Internet of Things

IoT in Health und E-Commerce: Ein Ausblick
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Das Internet der Dinge wird der Digitalisierung einen riesigen Schub geben und in den nächsten zwei Jahrzehnten so gut wie alle Bereiche des Alltags durchdringen. Davon ist Achim Himmelreich, CEO von Mücke, Sturm & Company und Speaker auf der diesjährigen MobileTech Conference fest überzeugt.

Vor allem die Auswertung von Big Data wird in Zukunft die Grundlage für neue visionäre Geschäftsmodelle bieten. Die Verknüpfung von personenbezogenen Daten mit individuellen Interessen und Lebensgewohnheiten sowie konkrete Bewegungsprofile könnte den Handel revolutionieren. Shop-Betreiber wüssten somit was ein Konsument wann und wo braucht. Damit könnten Bedürfnisse im Voraus ermittelt werden, bevor der Kunde sich dessen bewusst wird und Shops dementsprechend maßgeschneiderte Produkte oder eine Dienstleistung aktiv anbieten.

Push statt Pull“ lautet die Devise: bisher sieht das klassische mobile Nutzerszenario so aus, dass der Nutzer eine App öffnet, um eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Ein Beispiel: wer per App eine Fahrkarte für öffentliche Verkehrsmittel kaufen möchte, muss zuvor die passende Anwendung installiert haben und sich durch den Kaufprozess quälen. In Zukunft werden Wearables die Bewegungsprofile und Nutzergewohnheiten tracken und in der Lage sein, passgenau Dienstleistungen per Push Notification anzubieten.

Wearables könnten den stationären Handel revolutionieren. Geht man als Kunde beispielsweise mit einer Google Glass durch einen Supermarkt, könnte man von vielen integrierten Funktionen profitieren, die dem Handel ganz neue Möglichkeiten bieten. Noch vor dem Betreten des Ladens bekommt der User passende Angebote durch Couponing, wird dank Indoor-Navigation durch die Hallen navigiert, bekommt relevante Produktinformationen eingeblendet (Zusammensetzung der Produkte, Kalorienanzahl), und kann durch Mobile Payment direkt im Store beim Checkout bezahlen. So könnte die vernetzte Zukunft des stationären Handels aussehen.

Im Gesundheitsbereich sehen Experten das größte Potenzial für smarte tragbare Technologien. Ein Gadget gegen Rückenschmerzen? Warum nicht! LUMOback beispielsweise misst die Körperhaltung sowie die persönliche Aktivität und wertet das Gesundheitsverhalten in einer Mobile-App aus. Dabei ist es nichts weiter als ein Hüftband mit einem leichten, integrierten Sensor.

Vergleichbare Wearables könnten auch helfen, das Gesundheitssystem zu revolutionieren. So könnte man sich den einen oder anderen Arzttermin ersparen, indem man Daten direkt an die Klinik überträgt und diese dort ausgewertet werden. Machen die Krankenkassen bei dem Wandel mit, könnte man das Tragen der Wearables aus dem Health-Bereich mit einem Bonussystem unterstützen und so die Träger für die smarte Gesundheitsvorsorge belohnen, wie es bei der Apple Watch bereits jetzt der Fall ist. Anders als Ärzte, die Symptome behandeln und Maßnahmen gegen eingetretene Krankheiten ergreifen, warnen Wearables den Träger, bevor es zu spät ist.

Aufmacherbild: Thin line flat design of wearable technology devices, futuristic smart gadget for people, internet of things digital tech innovation. Modern vector illustration concept, isolated on white background via Shutterstock / Urheberrecht: Bloomua

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