehr als 40 Prozent, verglichen mit 32 Prozent beim iPhone und lediglich 20 Prozent bei Android-Telefonen.

Wenn sich der Trend so fortsetzt, könnte die Anzahl mobiler Transaktionen via Android in der zweiten Jahreshälfte 2015 den Anteil von iPhone und iPad überholen. Auch das iPad wird voraussichtlich seine Führungsposition in Sachen mobiler Transaktionen in naher Zukunft an das iPhone verlieren.

Transaktionen über Smartphones steigen an

Ein Trend aus den vergangenen Quartalen setzt sich auch im aktuellen Mobile Payment Index fort: Das Smartphone hat das Tablet als bevorzugtes mobiles Endgerät zum Shoppen abgelöst. Schon im vierten Quartal 2014 wurden dementsprechend 58 Prozent aller mobilen Transaktionen über das Smartphone abgewickelt, nur noch 4 Prozent entfielen auf das Tablet.
 Schon in 2013 ließ sich dieser Trend beobachten: Im vierten Quartal lag die Aufteilung der Bezahlvorgänge noch bei 53 Prozent über Smartphones und 47 Prozent über Tablets.
 Dieser Anstieg hängt wohl mit den immer größer werdenden Smartphone-Displays und den immer beliebter werdenden Phablets zusammen.

Aber trotz der sich verschiebenden Anteile wächst auch der Anteil der Transaktionen über Tablets stetig: Weltweit machten diese 10,8 Prozent im vierten Quartal des letzten Jahres aus, verglichen mit 10 Prozent im dritten Quartal 2014.

Verschiedene Geräte für physische und digitale Güter

Wie in den vorhergehenden Mobile Payments Indizes lag auch im vergangenen Quartal der Anteil an Online-Zahlungen bei digitalen Gütern (Spiele, Services, wie z. B. Club-Mitgliedschaften, Hotel-Reservierungen und Ticketkäufe) mit dem Smartphone stabil bei 20 Prozent; Tablets kommen hier nur auf 7 Prozent. 
Bei Handelsgütern (Bekleidung, Möbel, Haushaltsgeräte, Lebensmittel) ist das Gegenteil der Fall: Nur 10 Prozent der Einkäufe werden hier über das Smartphone getätigt, Tablets kommen auf einen Anteil von 19 Prozent.

Dieses Verhalten zeigt, dass Konsumenten physische Güter weiterhin lieber über das Tablet kaufen, beim Shoppen von Online-Diensten jedoch eher zum Smartphone tendieren. Das könnte damit zusammenhängen, dass man auf den größeren Tablet-Displays die Waren besser im Detail anschauen kann, wohingegen dies bei Tickets und Diensten hinfällig ist.

„Die Ergebnisse des Mobile Payment Indexes sind auch für den deutschen Markt richtungsweisend. Händler müssen mehr denn je ihre Payment-Strategie überprüfen, um ihre Kunden dort abzuholen, wo sie vorzugsweise shoppen. Gegenüber klassischen Zahlmethoden bietet die Integration mobiler Bezahlmethoden für bestimmte Marktteilnehmer enorme Wachstumschancen“, sagt Christoph von Bülow, Country Manager Germany bei Adyen.

Über den Mobile Payments Index

Seit Juni 2013 zeigt der Index die rasante Entwicklung mobiler Bezahlsysteme auf und liefert Erkenntnisse über Mobile-Payment-Trends zu verschiedenen Endgeräten, Marktsegmenten und Regionen. Der Mobile Payments Index basiert auf den globalen Transaktionsdaten (ausgenommen In-App-Bezahlungen) des Zahlungsdienstleisters. Die bisherigen Ausgaben des Mobile Payments Index finden Sie hier.

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Mobile Payments Index     ©Adyen

 

 

Aufmacherbild: Closeup on a man’s hands as he is sitting on a sofa and using a smartphone via Shutterstock / Urheberrecht: LoloStock

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