Roundup und Ausblick

Google Alphabet und das Interesse an Twitter
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Die Umstrukturierung von Google unter der Holding Alphabet erlaubt, allen Projekten schneller und unabhängiger zu wachsen. Doch auch Expansionen sind künftig einfacher zu handhaben. Twitter steigert den Umsatz aber macht weiterhin Verluste – das ruft Google auf den Plan.

Die neu gegründete Holding Alphabet wird es Google erlauben, das Kerngeschäft mit der Suchmaschine fokussierter zu verfolgen, währenddessen den zahlreichen Nebenprojekten um Nest, Fiber, Google X, Sidewalk und Calico mehr Innovationfreiheit ermöglicht wird. Die zur Suchmaschine gehörigen Diensten AdSense, Maps, Youtube, Android und Google Play unter der Leitung von Sundar Pichai werden vorerst weiterhin die Haupteinnahmequelle für Alphabet darstellen. Die anderen ambitionierten Entwicklungssparten, die künftig durch den Google-Gründer Larry Page geleitet werden, könnten in Zukunft sogar das Kerngeschäft mit der Suchmaschine ablösen. Sollte sich Google Car auf der Straße oder Nest in den Haushalten durchsetzen, böte sich ein enormes Geschäftsfeld mit IoT-Entwicklungen. An der Börse wird es durch die Umstrukturierung ebenfalls Veränderungen geben. Die neue Holding wird Google auch als börsennotierte Gesellschaft ablösen. Allerdings bleiben die alten Wertpapiere erhalten und werden in Alphabet-Anteile umgesetzt. Bisher haben die Aktienmärkten diese Neuerung gut aufgenommen.

Warum Twitter in die Fahndung von Google Alphabet rückt

Des Weiteren wird es der Holding zukünftig leichter fallen, über Google Ventures neue Firmenzukäufe zu verwalten. Die neue Struktur und Zuständigkeit verschafft allen Projekten mehr Handlungsspielräume. Dies gibt Analysten bereits Grund zur Annahme, dass bald schon neue Übernahmen anstehen könnten. Als heißer Kandidat wird unter anderem Twitter gehandelt. Gegenüber Futurezone hat Monika Rosen-Philipp, Chefanalystin bei Bank Austria Private Banking, angemerkt, dass Twitter wird seit einiger Zeit als heißer Übernahmekandidat für Google gehandelt werde – diese Einschätzung komme auch von namhaftesten Branchebeobachtern aus den USA. Twitter selbst hat durch die Einführung des Kauf-Buttons und andere Werbemaßnahmen zwar die Umsätze verbessern können, doch bleiben die Verluste weiterhin nahezu konstant. Das macht Twitter langfristig anfällig für eine Übernahme. Während Twitter selbst zu den Riesen des Tech-Business gehört, wäre kaum ein anderes Unternehmen derart prädestiniert wie Google, um die nötigen Ablösesummen aufzubringen und zugleich das Werbegeschäft über Twitter weiter anzukurbeln Schließlich kennt sich kaum einer besser mit Monetarisierung aus als Google.

Neue Twitter-API für Werbekunden

Dabei hatte Twitter erst gestern angekündigt, dass es für Werbekunden eine neue API zur Verfügung stellen wird, damit diese auch Zugriff auf alle bisher veröffentlichten Tweets bekommen. Der Zugang zum Big-Data-Universum von Twitter dürfte für Werbetreibende eine Schatztruhe eröffnen, um Twitter-Usern künftig noch gezielter Werbung ausspielen zu können. Entweder schafft es Twitter also über diese und ähnliche Maßnahmen, das eigene Geschäftsmodell in den Griff zu bekommen oder aber andere Wettbewerber wie Google oder Facebook werden künftig einen gezielteren Blick auf den Microblogging-Dienst werfen – Google bringt mit der neuen Unternehmensstrukturierung schon mal die besten Voraussetzungen mit.

Aufmacherbild: Johor, Malaysia – Dec 09, 2013: Photo of Twitter and Google page on a monitor screen. As of today, Twitter and Google are the famous sites on the web, Dec 09, 2013 in Johor, Malaysia. via Shutterstock, Urheberrecht: dolphfyn

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[…] der Gründung von Alphabet im August letzten Jahr stand fest, dass Google seine Dienste rund um das Suchmaschinen-Angebot von […]

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[…] der Gründung der Holding Alphabet im August letzten Jahr stand fest, dass Google seine Dienste rund um das Suchmaschinenangebot von […]

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[…] Gerüchte über eine Übernahme durch Google Alphabet im letzten Jahr und weiterhin rote Zahlen haben die Aktie weiter abrutschen lassen. Betrachtet man das Big Picture, ist schon seit April letzten Jahres ein Abwärtstrend zu beobachten. Als jedoch das Gerücht die Runde machte, dass die Murdoch-Mediengruppe News Corporation kaufwillig sei, zog das Papier kurzzeitig um 14 Prozent an. Nach dem Dementi der News Corp kurz darauf reduzierte sich das Plus auf vier Prozent. Seit Jahresbeginn hat man nun mit einem erneuten Bewertungstief zu kämpfen. Nachdem die Aktie im Februar 2015 die Marke von 53 US-Dollar überschritten hatte, liegt der Wert momentan nur bei etwa 17 Dollar. […]

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