Carousel-Ads und A/B-Testing

Mobile Ads auf Facebook: mehr Conversion durch Karussell-Karten?
Kommentare

Facebook hat sieben erfolgreiche Kampagnen mit Karussell-Anzeigen vorgestellt. Als Mobile Ads bieten sie eine gute Grundlage, um das Display-Format auszunutzen und die Anzeigen zu optimieren. Das Karussell-Prinzip anstelle eines A/B-Testings.

Werbetreibende werden im Bereich der Mobile Ads mit anderen Herausforderungen konfrontiert als bei webbasierten Anzeigen. Es klingt trivial, doch das Format beziehungsweise die Größe des Displays spielt dabei eine entscheidende Rolle, wie Werbung innerhalb des Contents präsentiert und wahrgenommen wird. Das beginnt bereits damit, dass es bei den Suchergebnissen von Google auf einem Laptop-Display bedeutend mehr Platz für relevante Produktempfehlungen und Bilder gibt als bei der Mobile-Variante.

Des Weiteren erobern immer häufiger Werbeblocker das Smartphone, weshalb das Werben auf Publisher-Seiten ebenfalls seine Tücken hat. Während die Branche mit Werbeblockern zu kämpfen hat und man das Format-Problem durch Responsive Design zu lösen versucht, bietet Facebook bereits eine Alternative für beide Problemstellungen – Karussell-Anzeigen.

Der Dreh mit den Karussell-Karten

Der Aufbau ist recht simpel: Eine Person bekommt im Feed einen Werbepost eingeblendet, der sich aus einem Bild und/oder Video mit entsprechender Überschrift und einem Link oder Call-to-Action-Button zusammensetzt. Die Anzeige wird in unterschiedlichen Karten nebeneinander aufgereiht. Der Nutzer kann innerhalb der Anzeige durch die Karussell-Karten swipen, ohne dass die Reihenfolge des Feeds verändert oder er auf die Landingpage verlinkt wird. Der Clou des Ganzen: Wer sich für ein Produkt oder eine Dienstleistung interessiert, erhält auf einen Schlag verschiedene Anzeigenoptionen und -inhalte.

Stellen Sie Ihre Fragen zu diesen oder anderen Themen unseren entwickler.de-Lesern oder beantworten Sie Fragen der anderen Leser.

Beispiel-Anzeige in  Facebook-App Screenshot: https://www.facebook.com/business/news/7-ways-to-use-carousel-ads?_fb_noscript=1

Beispiel-Anzeige in Facebook-App
Bereit gestellt von: https://www.facebook.com/business/news/7-ways-to-use-carousel-ads?_fb_noscript=1

So sieht der Facebook-User beispielsweise auf der ersten Karte ein ansprechendes Ambiente-Bild, das mit einer Catch-Phrase in der Überschrift und einem Link zur Landingpage versehen ist. Neben dieser Karte ist bereits die nächste halb eingeblendet und zeigt den zu bewerbenden Service oder das Produkt mit einem Call-to-Action-Button wie „Jetzt mehr erfahren“. Auf der dritten Karte könnte sich ein Video, ein passender Artikel oder eine Anwendungssituation befinden. Der User kann schnell durch das Angebot wischen und bekommt im Vergleich zur herkömmlichen Anzeige einen besseren Eindruck, um was es sich beim beworbenen Produkt oder Dienst handelt.

Werben und testen in einem

Wichtig ist für den Werbetreibenden nicht nur, dass der Kunde auf das Produkt aufmerksam wurde, sondern auch wie. Wofür sonst aufwendigere A/B-Testings herhalten müssen, erledigen Karussell-Ads so gesehen die Anzeigen-Optimierung in einem Aufwasch. Denn je nachdem, wie oft eine der Karten geklickt wird, lässt sich ableiten, welches Anzeigenformat besser angenommen wird. Dennoch sollte berücksichtigt werden, dass gerade erst das Zusammenspiel der unterschiedlichen Karten für den Interessenten den Mehrwert bietet. So ist nicht ausgeschlossen, dass er sich durch die erste Karte mit einem Bild angesprochen fühlt, aber die dritte Karte anklickt, weil sie ihm einen informativen Mehrwert bietet. Somit sollte vor allem die Reihenfolge durch das implementierte Testing immer wieder angepasst werden.

Weitere Benefits der Karussell-Karten

Im März dieses Jahres wurde das Format erstmals für Instagram vorgestellt. Nachdem im Mai die mobile Einführung für Facebook folgte, präsentiert die Social-Media-Plattform nun die ersten Erfolge des Karussell-Anzeigenformats im Mobile-Sektor. Die Karussell-Anzeigen werden für drei bis fünf Karten angeboten. Auf Facebook for Business werden sieben erfolgreiche Werbekampagnen vorgestellt. Hier wird unter anderem gezeigt, wie sich ein Produkt über Bilderfolgen mit Details versehen lässt oder ein Service mit verschiedenen relevanten Artikeln präsentiert werden kann. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung ist ebenfalls verfügbar.

Laut Facebook bringen Karussell-Ads Werbekunden eine Kostenersparnis von 30 bis 50 Prozent per Conversion. Zudem sollen sie im Vergleich zu herkömmlichen Link-Ads 20 bis 30 Prozent weniger Kosten per Click verursachen. Zugleich habe das Beispiel einer taiwanesischen Fashions-Seite gezeigt, dass der Webseiten-Traffic und die Verkäufe um das 2,5 fache im Vergleich zu den Werbekostenausgaben gestiegen sei.

Obwohl die Angaben von Facebook mit Vorsicht zu genießen sind, liegen die Vorteile des Werbeformats auf der Hand: Der User kann sich freier im Angebot bewegen und schneller informieren. Die Optimierung der Anzeigen, kann über die User-Zugriffe erfolgen, während sich die Click-Kosten insgesamt senken lassen. Karussell-Ads sind vor allem für den mobilen Einsatz geeignet, weil sie das Format optimal ausnutzen.

Aufmacherbild: top of retro carousel at dark night via Shutterstock, Urheberrecht: popovartem.com

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -