Nexus 5X & Nexus 6P

Die neuen Google Smartphones, Android M und Chromecast
Kommentare

Schon seit Längerem kursieren unterschiedliche Gerüchte und Bilder vermeintlicher Prototypen der neuen Nexus-Geräte im Netz. Und der Hype ist nicht ganz ungerechtfertigt – scheint Google sich doch im Zuge der Veröffentlichung von Android M wieder auf seine alten Stärken zu besinnen: kostengünstige und leistungsstarke Stock-Android-Geräte.

Im Unterschied zur vorherigen Firmenpolitik bringt Google dieses Jahr gleich zwei neue Android-Modelle aus der Nexus-Serie auf den Markt. Sie unterscheiden sich in ihrer Ausstattung und sind für verschiedene Preissegmente vorgesehen. Am Grund ihrer Fertigung hat sich derweil nichts geändert: Die Nexus-Reihe soll den Usern nach wie vor eine unverfälschte Android-Erfahrung liefern.

Android M

Wie in den Jahren zuvor, werden auch dieses Mal die neuen Nexus-Produkte von Google die ersten Geräte sein, die mit der aktuellen Android-Version 6.0 Marshmallow ausgestattet werden. Allerdings gibt es einen kleinen Wermutstropfen: Die neuen Modelle werden zum Verkaufsstart im Oktober nicht in Deutschland verfügbar sein.

Jedoch kündigte der Konzern an, ab nächster Woche mit der Verteilung des neuen Betriebssystems zu beginnen. Unterstützt werden unter anderem das Nexus 5, das Nexus 6, das Nexus 7 (2013), das Nexus 9, Nexus Play und Android One.

Nexus 5X

Das Nexus 5X ist der Nachfolger des Nexus 5, das im Oktober 2013 veröffentlicht wurde. Damals punktete die 5er-Reihe mit einer sehr guten Ausstattung zum Kampfpreis und galt zusammen mit dem OnePlus One als potenzieller Flagschiff-Killer. Wie auch 2013 wird das 5X wieder von LG gefertigt.

nexu-5x

Nexus 5X – © Google

 

Im Vergleich zum Nexus 6 ist der Bildschirm wieder deutlich kleiner geworden. Das 5X besitzt ein 5.2 Zoll großes LCD-Display mit einer Full-HD-Auflösung von 1080p (420dpi). Geschützt wird der Screen durch Gorilla Glas 3. Zudem wurde ein Snapdragon 808 Hexa-Core-Prozessor mit 1.8 GHz (64-Bit) in das Gerät verbaut. Auf der Rückseite befindet sich eine 12-Megapixel-Kamera; die Frontkamera verfügt über 5-Megapixel.

Das Nexus 5X besitzt einen USB Type-C-Port und einen Fingerprint-Sensor auf der Rückseite. Es wird in drei unterschiedlichen Farben erhältlich sein (schwarz, weiß, eis-blau). Wie bei Nexus-Geräten üblich, gibt es keinen Micro-SD-Kartenslot. Gewählt werden kann zwischen 16 und 32 Gigabyte internen Flashspeicher.

Mit zwei Gigabyte ist der Arbeitsspeicher nicht besonders üppig ausgefallen und auch der Akku mit 2.700 mAh hat noch Luft nach oben. Zudem unterscheiden sich die Preise in Deutschland und Amerika doch beträchtlich: Die 16GB-Version wird 479 Euro (379 Dollar) und die 32GB-Version 529 Euro (420 Dollar) kosten.

Nexus 6P

Das Nexus 6P ist die „Neuauflage“ des Nexus 6 aus dem Jahr 2014 und wird von dem chinesischen Unternehmen Huawei gefertigt. Das 5.7 Zoll große AMOLED-Display verfügt über eine Auflösung von 2560 x 1440px (560dpi). Verbaut wurde zudem ein Snapdragon 810 v2.1 Octa-Core-Prozessor mit 2.0 GHz (64-Bit). Neben einer Akkukapazität von 3450 mAh verfügt das Gerät noch über drei Gigabyte Arbeitsspeicher.

nexus-6P

Nexus 6P – © Google

 

Auf der Rückseite befindet sich eine 12-Megapixel-Kamera, die 4K-Videos aufnehmen kann; die Kamera auf der Vorderseite verfügt über 8-Megapixel. Auch beim 6P gibt es keinen Micro-SD-Kartenslot. Der interne Flashspeicher beträgt entweder 32, 64 oder 128 Gigabyte.

Auch das 6P besitzt einen USB Type-C-Port und einen Fingerprint-Sensor auf der Rückseite. Es ist ebenfalls in drei Farben erhältlich (schwarz, silver, rosé). Im Unterschied zum 5X wird das 6P komplett aus Aluminium gefertigt; zudem sind Stereo-Frontlautsprecher integriert. Im Google-Store ist die 32GB-Version mit 499 Dollar gelistet. In Deutschland wird das gleiche Modell rund 649 Euro kosten (699Euro für 64GB und 799 Euro für 128GB).

Chromecast

Auch bei Google’s Chromecast hat sich einiges getan. Das Unternehmen hat durch den Release des Amazon Fire TV Stick vor einigen Monaten starke Konkurrenz erhalten. Im Zuge der Veröffentlichung von Android M hat der Konzern seine Chromecast-App aktualisiert und zwei neue Modelle des Sticks auf den Markt gebracht. Beide kosten mit 39 Euro jetzt so viel wie das Pendant von Amazon.

chromecast

Chromecast – © Google

 

Die auffälligste Veränderung des neuen Chromecast für den Fernseher ist sein Design. Das Gehäuse ist nicht mehr länglich, sondern rund. Zudem wurde ein HDMI-Kabel integriert und die Wlan-Verbindung verbessert. Ansonsten hat sich an der Funktion des Sticks nichts geändert.

Neu hinzugekommen ist der Chromecast Audio, der keine Videos streamt, sondern nur für die Audiowiedergabe konzipiert worden ist. Das Gerät hat die Form eine kleines Diskus und besitzt einen 3,5-mm-Anschluss. Mit dem mitgelieferten Kabel kann es an die eigene Anlage oder Aktiv-Lautsprecher angeschlossen werden. Das Streamen von Musik erfolgt via Smartphone, Tablet oder PC.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -