Wie Online-Händler zielsicher auffallen

Google Shopping: Erfolg für das Weihnachtsgeschäft 2015
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Sommerzeit ist Weihnachtszeit für Online-Händler: Wer rechtzeitig seine Google Shopping Weihnachtskampagnen plant, steht bereits im Vorfeld als Gewinner da. Zumal die neuesten Änderungen bei Google Shopping den Online-Händlern den Start ihrer Kampagnen deutlich vereinfachen.

Nach wie vor beeinflussen (Disney-)Filme die beliebtesten Suchanfragen für potentielle Weihnachtsgeschenke. Die singende Eiskönigin Elsa dürfte genau wie die ebenso populären kleinen gelben Minions ganz vorn auf dem Wunschzettel stehen. Hier hat der tanzende Stuart großes Potenzial, das Top-Weihnachtsgeschenk zu werden. Doch auch der Markt der digitalen Gesundheitshelfer ist angesagt, denn Activity Tracker wie der Fitbit Surge erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit. Gleiches gilt für Mehrraumlautsprecher, denn der einfachere Zugang zu Musikstreaming-Applikationen wie Spotify oder Apple Music erlaubt die Dauerbeschallung von Frozens „Let it go“ („Lass jetzt los“) in sprichwörtlich allen vier Wänden.

Stellt sich nun die Frage: Was hat sich im Vergleich zum Vorjahr bei Google Shopping verbessert, sodass die Verkäufe von Disneyprodukten, Activity Trackern und Lautsprechern gesteigert werden? Wenn ein Produkt wie der tanzende Stuart als „neu“ verkauft wird und zu einer bestimmten Marke gehört, in diesem Falle Disney, ist es seit Juni 2015 Pflicht, sowohl die Produktmarke als auch die GTIN (Global Trade Item Number) anzugeben. Die Angabe der GTIN in den Produktlisten erleichtert es Google, Produkte zu klassifizieren und zu präsentieren und dem Nutzer, sie schneller zu finden. Striktere Regeln verhindern die Eingabe von ungültigen Zeichen oder Abfolgen, da diese schwer für Google zu verarbeiten sind. So sind zum Beispiel mehrere Leerzeichen oder Sonderzeichen nicht mehr erlaubt, was die Zuordnung von Produkten wesentlich verbessert. Zudem genügt es nun, die ID für die passende Google Shoppping-Kategorie statt des vollständigen Kategoriepfades anzugeben, was die Handhabung für den Händler weiterhin erleichtert.

Im Gegensatz zum Vorjahr sind Attribute für Bekleidung und Varianten zur Vereinfachung nun in einem Abschnitt namens „Detaillierte Produktattribute“ und „Artikelgruppierungen“ zusammengefasst. Es besteht dadurch nun die Möglichkeit, alle verfügbaren Produktdetails anzugeben, um die Produkte so akkurat wie möglich zu beschreiben. Besondere Eigenschaften des Produktes wie Material, Größe und Farbe können in vollster Ausführlichkeit erklärt werden. Händler können außerdem nun begrenzte Zeitfenster für Sonderangebote definieren: Plüschtiere aus älteren Minion-Filmen oder übergebliebene Elsa-Puppen vom Weihnachtshit 2014 können in einer vorher festgelegten Zeitperiode mit entsprechend definierten Rabatten angeboten werden.

Was genau muss also für 2015 beachtet werden, damit die eigene Google Shopping-Kampagne zur Weihnachtszeit erfolgreich ist? Speziell angepasste Aktionen zur Weihnachtszeit sorgen für Aufmerksamkeit beim Kunden. Wie auch für andere saisonale Sonderaktionen sollte für die Weihnachtszeit eine angepasste Landing Page erstellt werden. Keywords, die mit Weihnachten in Verbindung gebracht werden, helfen Nutzern, schnell den Bezug zu anderen wichtigen Schlagwörtern wie „Minion“, „Activity Tracker“ oder „Mehrraumlautsprecher“ herzustellen und letztlich den entscheidenden Klick zum Kauf zu tätigen.

Ebenfalls Pflicht für eine erfolgreiche Google Shopping Weihnachtskampagne: Das Schalten einer Verkaufsaktion, denn ein einprägsamer Promotion-Text hebt die Shopping-Anzeigen von der Masse ab. Den Verkaufsaktionen sind dabei keine Grenzen gesetzt, sei es „Freie Lieferung von Mehrraumsprechanlagen“ oder „20 Prozent weniger auf jedes gekaufte Fitbit Surge“ – alles ist hierbei erlaubt. Jedoch darf dabei nie in Vergessenheit geraten, die Aktionsangebote auch an die Händlerseite anzupassen, sonst reagieren Nutzer skeptisch statt kauffreudig auf die Angebote. Auch Produktnamen wie „tanzender Stuart“ oder „singende Elsa“ müssen korrekt geschrieben sein, denn Google zeigt die Produkte des Händlers bei falscher Schreibweise nicht an. Gleiches gilt für die Preise, insbesondere bei internationalen Währungen sollte auf die korrekte Umrechnung geachtet werden. Weiterhin sollten Händler sicherstellen, dass die Ziel-URL zu den richtigen Seiten und nicht etwa zu 404 Fehlerseiten führt.

Der wohl wichtigste Aspekt einer erfolgreichen Kampagne, ist die Pflege des Product Feeds, der mit steigender Nachfrage und dem Saisonhöhepunkt an Bedeutung gewinnt. Spätestens wenn kein Minion, Tracker oder Lautsprecher mehr auf Lager ist, dürfte auffallen, wie sehr die Nutzerfahrung leidet und sich in verschwendeten Klicks und vergeblichen Kaufversuchen bemerkbar macht. Deshalb gilt es, den Product Feed regelmäßig zu aktualisieren und im Auge zu behalten – genau wie das Budget: Wenn dieses ausgerechnet zum Höhepunkt der Weihnachtszeit oder bei der entscheidenden letzten Bestellung der Woche aufgebraucht ist, zeigt Google Shopping keinerlei Produkte mehr bei Suchanfragen an. Selbst für freie Klicks nicht – und das solange nicht, bis ein neues Budget bei Google Shopping eingestellt wurde.

Aufmacherbild: Portrait of happy girl decorating Christmas tree via Shutterstock / Urheberrecht: Pressmaster

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