Monitoring in der Businesswelt

Komplexer denn je: Wie Unternehmen ihre SAP-Umgebung effizient überwachen können
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Branchenunabhängig strebt jedes Unternehmen einen effizienten Einsatz seiner Ressourcen an, um den eigenen Betrieb erfolgreich aufrechtzuerhalten und voranzutreiben. Dafür setzen sie seit Jahrzehnten auf Enterprise Resource Planning (ERP)-Lösungen. SAP ist eine der am weitesten verbreiteten ERP-Plattformen, die mit einer Vielzahl von Anwendungen verbunden ist. Doch sollte es in einer solchen, immer komplexer werdenden Umgebung zu Problemen kommen, kann sich das auf die gesamte Unternehmensperformance auswirken. Fabian Gampfer, Sales Engineering Manager bei AppDynamics, schreibt in diesem Artikel über ein umfassendes SAP-Monitoring und wie Unternehmen dieses am besten umsetzen.

SAP befindet sich im Herzen der IT-Landschaft eines Unternehmens und zeigt sich verantwortlich für einen reibungslosen Geschäftsbetrieb: 77 Prozent aller weltweit durchgeführten Geschäftstransaktionen stehen in Verbindung mit einem SAP-System. Mit der ERP-Lösung können Unternehmen Daten aus verschiedenen Funktions- und Geschäftsbereichen zusammenführen und den Einsatz wertvoller Ressourcen effizient planen und gewährleisten. Darüber hinaus lässt es sich in verschiedene Abteilungen und essenzielle Workflows sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens integrieren.

Bei einem solch weitreichenden Einfluss ist ein übergreifendes Monitoring unerlässlich, um sowohl kostspielige Anwendungsausfälle zu vermeiden als auch eventuelle Auswirkungen auf Nutzer und Unternehmen zu priorisieren bzw. im besten Fall zu minimieren. Die effektive Überwachung einer solch komplexen SAP-Landschaft und des damit verbundenen Anwendungsökosystems stellt Unternehmen jedoch vor viele Hürden.

Herausforderungen bei der Überwachung von SAP-Umgebungen

Im Rahmen einer SAP-Umgebung ergeben sich für Unternehmen an mehreren Seiten Herausforderungen, die sie meistern müssen:

Erstens werden Anwendungsökosysteme immer komplexer, da sowohl SAP- als auch Nicht-SAP-Anwendungen zum Einsatz kommen, die miteinander kommunizieren müssen. Viele derzeit existierende Monitoring Tools sind nicht in der Lage, jeweils beide Anwendungsformen im Kontext zueinander zu betrachten und effektiv zu überwachen.

Zweitens besitzen SAP-Anwendungen mit ABAP (Advanced Business Application Programming) ihre eigene Programmiersprache. Nur wenige Monitoring-Lösungen können ABAP-basierte Anwendungen und Services effizient analysieren und folglich auch überwachen – insbesondere in Fällen, in denen sich der Anwendungsbereich über mehrere unterschiedliche Systeme erstreckt.

Zu guter Letzt müssen IT-Teams umfassend verstehen können, wie sich SAP und andere Anwendungen, die mit SAP interagieren, gegenseitig bedingen. So gilt es für sie nachzuvollziehen, wie sich beispielsweise einzelne Workloads und Prozesse auf andere auswirken, um einem erhöhten Ressourcenverbrauch effizient entgegenwirken zu können.

Application Performance Monitoring für effiziente SAP-Umgebungen

Um diese Hürden erfolgreich zu überwinden, müssen IT-Teams in der Lage sein, die Performance ihrer Anwendungen umfassend zu messen und zu managen. Sollten sie die nicht gewährleisten können, steigt das Risiko von Ausfällen und anderen potenziell katastrophalen Folgen, wie zum Beispiel eine schlechte Customer Experience, Abwanderung von Kunden, Verlust von Markenloyalität sowie Umsatzeinbußen. Um die notwendige Transparenz in die SAP- und Anwendungsumgebungen und gleichzeitig eine Single Source of Truth zu erhalten, brauchen IT-Teams eine dedizierte Lösung. Application Performance Management (APM)-Lösungen gewähren einen tiefen Einblick in die gesamte SAP-Landschaft sowie in sämtliche mit ihr verbundenen Anwendungen und Services, wodurch proaktive Echtzeit-Analysen möglich sind.

Sobald relevante Vorfälle auftreten, offenbaren intelligente APM-Tools den IT-Teams alle nötigen Informationen über den Vorfall selbst sowie die Ursachen von Performance-Problemen und wie diese sich auf andere (SAP-) Anwendungen auswirken – sei es im ABAP-Code oder in einer der mit SAP verbundenen Anwendungen, die die SAP-Performance verlangsamt. Durch die schnelle Identifizierung der Ursache lassen sich Probleme proaktiv und effektiv lösen, noch bevor sie Kunden erreichen. Außerdem können IT-Teams Vorfälle auf Grundlage der Auswirkungen auf Anwendungen, Nutzer und das gesamte Unternehmen besser priorisieren.

Fazit: Auf dem Weg zur digitalen Transformation

SAP ist ein kritischer Teil des übergreifenden Geschäftsbetriebs, da es Unternehmen ermöglicht, globale Transaktionen durchzuführen sowie Waren und Services für ihre Kunden auf der ganzen Welt auszuliefern und bereitzustellen. Da Anwendungsumgebungen jedoch immer komplexer und Geschäftsprozesse immer schneller umgesetzt werden, müssen IT-Teams Lösungen einsetzen, die ihnen die volle Kontrolle über die Performance ihrer SAP-Umgebung überlassen. Dadurch verschaffen sie Kunden nicht nur eine zufriedenstellende Customer Experience, sondern sorgen gleichzeitig für eine strategische und kosteneffiziente Grundlage für zukünftige Digitalisierungsprozesse.

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