Studie

Mode, Downloads und Accessoires: Mobile Warenkörbe wachsen
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Der mobile Handel floriert: Insgesamt werden 2015 in Deutschland 14,4 Milliarden Euro über mobile Endgeräte umgesetzt, was eine Verdopplung zum Vorjahr darstellt (2014: 7,2 Mrd. Euro). Der durchschnittliche Smartphone-Einkaufskorb wird dieses Jahr hierzulande 54 Euro betragen.

Deutschland liegt damit im internationalen Vergleich noch deutlich hinter den USA (74 Euro) und hinter Großbritannien (56 Euro), aber vor beispielsweise Frankreich (50 Euro). Das ergab eine internationale Untersuchung im Auftrag von deals.com (www.deals.com), der Suchmaschine für digitales Sparen und ein Unternehmen von RetailMeNot. 2016 erwarten Experten für Deutschland ein durchschnittliches Einkaufsvolumen per Smartphone von fast 57 Euro, was einem Wachstum von zehn Prozent gegenüber 2014 entsprechen wird. Im Vergleich zum Handy liegt der durchschnittliche Bestellwert auf dem Tablet 2015 bei 59 Euro – über den Desktop PC werden dieses Jahr 67 Euro pro Online-Einkauf ausgegeben.

Jeder dritte Smartphone-User hat in der ersten Jahreshälfte bereits digitale Güter (33,7 Prozent) sowie Kleidung oder Modeaccessoires (32,3 Prozent) über sein Telefon gekauft. Dahinter in der Rangliste der beliebtesten Warengruppen bei mobilen Einkäufen folgen Bücher, DVDs und andere Unterhaltungsmedien.

Top 10 der beliebtesten mobil gekauften Güter (Januar – Juni 2015)

1. Digitale Güter, Downloads & Abonnements 33,7 %

2. Mode & Accessoires 32,3 %

3. Bücher, DVDs & Unterhaltung 22,6 %

4. Beauty & Gesundheit 12,8 %

5. Spielzeug & Hobbyartikel 12,6 %

6. Möbel & Einrichtungsgegenstände 10,2 %

7. Blumen & Geschenkartikel 9,8 %

8. Schreibwaren und Bürobedarf 9,8 %

9. Technik & Elektronik 9,4 %

10. Haushalts- & Gartenwaren 8,4 %

Multi-Channel-Kunden geben 61 Prozent mehr aus

Smartphones erleichtern das Shoppen – Kunden können unterwegs Preise vergleichen, nach Angeboten suchen oder direkt Spontankäufe tätigen. Die Nutzung von Mobile führt folgerichtig zu höheren Umsätzen: Durchschnittlich werden deutsche Kunden dieses Jahr für 1.196 Euro im Internet einkaufen. Dabei liegt der Betrag bei denjenigen, die Einkäufe ausschließlich über den PC tätigen, bei 1.022 Euro – Verbraucher, die das Smartphone als zusätzlichen Shoppingkanal nutzen, wenden mit 1.650 Euro hingegen deutlich mehr auf. Multikanal-User geben damit 61 Prozent mehr aus als sogenannte „PC only“-Kunden. Nächstes Jahr könnte die Differenz laut Schätzung der Experten sogar auf 82 Prozent anwachsen.

„Die Kunden bewegen sich heutzutage während ihres Shoppingerlebnisses auf unterschiedlichen Kanälen und vor allem das Smartphone fungiert zunehmend als direkter Einkaufsassistent. Nur über eine ganzheitliche, mehrkanalige Ansprache kann der Händler den Kontakt zu seinen Kunden aufrecht erhalten und ihn bei seinem Einkaufsprozess begleiten,” so Karina Spronk, Leiterin Partnermanagement bei deals.com. „Für die Händler ist es also oberste Pflicht, der wachsenden Bedeutung von Mobile mit einer adäquaten Infrastruktur sowie entsprechenden Produkten und Angeboten gerecht zu werden. Die Zahlen der Studie beweisen, dass der bewusste Einsatz von Mobile als Teil der Mehrkanal-Strategie zu höheren Umsätzen führt.”

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