Essen bestellen über Suchmaschine

Google als Lieferdienstvermittler
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Immer mehr Lieferdienst-Startups schießen derzeit aus dem Boden wie Pilze. Nun will auch Google mitmischen und fungiert in den USA ab sofort als Vermittler für Essensbestellungen. Diese können direkt über die Sucheingabe aufgegeben werden, wenn etwa nach einem Restaurant in der Nähe gesucht wird.

EatFirst, Delivery Hero, Pizza.de, Lieferando – der Markt für Online-Essensbestellungen gedeiht prächtig. Einer Studie zufolge hat bereits jeder vierte Nutzer online Lebensmittel bestellt. Das hat auch Rocket Internet rechtzeitig gerochen und fleißig in Bringdienst-Startups investiert. Zuletzt beteiligte sich der Berliner Inkubator an Delivery Hero und Hello Fresh.

Google: „Place an order“

In den USA ist der Trend nun ein Schritt weiter gegangen: Essensbestellungen können ab sofort direkt über Google getätigt werden. Das Unternehmen teilt mit, dass Nutzer Nahrungsmittel über die Sucheingabe anfordern können: Sucht man nach einem Restaurant in der Nähe, kann man die Option „Place an order“ anwählen. Anschließend muss noch ausgewählt werden, über welchen Lieferdienst der Service abgewickelt werden soll und man wird zur Abwicklung des Kaufs zu der jeweiligen Webseite weitergeleitet.

Bislang nehmen sechs Anbieter an dem Angebot teil: Seamless, GrubHub, Eat24, Delivery.com, BeyondMenu und MyPizza.com. Weitere sollen jedoch schon bald dazu kommen. Ob sich der Service auch nach Deutschland vortastet, ist noch unklar. Im Hinblick auf den blühenden Trend hierzulande ist diese Entwicklung jedoch nicht auszuschließen. Mit dem Deal scheinen alle, zumindest auf den ersten Blick, einen gewissen Vorteil herauszuschlagen: Google bekommt noch mehr Nutzerdaten, die Lieferdienste mehr Aufmerksamkeit – und der Kunde noch schneller etwas zu essen.

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