Barcoo-Studie zeigt: Beacons als Werbemittel kommen gut an

Mit Beacons zum Marketingerfolg
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Pushnachrichten könnten der nächste große Trend im mobilen Marketing sein. Unter dem Namen iBeacon hat Apple im vergangenen Jahr ein Gerät vorgestellt, mit dem Pushnachrichten per Bluetooth-Low-Energy von Händlern an Kunden verschickt werden können. Auch für Android ist diese Technologie verfügbar. Eine Studie von barcoo, einem Anbieter einer App zum Empfang solcher Nachrichten, zeigt nun, dass der neue Kommunikationsweg gut beim Kunden ankommt.

In Zeiten der allgegenwärtigen Smartphones ist diese neue Marketingstrategie natürlich besonders interessant für Händler. Mit Pushnachrichten können auch die Kunden erreicht werden, die primär mit ihrem Handy beschäftigt sind und beispielsweise Aushänge zu neuen Produkten übersehen. Erscheint der Hinweis jedoch direkt auf dem Smartphone, kann der Händler dennoch mit dem Kunden in Interaktion treten.

Barcoo fragt nach

In der nun von barcoo vorgelegten Studie wurden 1587 Menschen aus Deutschland zur Akzeptanz solcher Pushnachrichten befragt. Kaum verwunderlich ist, dass diese Art der Kundenkommunikation vor allem dann gut ankommt, wenn der Kunde etwas davon hat. 53,1 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich für Rabattangebote interessieren. 46,7 Prozent wünschen sich Informationen über Produkte. Hierbei zeigt sich allerdings eine klare Geschlechterdifferenz. Während 46,9 Prozent der weiblichen Nutzer Coupons für kostenlose Produktproben bekommen möchten, trifft das nur auf 30,8 Prozent der Männer zu.

Fast die Hälfte der Nutzer von Pushnachrichten lässt diese außerdem zu, weil sie darüber relevante Informationen bekommen. 30,2 Prozent entscheiden sich dafür, um gezielt über neue Produkte informiert zu werden.

Quelle: Barcoo (www.barcoo.com)

Quelle: Barcoo (www.barcoo.com)

Nicht zu aufdringlich werden

Eine Pushnachricht ist allerdings immer noch ein direkter Vorstoß in den persönlichen Bereich des Nutzers. Smartphones sind etwas Privates, somit möchten die Besitzer hier nicht jede Art von Werbung bekommen. Unter denjenigen, die bisher keine solchen Benachrichtigungen zulassen, wären aber 42,4 Prozent dazu bereit, wenn sie auswählen könnten, welche Händler ihnen Nachrichten schicken können. Zu viele Pushnachrichten dürfen es außerdem auch nicht werden. 57,4 Prozent der Befragten würden aber durchaus bis zu zwei Nachrichten am Tag zuzulassen.

Insofern ist ein vorsichtiger Umgang mit der neuen Technologie wichtig. Das deckt sich auch mit der Erfahrung von Benjamin Thym, Gründer und Geschäftsführer von barcoo. Er berichtet über die bisher durchgeführten Beacons-Kampagnen, dass die Akzeptanz der Nutzer bei wenigen, gezielten Nachrichten im Allgemeinen hoch ist. Dennoch weist er auch darauf hin, dass die Branche noch viel zu lernen hat. „Noch haben wir und die Werbetreibenden Welpenschutz und können mit Beacons viel ausprobieren, ohne Nutzer zu verprellen. Das bleibt aber nicht so, wir müssen schnell lernen, was die Verbraucher anspricht und was nicht.“, sagt Thym.

Großes Interesse überall

Insgesamt scheint es sich bei den Beacons bereits jetzt um einen allgemeinen Trend zu handeln. So hat auch McDonalds in den USA bereits im vergangenen Jahr einen Testlauf mit Beacons in einigen Geschäften durchgeführt. Die Verkaufszahlen der Produkte, für die das Unternehmen Rabatte per Pushnachricht anbot, stiegen im Aktionszeitraum um bis zu acht Prozent.

Das Marketing ist außerdem nicht der einzige Einsatzbereich für Beacons. Im amerikanischen Major League Baseball hat sich die Technologie schnell verbreitet, um in den Stadien mit den Fans zu kommunizieren. So werden auf diese Weise Karten des Stadions zur Verfügung gestellt, sowie Informationen über die aktuell kürzeste Einlassschlange oder Optionen zum Sitzplatz-Upgrade. Neben exklusiven Rabatten stehen hier also Serviceangebote im Zentrum der Nutzung. Insofern handelt es sich bei den Beacons wohl wirklich um eine Technologie, die man im Auge behalten  sollte.

Aufmacherbild: Female customer with cellular phone and shopping bags in the mall via Shutterstock / Urheberrecht: Pressmaster

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