Quartalsbericht

Netflix – Preissteigerung trotz mehr Abonnenten
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Trotz Rückgang des Gewinns im Vergleich zum Vorjahr kann sich Netflix eines regen Zustroms von Neukunden erfreuen. Aktieninhaber reagieren deshalb positiv. So geht’s weiter mit dem Online-Video-Dienst.

Mit 65,6 Millionen Nutzern weltweit schreitet die Expansion des Online-Videodienstes weiter voran. Die nun fürs zweite Quartal 2015 veröffentlichten Zahlen zeigen, dass der Zuwachs an Abonnenten rasant zunimmt. Allein in Q2 2015 waren es 3,3 Millionen, im Quartal zuvor fast 5 Millionen. Die erfreulichen Zahlen schlugen sich auch zugleich positiv auf den Aktienkurs aus. Der Aktienkurs ist nachbörslich um fast zehn Prozent gestiegen. Das Auslandsgeschäft des kalifornischen Unternehmens habe sich bisher und werde sich auch weiterhin bezahlt machen, lässt der Netflix-Shareholder Bericht anklingen. Asien, vor allem Japan, soll als nächstes erobert werden, heißt es in der FAZ seitens des Netflix CEO Reed Hastings. China könnte als nächstes auf der Agenda stehen. Aber auch der Ausbau des Angebots und der Service-Leistung werde für Bestandskunden weiter verbessert. Trotz der neuen Abonnenten im Ausland musste das Unternehmen laut des Berichts seinen Gewinn zurückfahren – Die Expansionskosten aber auch der starke Dollar seien dafür verantwortlich zu machen, heißt es. Der Gewinn ging von 1,6 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf 26 Millionen in Q2 2015 zurück. Doch auch von solchen Zahlen scheinen sich Anleger nicht abschrecken zu lassen.

Trotz einiger Kundenbeschwerden zu Anfang des Jahres, dass sie kein VPN oder Proxy (zur Verschleierung der Landes-IP) mehr nutzen konnten, um die Serien in der Originalsprache vor der offiziellen Erscheinung in Deutschland zu sehen, hat sich der Videodienst weiter gegenüber Amazon, Maxdome und Watchever durchgesetzt – nicht zuletzt wegen des exklusiven Serienangebots wie Orange Is the New Black oder House of Cards. Weniger erfreulich dürfte eine angekündigte Preissteigerung der monatlichen Abo-Gebühr für die User sein. Dafür soll jedoch weiterer Content hinzukommen, heißt es beim Guardian. Was zunächst nur für die USA 2016 ansteht, ist nur eine Frage der Zeit, bis auch hier Abonnenten für Zusatzdienste oder den Zugriff auf speziellen Content wie neue Serien tiefer in die Tasche greifen müssen. Wie sich die Preissteigerung genau auswirken wird, ist noch offen.

Aufmacherbild: BELCHATOW, POLAND – January 06, 2015: Netflix service logo on via Shutterstock, Urheberrecht: scyther5

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