Internationalisierung als Herausforderung

Onlinehandel: Die Herausforderungen des Auslandes
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Mit mehr als 4 Milliarden Internetbenutzer weltweit betrachten viele die Onlinewelt als den besten Weg, um international Informationen auszutauschen und somit ein exklusives Fenster zur ganzen Welt zu öffnen. Darüber hinaus stellt das Internet natürlich auch eine Möglichkeit dar, 4 Milliarden mögliche Kunden zu erreichen. Leider bleibt dieser Gedanke oft eher theoretisch. Der Onlinehandel besteht nicht nur darin, einen Webshop zu eröffnen und seine Pakete in allen Länder der Welt zu versenden. Die dafür notwendige Internationalisierung eines e-Shops stellt eine unüberschaubare Anzahl von Herrausforderungen dar, denen man sich stellen muss.

Einen Webshop in einem neuen Land zu eröffnen ist eine komplexe Aufgabe. Es geht nämlich nicht nur darum, die Benutzer dieses spezifischen Landes zu beliefern. Es ist etwas komplizierter. Erstens muss man sich mit dem Markt, auf dem man sich entwickeln möchte, gut auskennen. Dazu beobachtet man die Konsumgewonheiten der lokalen Internetbenutzer: Was sind ihre Anforderungen, ihre Bedürfnisse, usw. Wenn sie zum Beispiel nur kleine Mengen von Produkten verbrauchen, wäre es ineffizient, große Packungen anzubieten. Die Zahlungsmethoden spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Jedes Land bevorzugt die eine oder die andere, und das heißt, dass manche auf einem Markt beliebter sind als auf einem anderen. Man kann keinen guten Einstieg in einen neuen Markt erwarten, wenn man keine passende Zahlungsmethoden zur Verfügung stellt. Um den lokalen Markt besser zu verstehen, ist es möglich, sich Hilfe von lokalen Partnern oder nationalen Verbänden zu suchen. Manche entscheiden sich auch für die Übernahme von lokalen Akteuren, um auf dem Markt besser einsteigen zu können.

Die Logistik ist ebenfalls ein entscheidender Punkt. Schon auf seinem eigenen Markt erfordert sie die Einführung einer Strategie. Wenn man außerdem in die Nachbachländer liefert, kann man es noch schaffen, die Lieferung schnell und relativ günstig zu erledigen. Jedoch ist die Herausforderung groß, wenn man einen entfernten Markt anzielt. Das kann sich schnell zum Kampf um Schnelligkeit und Preise mit den lokalen Akteuren entwickeln, weil jeder weiß, dass die ultraschnelle Lieferung für den Kunden entscheidend geworden ist. Amazon hat es übrigens gut verstanden und bietet jetzt in manchen Städten eine Lieferung in nur wenigen Stunden an. Lieferungen ins Ausland mit langen Transportwegen nehmen eine gewisse Zeit in Anspruch und verursachen hohe Kosten. Diese Belastungen können meistens nur durch eine Niederlassung der Logistik in das Zielland gelöst werden.

Eine unterschiedliche Währung ist oft auch ein Problem, dass viele unterschätzen. Außerhalb der Euro-Zone muss man nämlich die Währung des Landes auf der Website anzeigen. Dies betrifft nicht nur das große Exportgeschäft: Großbritanien, zum Beispiel, ist ein geographisch benachbarter Markt, der den Euro aber nicht verwendet. Die darum notwendigen Anpassungen beschränken sich nicht nur auf das Anzeigen der Preise auf dem e-Shop. Das hat auch eine Auswirkung auf die Buchführung, die andere Währungen anzeigen und bearbeiten können muss. Besonders, wenn die Einkaufspreise bei den Lieferanten in Euro angezeigt werden, aber die Produkte in einer anderen Währung verkauft werden. Dann muss eine Umrechnung geführt werden. Einige kleine Websites unterschätzen die Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben können.

Zuletzt kann das Sourcing der Produkten von der Internationalisierung sehr beeinflußt werden. In der Tat hat jeder Markt andere Vorlieben, was die Produkte angeht. Außerdem haben, je nach Markt, die selben Produkte unterschiedliche Namen, Verpackungen oder Logos. Man bemerkt auch, dass einige Produkte in einem Land sehr beliebt sind, aber nicht in den Nachbarländern. Es ist wichtig für einen Onlinehandel, seinen Bestand dem Zielmarkt anzupassen. Auf einen lokalen Best Seller zu verzichten wäre nämlich ein großer Fehler.

Um eine erfolgreiche Internationalisierung durchzuführen, muss ein Onlinehändler alle Bereiche auf allen Märkten, auf denen er sich niederlässt, beherrschen, denn Logistik- und Warenversorgungsfehler, sowie eine schlechte Anapssung der Dienste können schwere Konsequenzen haben.

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