Selfies for Business

Geld-Transaktionen per Selfie
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Neben der durch Apple bekannt gewordenen Fingerabdruck-Sensorik testet eine Kreditkartengesellschaft gerade eine Methode, um mit einem Selfie-Abgleich zu bezahlen – ohne, dass dafür eine Kreditkartennummer hinterlegt werden muss.

Instagram ohne Selfies? Undenkbar. Sie halten Erinnerungen fest, werden von Promis zu PR-Zwecken genutzt, für Contests oder Kunstprojekte eingespannt und können mitunter auch gefährlich werden – dass sich mit Selfies jedoch auch ernsthafte Business-Ideen umsetzen lassen, testet gerade eine namhafte Kreditkartengesellschaft. Seit vergangenem Jahr macht Mobile Payment, allen voran Apple Pay, mit NFC-Technologie die Runde. Die Idee dahinter: bargeldloses Bezahlen mit dem Smartphone. Per Fingerabdrucksensorik oder Bestätigungs-Button kann die Transaktion in Kassennähe durchgeführt werden. Der Haken ist allerdings, dass trotzdem einmalig dafür eine Kreditkartennummer an Apple zur Verifizierung geschickt werden muss und Zahlungsinformationen per ID auf dem Gerät hinterlegt werden. Und gerade das mache die Technologie anfällig für Betrugsfälle und Datendiebstahl. In den USA wird Apple Pay bereits genutzt, in Großbritannien soll die Bezahlmethode noch diesen Monat erscheinen, berichtet 9to5mac. Hierzulande gibt es noch keinen offiziellen Erscheinungstermin. Um das Problem mit der Kartennummer in Zukunft zu umgehen, erprobt MasterCard dem Nachrichtensender CNN und Business Insider zufolge derzeit eine alternative Selfie-Verifizierung des Kunden.

Selfies für kleine Geld-Transaktionen

Mit einer App von Mastercard soll der Inhaber eine Gesichtserkennung nutzen können. Dazu muss er einmalig in die Kamera schauen und zwinkern. Die App erfasst das Gesicht und erstellt daraus einen Code, der auf dem Smartphone gespeichert wird. Ähnliche Funktionen sind bereits zum Entsperren des Smartphones üblich. Transaktionen sollen dann über einen Selfie-Abgleich statt über eine Kartennummer gemacht werden können. Auch abseits von Apple Pay suchen Transaktionsanbieter bereits nach sicheren Methoden, um Microbeträge schnell von Smartphone zu Smartphone, wie sonst ein paar Münzen, auszutauschen. Auch wenn Kartennummern allmählich verschwinden werden, dürften auch Fingerabrucksensoren oder Selfie-Verifikationen ihre Schwachstellen mit der Zeit offenbaren. Ob große Mobile-Payment-Anbieter wie Apple oder Google ebenfalls auf einen Selfie-Abgleich setzen werden, bleibt abzuwarten.

Aufmacherbild: Young Woman Taking a Selfie at Vegetables Market via Shutterstock, Urheberrecht: William Perugini

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