Reise-Studie und Infografik

Reise-Marketing vom Wetter abhängig
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Wie beeinflusst das Wetter die Bereitschaft, eine Reise zu buchen? Und bedeutet dies für das Online-Marketing von Reisedienstleistern? Antworten auf diese Fragen lassen sich aus den Google Suchanfragen sowie den Downloads von Foto-Datenbank Shutterstock finden.

Schlechtes Wetter im Sommer schürt das Fernweh und so macht sich so mancher auf die Suche nach Reisen in die Sonne, wenn es draußen regnet und gewittert. Bis zu neun Prozent mehr Google-Suchanfragen rund um das Thema Urlaub werden an Schlechtwettertagen gestellt. Bei Sonnenschein hingegen sinkt die Menge der Suchanfragen um durchschnittlich 14 Prozent. Das ergab eine Analyse von Thomas Cook und meteolytix in Kooperation mit Google. Untersucht wurden das Such- und erstmals auch das Buchungsverhalten in Abhängigkeit zum Wetter am Beispiel des Reiseziels Mallorca (Sommer 2012 bis Sommer 2014).

Generell gilt: Je schlechter und unwirtlicher das Wetter, desto höher die Anzahl der Suchanfragen. Gutes Wetter hingegen treibt die Suchanfragen in den Keller. Wird es draußen ungemütlich, steigen auch die Online-Buchungen um bis zu 17 Prozent. An sehr heißen Tagen wiederum gehen sie um bis zu 21 Prozent zurück.

Besonders sensibel reagieren deutsche Onliner in den Wintermonaten auf meteorologische Tiefs. Hier zeigen sich die stärksten wetterbedingten Schwankungen im Such- und Buchungsverhalten. Schlechtwettertage in der Arbeitswoche beeinflussen besonders das Suchvolumen. An Wochenendtagen hingegen wirken sich niedrige Temperaturen eher auf die getätigten Buchungen aus.

Tipps für das Reise-Marketing: Branding an Arbeitstagen, Produkte am Wochenende

Aus dem Zusammenhang zwischen Buchungsverhalten und Wetter lassen sich auch wertvolle Erkenntnisse für Marketingkampagnen ziehen. Reisedienstleiter sollten also ihr Kampagnenmanagement im Online-Marketing nicht mehr nur saisonabhängig, sondern auch wetterabhängig und dementsprechend lokal gestalten.

Wird Werbung an einem Schlechtwettertag ausgespielt, hat sie eine deutlich bessere Chance, von Nutzern gesehen zu werden, die eine hohe Bereitschaft zur Reisebuchung haben. Darüber hinaus empfiehlt es sich die Kampagnen auch nach Wochentagen aufzusplitten. Branding-Kampagnen eignen sich am besten für Regentage unter der Woche, weil der User sich dann in der Recherchephase befindet. Produkt-Werbung performt am besten an Schlechtwetter-Wochenenden, wenn der Urlaub gebucht wird.

Reisetrends-Infografik

Wohin aber geht die Reise? Die Stock-Foto-Datenbank Shutterstock hat die aktuellen Reisetrends ausfindig gemacht und zu einer interaktiven Infografik verarbeitet. Diese zeigt, welche Reiseziele und Länder (weltweit) in welchen Regionen an Beliebtheit gewinnen, basierend auf den Download-Zahlen des Shutterstock Bildmaterials im vergangenen Jahr. Weltweit stehen Abenteuer-Urlaube hoch im Kurs. So zeigt die Infografik zum Beispiel auch, welche Keywords im Bezug auf „Abenteuer“ am stärksten gefragt sind. So ist sind beispielsweise Reisefotos aus Malaysia in Deutschland beliebt, die Brasilianer suchen nach Bildmaterial aus Madagaskar und die Chilenen nach Motiven aus Italien. Außerdem lässt sich über die Grafik herausfinden welches Urlaubsland wo besonders nachgefragt ist. So ist sind beispielsweise Reisefotos aus Malaysia in Deutschland beliebt, die Brasilianer suchen nach Bildmaterial aus Madagaskar und die Chilenen nach Motiven aus Italien. Zur interaktiven Infografik geht’s hier.

Infografik_reise-marketing

©Shutterstock

 Aufmacherbild: Airplane taking off at sunset. Silhouette of a big passenger or cargo aircraft, airline. Transportation via Shutterstock / Urheberrecht: PHOTOCREO Michal Bednarek

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