Video-Content

Facebook Videos mit Werbeeinnahmen für Uploader
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Facebook will Werbeeinnahmen für Video-Content mit den Produzenten teilen. Die neue Vorstoß zur Video-Monetarisierung ist ein weiterer Versuch, YouTubes Geschäftsmodell durch ein Social Media Angebot neu zu interpretieren.

Im April wies Sheryl Sandberg, Chief Operating Officer bei Facebook, darauf hin, dass die Social Media Plattform nach Strategien für die Montetarisierung von Video-Inhalten suche. Bereits im Dezember letzten Jahres zeichnete sich ab, dass mehr Videos über Facebook hochgeladen wurden, als etwa über den Wettbewerber Youtube auf der Social Media Plattform eingebunden worden sind. Trotzdem mangelt es Facebook bisher an einer Community, die regelmäßig eine Art Channel für bestimmte Themen aufbereitet. Während YouTuber bereits für ihre regelmäßig veröffentlichten Inhalte ab einer gewissen Zuschauerzahl Geld verdienen können, zieht nun auch Facebook mit einem ähnlichen Modell nach. Facebooks Vice President of Partnerships, Dan Rose, hat nun in einem Interview mit Variety bekannt gegeben, dass Video-Uploader nun Werbeblöcke schalten können. Die Produzenten eines Videos können 55 Prozent der Einnahmen behalten, der Rest gehe an die Social Media Plattform. Mit Produzenten dürften vor allem bereits etablierte Medien-Anbieter sein, die Sportsendungen, Nachrichten oder Lifestyle-Themen mit höheren Zuschauerquoten anbieten. Das Modell befindet sich in der Testphase. Die Platzierung könnte insbesondere bereits sogenannte YouTube-Stars anlocken, ihren Channel auch über Facebook anzubieten, um mehr Leute zu erreichen.

YouTube bekommt mehr Konkurrenz mit Facebook Videos

Zudem könnten auch Medienpartner, die zukünftig über das Projekt Instant Articles ihre Beiträge veröffentlichen werden – darunter Spiegel Online und Bild – ebenso Video-Inhalte mit Werbeblöcken versehen. In welchem Rahmen und welche Quoten die Video-Uploader benötigen ist bisher nicht bekannt geworden. Dan Rose könne sich aber auch vorstellen, dass aufstrebende Musiker und andere Künstler so eine Chance bekommen würden, ihre Werke gewinnbringend zu vermarkten. Wenn die Werbeeinnahmen geteilt werden, könnte die Social Media Plattform dank ihrer Reichweite und Vernetzung Googles YouTube einen ernsthaftes Geschäftsmodell entgegenstellen, das den Wettbewerb um Video-Inhalte weiter einheizt. Da es sich jedoch vorerst um einen Testlauf handelt mit Videos, die bereits viel auf Facebook geteilt wurden, könnte sich die Verteilung der Einnahmen und die Geschäftsbedingungen noch ändern.

Bloomua / Shutterstock.com

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