IoT-Studie

Potenzial von IoT-Apps – Entwickler zeigen sich zuversichtlich
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Eine aktuelle Studie identifiziert Smart Homes, Wearables, die Automotive-Branche und den Bereich Sport als derzeit führende Gebiete bei der Entwicklung von Apps für das Internet der Dinge. Als größte Herausforderung sehen die Entwickler, gerade auch in Deutschland, den Schutz der Privatsphäre.

65% der Entwickler weltweit – in Deutschland sogar 83% – schätzen, dass ihre Internet-of-Things-Apps (IoT) im produktiven Einsatz echte Umsätze generieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Harbor Research, die von Progress in Auftrag gegeben wurde.
Im Rahmen der im Januar und Februar 2015 durchgeführten Untersuchung wurden insgesamt 675 Anwendungs-Entwickler in den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Schweden, den Niederlanden und Indien befragt. Dabei gaben 45% aller Studienteilnehmer an, derzeit IoT-Apps zu entwickeln. Aufgeschlüsselt nach Ländern kamen die meisten IoT-App-Entwickler aus den USA (58%), gefolgt von den Niederlanden (50%) und Deutschland (43%).

Deutsche Entwickler sehen Einzelhandel als führendes Gebiet bei IoT-Apps

Als derzeit wichtigste Gebiete bei der Entwicklung von IoT-Apps sehen die Befragten weltweit Smart Homes (19%), Wearables (13%), die Automotive-Branche (11%) und den Bereich Sport/Fitness (11%). Auf diesen Gebieten erzielen die Apps nach Einschätzung der Studienteilnehmer auch die höchsten Umsätze. Die deutschen Studienteilnehmer nennen dagegen den Einzelhandel als bedeutendstes Gebiet bei der Entwicklung von IoT-Apps (16%); die höchsten Umsätze werden ihrer Meinung nach in den Bereichen Wearables und Logistik erzielt (jeweils 13%).

In den nächsten drei bis fünf Jahren erwarten die Entwickler allerdings eine Verschiebung. Weltweit gehen sie davon aus, dass das Gesundheitswesen (14%), Smart City (13%) und Automotive (12%) die führenden Gebiete beziehungsweise das Gesundheitswesen (14%), Automotive (13%) und Smart City (12%) die größten Umsatzbringer werden. Die deutschen Entwickler schätzen, dass in diesem Zeitraum Smart City (15%) zum wichtigsten Gebiet für die Entwicklung von IoT-Apps wird und erwarten die größten Umsätze im Gesundheitswesen (17%).

Entwickler bevorzugen Android und Java

Als bestes Betriebssystem für Apps auf IoT-Devices sehen die Entwickler weltweit Android (29%), gefolgt von Windows (24%), Linux (21%) und iOS (16%); bei ihren deutschen Kollegen sieht diese Reihenfolge leicht anders aus: Spitzenreiter ist zwar auch hier Android (33%), auf Platz zwei und drei folgen dann allerdings Linux (25%) und iOS (19%). Schlusslicht ist bei den deutschen Entwicklern Windows (16%).

Bei den Plattformen beziehungsweise Sprachen, die die Entwickler nutzen, um Daten von Server-Seite zu sammeln und zu integrieren, liegt weltweit Java mit großem Abstand auf Platz eins (55%), gefolgt von PHP (17%) und Node.js (12%). Bei den Entwicklern hierzulande fallen diese Zahlen ähnlich aus. Außerdem gaben weltweit 40% der Befragten (Deutschland: 33%) an, immer oder meistens lieber ein Rapid-Application-Development-Tool zu nutzen anstatt Apps von Grund auf zu entwickeln. Das bedeutet eine signifikante Abkehr von traditionellen Entwicklungsansätzen.

„Die Zahl der vernetzten Dinge wird in den nächsten Jahren explosionsartig ansteigen. So erwartet etwa Gartner, dass sie im Jahr 2020 bei 25 Milliarden liegt“, sagt Mark Armstrong, Vice President und Managing Director EMEA bei Progress. „Unsere Studie zeigt, dass Entwickler langfristig Branchen- und Infrastruktur-Apps als Grundlage neuer Umsatzmöglichkeiten sehen. Deshalb benötigen sie geeignete Werkzeuge, um kontextbezogene Daten zu sammeln, zu analysieren, einzusetzen und zu verwalten. Mit der richtigen Herangehensweise können sie mit ihren Ideen reale Umsätze generieren und damit das Internet der Dinge und dessen Zukunft mitgestalten.“

Studienteilnehmer beklagen fehlende Technologien und Fähigkeiten

Obwohl 77% der weltweiten Studienteilnehmer (Deutschland: 78%) die Möglichkeiten, die das Internet der Dinge App-Entwicklern eröffnet, als spannend betrachten, haben viele von ihnen das Gefühl, nicht über die nötigen Voraussetzungen zu verfügen, um diese Chancen wahrzunehmen:

  • 50% der Befragten sind sich sicher, heute noch nicht die erforderlichen Technologien zur Hand zu haben, oder zweifeln zumindest daran;
  • 50% der Entwickler haben heute definitiv noch nicht die nötigen Fähigkeiten und Ressourcen, oder bezweifeln dies;
  • 45% haben nicht das Gefühl, die nötige Technologie für das Sammeln, die Analyse und den Einsatz kontextbezogener Daten aus Sensoren zu besitzen;
  • beim Management von Datensätzen für kontextbezogene IoT-Apps – die beispielsweise Standort-basierte Daten verarbeiten – fühlen sich 30% der Entwickler von den Daten überrollt und sehen sich nicht imstande, diese Flut zu beherrschen.

Der vollständige Report (in englischer Sprache) kann nach Registrierung hier heruntergeladen werden.

Aufmacherbild: Internet of things (Iot) vector illustration background.Icons / symbols for various connected devices with wireframe of world and colorful intersections within the network. via Shutterstock / Urheberrecht:  a-image

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